Was in mir schwingt

 

Gabas heutiges Post über den Einfluss von Gefühlen hat nun den letzten Anstoß gegeben, dies hier zu schreiben, was schon seit Tagen in mir schwingt:

Dies ist der kälteste Mai seit vielen Jahren. Noch nie war es nach einem dermaßen langen Winter so dermaßen lange kalt. Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit 10 Grad!, es hatte die ganze Nacht geregnet, und eine wirkliche Aussicht auf Besserung gibt es derzeit auch nicht. Auf den umliegenden Feldern gibt es derzeit weder Erdbeeren noch Spargel, und die Bauern stöhnen angesichts der Verluste, mit denen sie rechnen müssen.

Im Golf von Mexico gibt es die Ölkatastrophe, die Vulkanaschewolke ist auch wieder zurück, der Euro befindet sich in seiner allergrößten Krise, viele europäische Länder sind schon pleite, die Firma strukturiert um und entlässt 20 Prozent aller Mitarbeiter, und viele Firmen stehen in der heutigen Zeit vor dem Aus, und somit viele Menschen vor der Arbeitslosigkeit.

Uff. Da soll jemand kontinuierlich glückliche Gefühle haben. Schlimme Sache, vor allem schwierige Sache.

Da gibt es ja noch die Menschen, die sagen, in 2012 ist sowieso alles vorbei. Abgesehen davon, dass ich nie an ein großes Tor geglaubt habe, wo wir in 2012 alle hindurchgehen und danach ist alles gut, was tue ich denn so lange, noch 2 Jahre, was mache ich denn mit meinen Angstgefühlen, meiner Verzweiflung, meiner Hoffnungslosigkeit.?

Wie viele Menschen lassen sich derzeit von den Medien in eine Art „kollektiven Angstzustand” ziehen, es hängt nicht nur die Vulkanaschewolke über Europa, sondern es hängt eine riesige Angstwolke über uns Menschen. Da jedoch Energie der Aufmerksamkeit folgt - dies ist ein ungeschriebenes, spirituelles und universelles Gesetz - wird hierdurch die Angst nicht weniger, sondern nimmt beständig zu, wächst unaufhörlich, und somit auch die negativen Gefühle und Schwingungen. Ein Teufelskreis, eine Kette ohne Ende. Und wir alle mittendrin in diesen Energien.

Und da bin ich bei meinem eigentlichen Thema.

Wie schaffst Du es, Deine positiven Schwingungen angesichts all der Dinge, die in Deinem Umfeld oder sogar mit Dir selbst passieren, hochzuhalten?

Wie schaffst Du es, nicht mutlos zu werden, oder in ein tiefes Loch zu fallen angesichts von Krankheit oder Tod in Deiner Familie oder in Deinem Freundeskreis?

Wie schaffst Du es, Dich nicht anstecken zu lassen von Deinen Kollegen, die bibbern und Angst vor Arbeitsplatzverlust haben?

Wie schaffst Du es, Dich nicht von diesen negativen Gefühlen leiten zu lassen?

 
Ich selbst schaffe das nicht immer, nicht kontinuierlich, nicht ständig. Ich habe zwar Tools an der Hand, meine negativen Gefühle in positive umzuwandeln, aber ich kann es nicht verhindern, dass ich da hineinfalle, auch wenn mein Leben immer besser und besser geworden ist in den letzten Jahren. Zum Beispiel hatte ich kürzlich eine sehr starke familiäre Anspannung durch den Tod meines Vaters und die darauf hin folgende Betreuung, die meine Mutter in dieser Zeit benötigte. Durch andere private Ereignisse blieb für mich selbst kaum noch Zeit übrig, meine täglichen Meditationen und meine Aufenthalte auf der Alpha-Ebene haben ganz stark abgenommen in dieser Zeit (ich weiß, dass dies nicht richtig ist), und ich war nicht zentriert, sondern einfach nur müde und erschöpft. In solchen Phasen bin ich viel anfälliger für alles Negative als in Zeiten, wo „alles gut läuft”.

Es interessiert mich wirklich sehr, wie es Dir gelingt, in Deiner Mitte zu bleiben, positive Schwingungen zu haben, und vor allem auch positiv auf Dein Umfeld zu wirken, und andererseits, Dich von den kollektiven Angstzuständen fernzuhalten.

Ich wünsche Dir einen schönen Dienstag mit vielen guten Gefühlen und sage
Namaste, Dori :-)

 

Bildquelle: Andreas Liebhart/Pixelio

21 Kommentare zu “Was in mir schwingt”

  1. Barbara

    Liebe Dori,

    auch ich habe des Öfteren negative oder depressive Gefühle, dieses Wechselbad gehört zu mir, langsam akzeptiere ich das.
    Dennoch habe ich die feste innere Überzeugung, dass alles gut ist, wie es kommt. Das ist immer wieder beruhigend, das hält mich hoch. Letztlich erkenne ich meist, wofür alles “gut” war. Alles ist Ursache und Folge des eigenen Tuns.

    Ich habe meinen jeweiligen Anteil am Geschehen; ich übernehme hierfür die volle Verantwortung und schiebe die Folgen nicht auf andere. Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie die Dinge von sich weggeschoben werden. Das Verantwortung übernehmen für das eigene Tun scheint mir sehr wichtig, und das versäumen die meisten, jeder einzelne wie auch ganze Gruppierungen (z.B. Politik). Nur manchmal übernehme ich die Verantwortung für andere mit - wenn es mir wichtig ist.

    Ich kann die Welt nicht ändern, die Menschen nicht - leider noch nicht einmal die in meinem nächsten Umfeld oder die mir lieb sind! “Kosmisch” gesehen, ziehe ich manchmal jemanden positiv mit, wenn wir uns aktiv spiegeln, wenn sich unsere Energien anscheinend berühren oder vermischen. So gesehen, hat halt doch jeder/alles eine Auswirkung auf den anderen.

    Gehe mit deinem positiven Beispiel weiterhin voran, doch es sollte DIR gut tun. Ich finde, man (du) muss nicht kontinuierlich fröhlich oder positiv sein. Wir sind Menschen. Fehlbar. Sind Stimmungen unterworfen. Ich finde es normal und gesund, wenn sich die jeweilige emotionale Stimmung an den Gegebenheiten ausrichtet, wenn sie wechselt. Ein Buddha oder meditierender Inder schafft es vielleicht, dieses “übermenschlich” Positive aufrecht zu erhalten, ich jedenfalls nicht. Und damit habe ich auch meinen Frieden. Es ist wie es ist. Wo ich etwas ändern kann, tue ich es - kann ich es nicht, so lasse ich mich entweder voll darauf ein - oder ignoriere es manchmal - ja, mache einfach meine inneren Augen davor zu. Ich muss mir nicht alles Elend reinziehen, muss mir nicht ansehen, wie sie Tiere töten, nur um das zu “konfrontieren”. Es ist schlimm genug und macht mich traurig. Ich mag noch nicht einmal mehr die Zeitung lesen, 80% der angeblichen Neuigkeiten ist total negativ und wird auch noch künstlich hochgeputscht, weil die Menschen Sensationen wollen!

    Wenn ich persönlich nichts TUN kann - so möchte ich das auch nicht zu sehr an mich ranlassen, sonst werde ich nur unzufrieden, traurig, böse, gereizt - und das bekommen meine Mitmenschen dann zu spüren. Das ist dann auch nicht okay.

    Die Menschen werden es schon schaffen, ihre Erde zu zerstören. Ich kann das nicht aufhalten, ich bin kein Held. Ich bin kein Astronaut, um wegzufliegen auf einen anderen Planeten (was sollte ich dort?) und eine einsame Insel ist auch nicht das Ultimative.

    Somit sorge ich für meine eigene kleine Welt, und wenn es nur die IN mir ist. DA kann ich jedenfalls etwas tun, und daran arbeite ich immer aktiv.

    Nimm’s an, halt’s aus. Denk einfach an DD.

    Alles Gute dir. *drück*
    Barbara

  2. Gabaretha

    Liebe Dori,
    vielen Dank für diese schöne Veröffentlichung.
    Ich denke, es geht im Augenblick ganz vielen Menschen so, dass der ganz normale Alltag von Angst oder Zweifel bestimmt wird.
    Die überall gegenwärtigen Ängste dringen nach meiner Ansicht ins Bewusstsein vieler Menschen ein…und können folglich nur auf dem gleichen Weg (über das Bewusstsein) entschärft und unschädlich gemacht werden (Entspannung hilft beim Erkennen von Zusammenhängen und Finden neuer Wege).

    Vielleicht können folgende Fragen dabei helfen, in der eigenen Mitte zu bleiben und nicht in einen von vielen Medien produzierten und geschürten Allerweltsschmerz einzutauchen:
    Wer sagt das? …und warum?
    Wem nützt das? Wer hat Vorteile davon?
    Was wird durch Angst verbessert?
    Wird etwas zum Guten verändert?
    Schützt mich diese Angst?
    …oder hemmt sie mich?

    Du kennst bereits meine These - aber ich möchte sie an dieser Stelle gern noch einmal wiederholen.
    Die Frage, die ich mir wieder und wieder (Tag für Tag) stelle heißt:
    Was kann ich tun, um mein Leben (und das aller daran Beteiligten) besser und besser zu gestalten.
    …und aus diesem Bewusstsein (dass ich etwas tun kann) erwachsen für mich Zuversicht und auch positive Gefühle.
    Ängste und Zweifel werden kleiner, wenn mir bewusst ist, dass ich das Schiff meines Lebens steuere.
    Energie folgt der Aufmerksamkeit. ;-)
    Ich wünsche Dir viele positive Gefühle und auch Kraft und Stärke, die Dich vor Stürmen und Unsicherheiten bewahrt.
    Besser und besser,
    Gaba

  3. Norbert Glaab

    Hallo Dori,
    einiges habe ich in den letzten Tagen in meinem Blog dazu geschrieben und werde es weiter tun.

    Es immer das gleiche Prinzip hinter den Dingen. Es heißt TRENNUNG.
    Nur weil wir noch alles Wissen haben - so unser Glaube und unsere Überzeugung - haben wir eine Wahrnehmung, die solche Zustände zulässt.

    Eine der Lösungen ist die Vergebung. Doch dazu sei gesagt:
    “Vergebung findet nur in Dir selbst statt”.

    Da bin ich auch noch am üben.
    Mein zweiter Weg ist die Einsicht-Meditation. Hier bist Du frei von jedem äußeren Einfluss.

    Hier findest Du ein paar spannede Gespräche, die nicht nur die Wirtschaft betreffen.
    http://www.erfolgreichepraxis.de/online-audio-reihe-spiritualitaet-kuesst-wirtschaft-wach/

    Viel Spass und ein dauerhaft gutes Wohlbefinden

    LG
    Norbert

  4. elisabeth wendt

    Liebe Dori,

    es spitzt sich alles sehr arg zusammen.
    So kommt es mir auch vor.
    Rundherum trennt sich die Spreu vom Weizen (gezwungenermaßen)
    und in uns auch.
    Diese Prozesse sind manchmal schmerzvoll
    müssen es aber nicht sein.
    Wenn wir nur aufhören Widerstand zu leisten.
    Der Widerstand kostet am meisten Energie find ich.
    Ich hab ein kleines Gebet, das immer hilft,
    allerdings in Englisch, weil ich es so gelernt habe:

    I am an infinite being. I am not subject to that (problem)
    I am only subject to what I hold in mind. This does not apply to me (problem) and I hereby cancel it and refuse it.

    So gehe ich zumindest mit Dingen um wie Ängsten, neg.Einflüssen, Krankheiten etc.

    Und wissen, was geschieht ist gut. So viel Gottvertrauen will ich haben.
    Alles Liebe
    elisabeth

  5. Elisabeth

    Liebste Dori,
    deine Zeilen bewegen mich sehr - weil ich auch rundherum mitbekomme, wie Menschen verzweifeln und traurig sind, wie sich Dinge verändern…
    Es kommt mir so vor, als ob die See dermaßen stürmisch ist, dass die Wogen hoch gehen und über Bord schwappen. Manche lassen sich kraftlos mitreißen, manche klammern sich angstvoll fest - ich lasse los, lasse mich schaukeln, genieße den Wind um meine Nase, das fröhliche Auf und Ab, rieche die salzige Meeresluft… Es kommt immer darauf an, wie wir es betrachten. Ich bin ein Fels in der Brandung geworden *lächel* Alles ist gut - mein Vertrauen ist unendlich groß und ich denke weiter positiv und ziehe dadurch Positives an.
    Es geschehen im Moment wundersame Dinge mir und in meinem engsten Umkreis - auch traurige Dinge, sehr traurige sogar. Und trotzdem sehe ich, woher das kommt und wohin es führt und wie ich selbst es verändern, verbessern kann durch meine Gedanken. Das tue ich beständig, kontinuierlich, und ich tue Dinge, die mir Kraft geben, ich bin viel in der Natur etwa. Und ich lese keine Zeitung, sehe nicht fern und gehe Menschen aus dem Weg bzw. schütze mich vor denen, die glauben, Panik machen zu müssen.
    Ich wünsche dir alles Liebe, positive Gedanken,Kraft und Lebensfreude -ja, ich habe Freude am Leben, denn das Leben ist wunderbar… und endlich…
    Von Herzen, Elisabeth

  6. Dori

    Liebste Barbara,
    es gibt soo viele Momente, da bin ich total stark. Da kann ich mit meiner positiven Lebenseinstellung andere Menschen mitreißen.
    In dieser Mitte zu bleiben kann wahrscheinlich nur jemand nachvollziehen, der wie ich in einem sehr großen Unternehmen arbeitet.
    Faszinierend auch hier ist zu erkennen, wie die Menschen sich finden.
    Die, die vom Grundsatz her negativ sind, sind auch mit negativen Menschen “zusammen”. Und umgekehrt auch. Ich hab ja mal vor 2 Jahren dieses Post geschrieben über die Kollegin, die mich aufgrund meiner Einstellung - damals war ich noch krebskrank - als “geisteskrank” bezeichnet hat. Es geht ihr heute megaschlecht, und mir nicht. Damit möchte ich jetzt nicht sagen, dass ich ein toller Mensch bin, sondern dass ich es trotz aller Widrigkeiten doch immer wieder schaffe, in meine Mitte zurückzukehren. Und dort gehöre ich hin!

    Allerliebste Herzensgrüße von Dori :-)

  7. Dori

    Liebste Gaba,

    ich danke Dir für Deinen Kommentar, der mich gerade JETZT darin bestätigt, dass ich doch - auch wenn ich manchmal grummele - am richtigen Platz bin, gerade heute war die Resonnanz wieder besonders stark.
    Gerade kurz vor Arbeitsende sagte mir eine Kollegin, dass sie in meinen Augen nur Liebe sieht. Das war ein wahrhaftiges Geschenk.
    Ich versuche, gute Gefühle zu vermitteln, meist gelingt es mir inzwischen, aber nicht immer.

    Allerliebste und vorfreudige Sonnengrüße aus Neuss
    von Dori :-)

  8. Dori

    Lieber Norbert,

    ich freue mich immer, wenn Menschen wie DU sagen, sie sind noch am ÜBEN.
    Mein Üben ist im vollen Gange, ich bin aber inzwischen in der Lage - das ist der Erfolg MEINES Übens - andere von meinen “schlechten” Gefühlen fern zu halten. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich verstelle. Aber das, was zu mir gehört, soll auch meins sein.

    Viele liebe Sonnengrüße von Dori :-)

  9. Dori

    Liebe Elisabeth W.

    dies ist ein sehr schöner und wertvoller Spruch. Alles, was ich fühle, gehört zu mir und nur zu mir. Im Moment fühle ich nur die wunderschönsten Dinge, aber ich gehe behutsam mit ihnen um, ich will sie beschützen.

    Danke für Deinen Kommentar,
    alles LIEBE von Dori :-)

  10. Dori

    Liebste Elisabeth O. Du (neuer) Fels in der Brandung,

    das Loslassen ist eine der schönsten Erfahrungen, die wir im Leben machen dürfen. Alles ist gut so, wie es ist. Gerade jetzt schlägt mein Herz Purzelbäume, denn ich freue mich so, aus meinem Alltag abzutauchen und eine schöne Zeit in DD und im Spreewalt zu verbringen.

    Ich umarme Dich herzlich
    Dori :-)

  11. Susanne Eichenberger

    Hallo Dori

    Wenn’s ganz arg kommt, beginne ich zu singen, etwa so.. =)

    http://www.youtube.com/watch?v=GEKgYKpEJ3o&feature=fvw

    Liebe Grüsse, Susanne

  12. Anka

    Hallo Dori,
    gerade habe ich auch in meinem blog darüber geschrieben. Ja mir ist auch zu kalt, vor allem nach dem langen Winter sehne ich mich, wie nie zuvor, nach Sonne, die mich wärmt, mich ein bisschen angenehm träge macht. Die Kälte hält uns hellwach und aufmerksam angespannt.
    Und die Panikmache der Medien ist unerträglich. Fernsehen ist für mich derzeit tabu und Nachrichten im Radio höchstens einmal am Tag. Wir werden mit der Angst regiert und in Schach gehalten

    Ich für meinen Teil gehe raus aus diesem Hamsterrad der Panikmache, schaue in die Natur, die sich nicht darum schert, sondern wächst, blüht, grünt, alles geht seinen Gang und die Natur ist unbeeindruckt.

    Aber wie Du schon schreibst und auch einige andere hier, wir haben nun mal ein Massenempfinden und es ist nicht immer leicht, sich daraus zu befreien. Genau hinhören und hinsehen hilft. Nicht gleich in Panik verfallen und ins Klagelied einstimmen.

    Gaba hat die Fragen, die ich mir auch stelle, schon auf den Punkt gebracht.

    Liebe sonnige Grüsse
    Anka

  13. Susanne Eichenberger

    Liebe Dori

    was ich noch sagen wollte ist, dass ich froh bin, dass diese Dinge geschehen und dass diese ‘Dinge’ ja nicht einfach so geschehen, sondern einen Grund haben. Und ich bin deshalb froh, weil die Menschen endlich gezwungen werden einmal hinzuschauen, was sie da eigentlich anrichten. Die Menschen haben Angst, wie die Kinder, sie wollen ihre Illusionen einer heilen Welt aufrecht erhalten und sich anlügen, dass schon alles ‘irgendwie’ wieder in Ordnung kommt. Sie sind wie die Kinder und wollen keine Verantwortung für den Schlamassel übernehmen, schieben die Schuld auf alles im Aussen, auf alle Anderen, bloss um in der bequemen Opferrolle bleiben zu können, um blos nichts tun zu müssen, um blos ihren eigenen Schatten nicht ins Gesicht sehen zu müssen. Und es gibt ja für alles eine Ausrede, um nicht erwachsen zu werden und in die eigene Herzkraft zu kommen. Besser noch etwas jammern, vielleicht wird ja jemand kommen, um uns zu retten und bis dahin lieber noch etwas im Porsche rumflitzen und in Kenia Ferien machen. Ah nein, das geht ja nicht mehr, die haben ja Krieg dort, dabei war es doch immer so schön dort in Kenia, und jetzt kann ich nicht mal mehr in die Ferien dort, seufz. So sind die Menschen. Geschieht ihnen recht, dass sie Angst bekommen, Angst vor sich selber notabene. Das blöde ist einfach, dass diese Leute viel zu viel Macht haben, da sie in der Mehrzahl sind. Macht, mit der sie überhaupt nicht umgehen können, Macht, die wieder Kriege auslöst.

    Ich bin froh, dass es Menschen wie dich gibt, Dori. Lassen wir uns vor der Angst der anderen nicht einschüchtern und uns sanft aber bestimmt unserer Verantwortug als Menschen wieder bewusster werden. Ich bin froh um jede ‘Katastrophe’ (gr.-lat. Umkehr, Wendung), die uns daran erinnert, dass es eben genau JETZT Zeit ist für einen Neuanfang. Der Tod ist nicht das Ende, er ist der Anfang. Wenn wir es wollen.

    Ich danke Dir, Susanne

  14. zentao

    Ja liebe Dori

    es sind ganz anstrengende und wegen dem Wetter oft sehr Mühsame Zeiten. Ich war ja in Ägypten und wir mussten wegen der Vulkan Wolke auf dem Schiff bleiben, ein Luxus Gefängnis. Vor zwei Wochen ist meine Mutter, in sehr hohem Alter gestorben, das zehrt auch noch etwas an meinen Nerven, ich schlafe zur Zeit, nicht so gut und erwache oft und habe Mühe wieder ein zu schlafen.Auch ich habe meine Ängste und meine Probleme damit.
    Seit jetzt sicher 20 Tagen regnet es fast ohne Unterbruch und ich hasse kaltes Wetter, genau wie Du, aber ich bin überzeugt, dass es nur noch besser werden kann. Wie Du siehst geht es im Moment, vielen Menschen auch nicht immer so gut, also lass Dich nicht entmutigen, mach Deine Meditationen, so diszipliniert wie Möglich und denk daran Angst hat keine Substanz, ist Formlos und wird erst Mächtig, wenn Du sie zu lässt.
    Du fragst; Wie schaffst Du es, Dich nicht von diesen negativen Gefühlen leiten zu lassen?
    Ich versuche, das alles einfach zu akzeptieren, und das gelingt mir gar nicht so gut wie ich gerne möchte, aber es ist nun mal so und da muss ich durch ohne Ausreden, ich sage mit immer wieder meinen Leitgedanken; es kommt schon gut.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut und glaube mir; das kommt sicher gut.
    Liebe Grüsse zentao

  15. Babsi

    liebste dori

    endlich komme ich mal wieder dazu in deinem blog zu lesen und gleich wieder so etwas mit dem zertifikat “wertvoll” zu finden.
    ich beobachte auch sehr viel was in und auch um mich passiert.
    seit 2 wochen plagt mich ein sehr schlimmer husten…so schlimm, dass ich vorgestern sogar zum arzt ging (seit mind 10 jahren war ich nimmer drin außer um was zu holen wie zb eine überweisung) um dann wieder herauszukommen mit den angsteinflößenden worten der ärztin……
    damit bin ich nun beim kernpunkt. wie reagiere ich nun??lass ich mir angst machen oder höre ich meinem körper, auf das was in mir ist??
    dieser husten ist auch nicht ohne grund und ich vertraue einfach, dass er sich wieder verzieht, sobald ich mein dertzeitiges thema angehen werde.

    ich habe auch in umgang mit anderen in den letzten tagen wieder gemerkt, wie gut mein mut, mein vertrauen, mein optimismus und meine einstellungen ankommen und wirken.
    genau daran möcht ich anknüpfen und stelle mir auch immer wieder die fragen:
    was bringt es mir nun, wenn ich das oder das mache?
    wie fühlt sich das für mich an?
    was sagt meine innere stimme dazu???

    liebste dori ich wünsch dir alles alles liebe *Lächel* und weiterhin so einen starken schützenden kern
    babsi

  16. Barbara

    Liebe Dori,

    auch ich muss mich ständig bemühen, in meiner Mitte zu bleiben bzw., wieder zu meiner Mitte zurück zu finden. Angstzustände, Depressionen usw. kenne ich auch und es ist schwer, diese zu überwinden. Das ist wie Treibsand, darin kann man untergehen und das gilt es zu verhindern.

    Ich praktiziere seit Jahren Yoga, anfangs zögerlich und mittlerweile ist dies zu meinem “Überlebenstraining” geworden. Ich beschäfte mich auch sehr viel gedanklich mit diesen Dingen und ich muss sagen, nach 2 Stunden Ashtanga Yoga bin ich körperlich “geschafft”, aber mental geht es mir dann prima.

    So muss jeder eine Methode finden, die ihm hilft und - man muss vor allem immer die Zeit finden, sich damit zu beschäftigen.

    Von den allgemeinen “Weltuntergangsszenarien” der verschiedensten Art, die uns in den Medien ständig präsentiert werden, lasse ich mich allerdings nicht beeindrucken.

    Viele liebe Grüße und einen Sonnenstrahl aus Dresden sendet
    Barbara

  17. Christa

    Liebe Dori,

    ein lesenswerter Beitrag, mit lesenswerten Kommentaren.

    Geld, Habgier, Herrschsucht und Macht - die Götzen unserer Tage. Liebe Dori, ich denke die derzeitige Krise ist auch eine Krise der Kultur und der Moral. Geschichte wiederholt sich. Vor nicht allzu langer Zeit musste ich mit den alten Propheten befassen und stellte dabei mit Erstaunen fest: Alles schon mal dagewesen. Schon vor 3ooo Jahren herrschten Eigennutz und Profitgier, Reiche verfolgten ihre Interessen ohne eine Spur von Unrechtsbewusstsein.

    Auch ich halte die Luft an. Was derzeit täglich in den Medien zu lesen und zu hören ist klingt alles andere als rosig. Klar ist aber auch, dass es so wie bisher nicht mehr weitergehen kann.

    Um mich mache ich mir weniger Sorge, Unkraut vergeht nicht. ;) Ich habe schon viel Leben gelebt und wie die Maus “Frederick”, aus dem Kinderbuch von Leo Lionni , viele Vorräte in Form von “Sonnenstrahlen” gesammelt, von denen ich hoffe, dass sie mich sicher durch die kalten “Wintertage” bringen.

    Wenn es um die Zukunft geht richte ich meinen Blick eher auf unsere Kinder. Wie werden sie leben? Werden sie die Rückschritte gut annehmen können? Habe ich ihnen genug mit auf den Weg geben? Taugen die von mir übermittelten Werte für ihre Zukunft?

    Ich hoffe und wünsche mir, dass die nächste Generation mit neuer Kraft und neu motiviert die Habgier besser in den Griff.

    Liebe Grüsse
    Christa

  18. Christa

    besser in den Griff …. bekommt.

    Magst du mir das bekommt bitte noch ersetzen? Danke Christa

  19. Irene

    Eigentlich ist schon alles gesagt hierzu - ich finde mich in sehr vielen Kommentaren wieder.

    Auch mir fällt es oft schwer, mich nicht wieder mitreißen zu lassen vom Massengeist, der im Moment ja überall ist.

    “Anders” zu sein erfordert wohl immer viel mehr Anstrengung - aber lieber will ich mich anstrengen, als in diesen negativen Schwingungen gefangen zu sein.

    Danke für diesen Artikel liebe Dori und ganz viele Sonnengrüße schickt dir
    Irene

  20. Sonnenwanderin

    Liebste Dori,

    sehr berührende Zeilen und Gedanken von dir, hab Dank dafür.

    Puh, bei mir ist das immer sehr schwierig, ich bin leider zu oft noch eine Pessimistin. Lasse mich auch durchaus auch anstecken von Ängsten, Zweifeln, Launen anderer. Aber es wird besser, weil ich immer mehr sehe, dass es mir nicht gut tut und mich nur noch mehr deprimiert.

    Es gibt Tage, da fühle ich mich pudelwohl, könnte die Welt aus den Angeln heben und bin sehr stark in meiner inneren Mitte. Aber es gibt eben auch die anderen Tage, wo ich tieftraurig bin, Angst habe und nicht recht weiß, wie ich da heraus finde.

    Aber weißt du, ich glaube, der Weg zu sich selbst, sich zu lieben, anzunehmen, ist ein langer aber sehr wertvoller. Und das dieser Weg auch Steine bereit hält, zeigt ja, dass alles Lernen bedeutet.

    Wenn ich nichts dafür tun müßte, damit es mir gut geht, wo bliebe dann die Freude über den eigenen Erfolg? Ich habe meine eigene kleine Ruheinsel, auf die ich mich zurück ziehe, wenn alles zu heftig wird.

    Wichtig ist für mich auch, Halt bei meiner Familie und Freunden zu finden, aufgefangen zu werden und selbst ebenso da zu sein. Nicht zu vergessen, die Liebe. Sie verleiht immer wieder Flügel.

    Ich wünsche dir alles Liebe und sei ganz herzlich gegrüßt und gedrückt,
    die Wanderin

  21. Grey Owl Calluna

    Im Moment bin ich dabei nichts zu unterdrücken, weder Wut noch Freude. Aber doch versuche ich, dass Freude überwiegt, ich nicht zu lange im Ärger, in Traurigkeit oder Wut fest hänge. Ich sage mir, ….was ich nicht ändern kann, kann ich nicht ändern, aber, ….ich kann mich wie auch immer entscheiden, wie ich damit umgehe.
    Das Zulassen von allem, “das” macht doch gerade die Ausgewogenheit aus.
    Nur in positiver Stimmung, ist doch auch einseitig, also, nicht ausgeglichen….und es ist gut zu wissen, dass es auch noch andere Stimmungen gibt, die man kennt, aber nicht unbedingt braucht oder haben möchte. Man fühlt sie zuweilen, ob man nun will oder nicht. Warum nicht auch zulassen,…..für eine Weile. Ist doch ganz natürlich.

    Bin ich mal schlechter Stimmung, man merkt das ja,…..dann sage ich auch meinem Partner “Bescheid”, damit er nicht denkt, es liegt an ihm.
    Dazu muss man zu sich selbst ganz erhlich sein, und wissen, auch sich selbst eingestehen, wo der Ärger, die Angst herkommt…..und den Mut haben, es auszusprechen…..
    Liebe Grüße
    Grey Owl/Rosi

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