Blogparade: Motto, These oder Rat
Â
Die liebe Gaba ruft zu einer neuen Blogparade auf.
Â
Sie fragt:
Gibt es eine Weisheit, die Dir ganz besonders geholfen hat?
Welche Worte haben bei Dir nachhaltigen Eindruck hinterlassen?
Welches Motto, welche These oder welchen Rat hast Du verinnerlicht?
Gibt es einen Satz, den Du wieder und wieder beherzigst?
Welche Gedanken sind oder waren hilfreich für Dich?
Â
Gaba sagt von dieser Blogparade, sie sei eine einfache. Das sehe ich jedoch anders, für mich ist sie gar nicht so leicht
Â
So viele Weisheiten und Thesen haben mich durch mein Leben begleitet.
Â
Als Kind hörte ich Sprüche (Weisheiten kann man sie wohl nicht nennen) wie:
Â
Vögel, die morgens pfeifen, holt abends die Katz.
Oder:
Lieber der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Oder:
Ich kann, ich will ich muss.
Oder:
Arbeit hat noch niemandem geschadet.
Â
Meiner Meinung nach kann man hieran gut erkennen, welche Stimmung in meinem Elternhaus herrschte, und zu der damaligen Zeit – in den Nachkriegsjahren – nicht nur in meinem, das muss ich fairerweise meinen Eltern gegenüber mal erwähnen.
Â
Der Lieblingsspruch meiner lieben Oma Maria war:
Â
Was Du nicht willst, das man Dir antut, das füge auch keinem anderen zu.
Â
Da ist sehr sehr viel Wahres und Gutes für mich dran. Dennoch, ich kann mich nicht davon freisprechen, Menschen die mich liebten, verletzt zu haben, wissentlich und unwissentlich.
Â
In den letzten Jahren war einer meiner häufigsten Sätze:
Â
Man sieht sich immer zwei Mal im Leben.
Â
Auch das hat sich bewahrheitet. Menschen, die mir aus meiner Sicht Unrecht getan haben, sind in irgendeiner Form vom Leben „bestraft“ worden, oder vom Schicksal, oder vom Universum. Such Dir was aus.
Â
Ich glaube nicht nur fest, sondern zu tausend Prozent an die ausgleichende Gerechtigkeit im Universum. Und dass die Aufgaben, die Du hier in diesem Leben nicht erfüllst, im nächsten Leben wieder gestellt bekommst. Und immer wieder, so lange, bis Du diesen „Punkt“, diese Lernaufgabe, abhaken kannst.
Â
Aber seit einer Weile – seit meiner Krebserkrankung vor nunmehr 2 Jahren - habe ich eine Lieblingsweisheit, eine indianische. Die sind sowieso meine liebsten Weisheiten, so wie ich mich auch sehr zu Indianern und ihrer Kultur und Bräuchen hingezogen fühle.
Â
Sie lautet:
Â
Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin!
Â
Am vergangenen Freitag sah ich in meiner Lieblings-Talkshow, dem Kölner Treff, die Künstlerin Katja Ebstein. Sie hat nach über 30 Jahren Ehe, von der sie sagt, sie war von einer ganz tiefen Liebe geprägt, ihren Mann verloren. Dies ist nun ein Jahr her, und sie sagt:
Â
Selbst der sensibelste Freund, der dich seit ganz langer Zeit kennt, kann nicht nachvollziehen, wie du dich in solch einer Situation fühlst. Was du durchmachst, wie du mit dem Schmerz und der Trauer umgehst. Dieser Freund kann lediglich an deiner Seite sein, dir beistehen, dir helfen.
Â
Und genau diese Worte haben mir so gut gefallen, weil ich diese Erfahrung selbst machen durfte.
Â
Denn niemand – wirklich niemand außer mir selbst – weiß, wie ich mich fühle, wie ich fühle, wie groß meine Liebe ist, und wie tief mein Schmerz. Ein Beispiel: Ich habe aufgehört Menschen zu verurteilen, die freiwillig aus dem Leben gehen. Weil sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Wie kann ich mir anmaßen, über andere Menschen ein Urteil zu fällen? Woher kann ich wissen, wie groß die Verzweiflung und die Ausweglosigkeit war? Ich stecke doch nicht in ihren Schuhen.
Â
Deshalb ist mein persönlicher Leitspruch dieser hier:
Â
Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gegangen bin!
Â
Namasté, Dori
Â
Â
Â
Â
Â

am 27. Oktober 2009 um 11:20 Uhr.
Liebste Sonnenfrau,
das ist wunderbar, diese indianische Weisheit und vor allem, daß du sie dir als Leitspruch auf die Fahne geschrieben hast. Es gibt immer ganz viele Blickwinkel, von der aus man Menschen und Situationen betrachten kann… und in jedem Licht erscheint dasselbe anders!
Mein Leitspruch drückt es nur anders aus, der da heißt:
Gib DIR selbst und ANDEREN immer eine neue CHANCE, es besser und anders zu machen!
Ich wünsche dir einen S
nnentag und liebe Seelengrüße
Gabriele
am 27. Oktober 2009 um 12:39 Uhr.
Eine super Idee! Und eure Sprüche sind sehr tiefgreifend, zu beiden kann ich nur eifrig bejahend nicken. Und ganz spontan ist mir bewusst geworden, dass ich selbst auch einen Leitspruch habe, der mich seit Jahren begleitet. Nicht so tiefschürfend wie eure, aber für mich immer wieder Halt in schwierigen Situationen. Wenn es mir zeitlich möglich ist, werde ich gerne auch einen Beitrag zur Blogparade verfassen, wahrscheinlich erst nächste Woche, muss ab morgen bis Samstag arbeiten.
Herzliche Grüße an euch
von Wally
am 27. Oktober 2009 um 14:41 Uhr.
Liebe Gabriele,
das ist in der Tat ein sehr schöner Leitsatz, und ich finde, er hat sehr viel mit meinem Leitsatz zu tun.
Lichtvolle Grüße,
von Herz zu Herz,
Dori
am 27. Oktober 2009 um 14:42 Uhr.
Liebe Wally,
lange nix mehr gehört
Ich finde es toll, dass Du mitmachen möchtest und freue mich schon auf Deinen Beitrag.
Allerliebste Sonnengrüße
Dori
am 27. Oktober 2009 um 20:02 Uhr.
Liebe Dori,
was für ein toller Beitrag. Dein Leitspruch gefällt mir außerordentlich gut. Ich habe auch so ein paar Leitsprüche, die mich durchs Leben begleiten und so würde ich auch gerne an der Blogparade teilnehmen. Einige Ideen habe ich schon. Werde aber wahrscheinlich erst am Wochenende dazu kommen, etwas zu schreiben.
Allerliebste Grüße
Iris
am 27. Oktober 2009 um 21:16 Uhr.
wunderschön dein satz liebste dori
also leicht fand ich gabas aufgabe auch nicht *Lach* ich konnte mich nicht wirklich entscheiden.
niemand kann nachvollziehen, wie es in anderen aussieht.wir sehen,riechen,schmecken und fühlen mit UNSEREn sinnen.
danke fürs teilen deiner gedanken
liebe grüße von herz zu herz von
babsi
am 27. Oktober 2009 um 22:50 Uhr.
Liebste Dori,
ein wirklich guter Vorsatz. Mit Urteilen sind wir alle meist schnell bei der Hand. Und es sind immer VORurteile. Wenn der “Große Geist” Dich mehr und mehr davor bewahrt, kann ich Dich nur beglückwünschen. Ich bin da noch meilenweit davon entfernt. Als “Kopfmensch” liegt das BEurteilen wohl zu sehr in meiner Natur. Was ich aber schon ganz gut schaffe, ist, dass kein VERurteilen daraus wird.
Mein Motto kennst Du ja: Lebe gut, lerne viel, liebe alles! Damit werde ich mich am Wochenende an Gabas Blogparade beteiligen.
Alles Liebe,
Jürgen
am 28. Oktober 2009 um 0:30 Uhr.
Liebste Dori,
wieder einmal ein Post mit Tiefgang der aus einem bewegten Leben stammt. Danke.
Leider Gottes stelle ich mir die Dinge manchmal bildlich vor und wenn ich Deine zarten Sonnenfrauenfüße, schätzungsweise Größe 36/38 in so vielen anderen Größen sehe, zu kleine Schuhe - was für Blasen an den Füßen,
zu große Schuhe - was für ein Schlurfen…
so weiß ich doch gleich dass es das sich in den anderen Hineinversetzen ist, was man üben sollte…LG Rainer
am 28. Oktober 2009 um 0:50 Uhr.
Liebste Dori, danke Dir für diesen Einblick in Deine “Weisheiten”, die letzten 3 kenne und schätze ich auch sehr. Man trifft sich immer 2mal im Leben, ich sage das auch sehr oft und oft beziehe ich das auch auf mich selbst- Dinge erledigen, bevor man geht; Menschen immer mit Respekt behandeln; mich selber im Spiegel anschauen können… usw.
Ich schaffe es nicht, völlig urteilsfrei zu sein, ist jedoch auch nicht mein Anspruch. Dein indianischer Spruch sagt mir, möglichst viel Toleranz zu haben und Verständnis für andere Menschen, auch wenn ich ihr Verhalten nicht verstehe, es wird seinen guten Grund haben…genauso wie es einen guten Grund gibt, dass sich jemand mit gegenüber so verhält…
Jetzt werd ich mal nachdenken, mit welchen Sprüchen ich so mein Leben bereichere…
Allerliebste Grüsse Andrea
am 28. Oktober 2009 um 3:37 Uhr.
Hallo liebe Dori,
mit den Sprüchen aus Deiner Kindheit bin ich auch groß geworden und habe sie heute noch oft im Kopf. Es ist schon erstaunlich, wie einen solche Worte prägen. Erst heute, mit einem anderen Bewusstsein, einer anderen Denkweise kann ich mich von solchen Aussagen lösen.
Mich begleitet ein Zitat von Dalai Lama, welches Hape Kerkeling in seinem Buch “Ich bin dann mal weg” seit Jahren. “Wenn Dich ein Gedanke quält , lass ihn einfach fallen”. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich oft nicht von meinen ewigen Grübeleien lösen und habe mir damit oft das Leben unnötig schwer gemacht.
Nach dem ich das gelesen habe, stellte ich mir immer vor, wie ich diese bestimmten Gedanken einfach auf den Boden fallen ließ und wegging.
Ich ließ ihn so oft fallen, bis er einfach nicht mehr wiederkam und diese Vorstellung hat mir sehr geholfen.
Liebe Grüsse und danke dass Du dieses Thema aufgegriffen hast.
Anka
am 28. Oktober 2009 um 9:06 Uhr.
Liebe Iris,
das ist schön – da wird Gaba sich freuen. Das ist wirklich eine schöne Blogparade,
so wird man angeregt, einmal über seine Leit- und Glaubenssätze nachzudenken.
Im Augenblick betreibe ich ganz intensiv Gedankenkosmetik, d.h. die ständig wiederkehrenden negativen werden einfach sofort durch positive ersetzt. Das hört sich jetzt sehr einfach an, funktioniert aber wirklich prima.
Sonnengrüße für Dich,
Dori
am 28. Oktober 2009 um 9:12 Uhr.
Ich habe mich zuerst auch ein wenig schwer getan, liebste Babsi.
Aber als ich erst einmal anfing zu schreiben, kam es dann wie von selbst. Wenn ich so im Fluss bin beim Schreiben, dann ändere ich hinterher auch nichts mehr ab, dann ist das absolut stimmig für mich.
Fährst Du eigentlich in Urlaub? Ich habe da ein paar Mal so etwas in der Richtung gelesen?
Wie dem auch sei,
ich sende Dir die HERZlichsten Grüße nach Wien,
Dori
am 28. Oktober 2009 um 9:12 Uhr.
Lieber Jürgen,
ein Kopfmensch sind/waren wir doch alle. Mann kann doch lernen. Ich schreibe absichtlich „Mann“, weil doch sehr sehr viele Männer davon betroffen sind und die rechte Gehirnhälfte – sprich die Intuition und die Verbundenheit mit allem was ist – nicht recht zu nutzen wissen. Aber das kann man lernen und üben, und dann wird man immer besser und besser und besser. Schön ist es, dass es Dir beWUSST ist. Und glaube mir, ich war der Be- und Verurteiler schlechthin. Die Akzeptanz habe ich mir selbst beigebracht, und seitdem geht es mir in vielerlei Hinsicht viel besser.
Ich wünsche Dir einen erfolgreichen Tag in allem, was Du tust oder sein lässt.
Dori
am 28. Oktober 2009 um 9:12 Uhr.
Lieber Rainer,
lach – naja 38-39 ist da schon richtiger. Beim Lesen Deines Kommentars fiel mir dann ein, wie ich als kleines Mädchen mit den hochhackigen Pumps meiner Mutter herumstolziert bin und mir die Füße fürchterlich weh taten, weil meine kleinen Füsschen natürlich 2 Mal hineingepasst hätten. Aber ich war so stolz, dass ich sie tragen durfte….
Das Hineinversetzen in einen anderen Menschen ist eine gute Sache. Ich über auch immer noch.
Sonnigste Grüße, Dori
am 28. Oktober 2009 um 9:17 Uhr.
Liebste Andrea,
ich versuche auch, einen „guten Eindruck“ zu hinterlassen. Ich bemühe mich, niemanden zu verletzen. Ich möchte, dass man liebevoll an mich denkt und nicht mit Wut, Hass und Enttäuschung im Bauch. Denn man trifft sich wirklich immer 2 mal im Leben, diese Erfahrung habe ich wirklich gemacht. Natürlich gelang mir das nicht immer. Und bei Menschen, die mich aufgrund meines äußeren Erscheinungsbildes oder meiner Ausstrahlung von vornherein ablehnen, kann ich noch so viel Licht und Liebe in die Situation hinein geben, das hilft dann nicht. Und ich bin auch nicht völlig vorurteilsfrei, ich bin auch nur ein Mensch, und vollgestopft mit vielen Glaubenssätzen aus meiner Kindheit. Aber ich kann es inzwischen SEHEN und FÜHLEN, und das ist mir ganz ganz wichtig. Ich schaffe es immer besser und besser, NICHT im Außen zu leben, und darüber freue ich mich sehr.
Allerliebste Sonnengrüße für Dich,
Dori
am 28. Oktober 2009 um 9:20 Uhr.
Hallo liebe Anka,
meine Tochter meinte gestern lachend, sie habe auch eine Weisheit. „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Ich war sehr erstaunt und fragte sie, woher sie denn diesen Spruch habe. Von mir definitiv nicht. Sie sagt, sie wüsste es nicht – lustig, nicht wahr?
Ich habe zwar das Buch von Hape Kerkeling auch gelesen, aber diese Weisheit überlesen. Wahrscheinlich weil ich damals (vor eineinhalb Jahren cirka) mit anderen Dingen beschäftigt war. Das „Fallenlassen“ eines negativen Gedankens, diese Vorstellung gefällt mir sehr gut.
Herzliche Sonnengrüße
Dori
am 28. Oktober 2009 um 15:40 Uhr.
Liebe Dori,
so ein schöner Beitrag von Dir.
Wieder mit viel Gefühl, Feinsinn und Größe.
Und Dein Leitspruch, den sollte sich jeder zu Herzen nehmen, am Besten genau in den Momenten, wo sie sagen wollen:
MIR passiert sowas doch nicht.
und das wär dann schon wirklich ein ganz wichtiger Satz, der mein Leben sehr bestimmt:
SAG NIEMALS NIE
denn wir wissen nicht was morgen passiert und wie wir uns dann verhalten werden, im Guten wie im Schlimmen.
Mein allerwichtigste Leitspruch aber ist
AMOR VINCIT OMNIA
und ich muss davon überzeugt sein, wenn ich ans Leben glaube
Am Ende siegt immer die Liebe.
Dir ganz herzlich alles Liebe
elisabeth
am 28. Oktober 2009 um 16:17 Uhr.
Liebste Elisabeth,
sag NIEMALS nie - auch hiermit durfte ich schon einschlägige Erfahrungen sammeln, mit diesem Spruch. Bitte erinnere Dich an unser kürzliches Telefonat, wo ich (sinnbildlich) mit dem Fuß aufstampfend sagte: niemals!
Die Karten sagten etwas Anderes.
AMOR VINCIT OMNIA = LIEBE BESIEGT ALLES - das ist Dein Leitspruch, das ist authentisch, das fühlt sich gut an für mich. Und ich glaube, das lebst Du auch.
Lichtvolle Grüße in das schöne Wien sendet Dir
Dori
am 5. November 2009 um 13:24 Uhr.
[...] Dori’s Blog habe ich eine Blogparade entdeckt, die mich sofort begeistert hat. Gaba hat sie gestartet und [...]