Spieglein, Spieglein……

 

Eigentlich hatte ich mir ja fest vorgenommen, nicht mehr über „hier“ zu schreiben! Aber es gibt Dinge, die muss ich einfach loswerden.

Sie kam vor drei Monaten, wir sahen uns an, erkannten uns.
Früher hätte ich gesagt: es war Liebe auf den ersten Blick, heute nenne ich es „Erkennen“.

Wir fühlten uns sofort zueinander hingezogen, zwei Frauen, der Altersunterschied von 10 Jahren spielt überhaupt keine Rolle, denn wir ähneln uns in vielen Dingen sehr, vor allem, was Dinge wie Weltanschauung und Lebensphilosophie betrifft.
Nur beim Yoga, da streikt sie, dazu sei sie zu hyperaktiv. Aber das war ich vor 10 Jahren schließlich auch noch ;-)

Drei Monate haben ihr gereicht um zu sehen, dass dies hier nicht ihr Platz ist. Und so hat sie sich entschlossen, wieder zu gehen. Und den idealen Platz für sich zu suchen und zu finden.

Weißt Du, sagt sie zu mir, ich bin so sensibel, ich nehme die ganze Negativität mit nach Hause und mir geht es einfach nicht gut hier. Gerne hätte ich ihr in aller Ruhe erklärt, wie man sich vor diesen negativen Schwingungen am besten schützt, aber dazu ist einfach keine Zeit, der Druck ist zu groß, die Arbeit, die bewältigt werden muss, nicht zu schaffen.

Was spielt denn das ganze Geld für eine Rolle, sagt sie, wenn ich abends todunglücklich von der Arbeit nach Hause komme? Da bin ich mir selbst doch wichtiger. Ich habe nur dieses eine Leben, und das will ich so gut ich kann leben und genießen.

Bildquelle: Karin Jähne / pixelio.de

4 Kommentare zu “Spieglein, Spieglein……”

  1. Jürgen

    Liebe Dori,

    da kann ich Deiner Kollegin nur beipflichten und gratulieren, dass sie so ein gutes Gespür für ihre eigenen Bedürfnisse hat. Drei Monate sind eine gute Zeit. Viele von uns brauchen Jahre, manche Jahrzehnte und einige sogar ihr ganzes (Arbeits)leben, um das zu erkennen.

    Hast Du schon gesehen, wie mein idealer “Arbeits”tag aussieht?
    http://www.leben-lernen-lieben.de/taeglich-leben/wie-sieht-dein-idealer-tag-aus/

    Um das zu erreichen sind noch ein paar wesentliche Veränderungen erforderlich, die ich jetzt konzentriert in die Wege leite. Es soll keine Vision bleiben!

    Liebe Grüße,
    Jürgen

  2. GZi

    Ja, wohl dem, der/die so konsequent sein kann und mag und damit für sich auch klarkommt. Ich wünsche es mir oft, schaffe es aber (leider ?) meistens nicht…
    Lieber Jürgen, habe mir mal Deinen idealen tag angeschaut und bin erstmal aus zeitgründen nur bis 11 Uhr gekommen… werde den Rest aber sicher acuh noch lesen - hört sich bis dahin jedenfalls verlockend an…

  3. Dori

    Lieber Jürgen,

    danke für Deinen Tipp und Deinen Hinweis auf das Buch und den idealen Tag.

    Ich habe das Buch von Barbara Sher in 2006 gelesen, und irgendwo “hängt” im Netz auch noch der ideale Tag von mir und meinem damaligen Lebensgefährten.

    Natürlich sollen diese Dinge keine Vision bleiben, aber manchmal genügt es schon, Kleinigkeiten zu verändern, und daraufhin folgen dann ganz viele. Je älter ich werde, desto bescheidener werde ich auf der materiellen Ebene, darüber freue ich mich sehr. Wichtig ist alleine die Essenz des Menschen.

    Schön, dass Du hier warst.

    Viele liebe Sonnengrüße,
    Dori

  4. Dori

    Liebe Gesa,

    manche Menschen gehen ihren Lebensweg so unbeirrt, unerschrocken und straight, dass ich aus dem Staunen nicht herauskomme.
    Andere brauchen dafür länger und können nur einen Schritt nach dem anderen tun. Wichtig ist, dass man das Ziel nicht aus den Augen verliert, da, wo man hin will.

    Schön, dass Du hier warst.
    Lieben Gruß nach Kiel von
    Dori

Einen Kommentar schreiben: