Die Einladung
In 2007 habe ich das schöne Buch von Oriah Mountain Dreamer gelesen - die Einladung. Am Ende eines jeden Kapitels gibt es wundervolle Meditionsübungen. Ganz besonders berührt hat mich dieses Buch, weil die Autorin auch eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern ist, die sich irgendwie durchs Leben schlägt - und dabei auf ihrem spirituellen Weg und in ihrer Entwicklung immer weiter kommt. Dies gehört zu den wenigen Büchern, die ich gerne zwei Mal lese:
Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.
Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist. Ich will wissen, ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.
Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen. Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leids berührt hast, ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob Du verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual. Ich will wissen, ob Du mit dem Schmerz - meinem oder Deinem - dasitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen. Ich will wissen, ob Du mit der Freude - meiner oder Deiner - dasein kannst, ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.
Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein. Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst. Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig. Ich will wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist und ob Du Dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst. Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern - meinem und Deinem - leben kannst und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmondes rufst: “Ja!”
Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo Du lebst und wieviel Geld Du hast. Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung, erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für Deine Kinder getan werden muss.
Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie Du hergekommen bist. Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.
Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast. Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt. Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gerne mit Dir zusammen bist.
(Oriah Mountain Dreamer)

am 21. August 2009 um 23:15 Uhr.
das ist ein schöner text, den kenne ich seit jahren, und das ist auch das einzige was ich von der frau mountain dreamer kenne
der text hat so viele facetten, dass man auch nach hundert mal lesen immer wieder aspekte findet, die man vorher nicht bedacht hat.
am 22. August 2009 um 9:02 Uhr.
…diesen Text kenne ich schon lange - aber dass ich ihn gerade heute hier bei Dir finde, hat eine besondere Bedeutung für mich.
Danke Dir von Herzen . nichts geschieht ohne Grund?
Schon lange lese ich still hier bei Dir, heute lasse ich Dir einen warmen Gruß da. Es ist so schön, dass es diese Seite gibt - sie gehört zu meinem täglichen Blogspaziergang.
Ulla
am 22. August 2009 um 9:07 Uhr.
Liebste Dori,
ich liebe diese Zeilen so sehr, dass ich sie immer wieder lese, um immer wieder Neues zu entdecken - an MIR! Um hineinzuspüren, was mir wirklich, wirklich wichtig ist, und das verändert sich auch immer wieder…
Am stärksten berührt mich folgende Zeile:
Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein.
Und ich kann sie jetzt mit einem klaren Ja beantworten! Ich konnte das lange Zeit nicht… Danke dir für die schöne Erinnerung!
Einen wunderschönen Samstag für dich!
Von ♥en, Elisabeth
am 22. August 2009 um 15:10 Uhr.
Liebe Dori,
“Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein. Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst.” Das ist wohl eine der schwersten Dinge, die auf unserem eigenen Weg auf uns warten.
Eine Freundin hat mich - als ich genau vor einer solchen Herausforderung stand - ziemlich unsanft darauf hingewiesen, wie viel Wahrheit in dem Wort “Rück-Sicht” steckt. Um uns weiterzuentwickeln, müssen wir nach vorne schauen.
Giannina hat recht. Diesen Text können wir immer und immer wieder lesen. Und jedes Mal werden wir etwas Neues entdecken, weil wir ihn immer besser und anders verstehen.
Liebe Grüße,
Jürgen
am 23. August 2009 um 8:33 Uhr.
Liebe Giannina,
ich könnte ihn auch immer wieder lesen. So vieles hat sich auch in meinem Leben ereignet, die Worte passen zu mir und zu meinen Vorstellungen.
Sonnige GrÜße, Dori
am 23. August 2009 um 8:34 Uhr.
Liebe Ulla,
offensichtlich kennen diesen Text viel mehr Menschen, als ich glaubte. Ich denke, dass jeder auf seinem Weg irgendwann auf diesen Text trifft.
Danke für Deine wärmenden Worte
Dori
am 23. August 2009 um 8:36 Uhr.
Liebste Elisabeth,
ja ja ja!! ich kann es nur bejahen. Ich bin mir selbst treu, und selbst wenn ich einen Menschen ent-täuschen würde aufgrund meiner Selbsttreue, so könnte ich doch nicht anders.
Aber erst einmal musste ich dorthin kommen.Und wenn die Menschen sagen: Du bist aber stark, ich kann das nicht, ich bin so schwach, dann frage ich mich: habe ich nicht die Pflicht, für mich selbst zu sorgen, zu meinem Wohle, und zum Wohle aller Beteiligten?
Das durfte ich lernen.
Allerliebste Herzensgrüße
Dori
am 23. August 2009 um 8:39 Uhr.
Liebster Jürgen,
auch Dir sage ich diese gleichen Worte: ja, ich bin mir selbst treu. Immer öfter, und immer besser und besser.
So hatte alles doch sein Gutes.
Das nehmen mir viele Menschen übel, und bezeichnen mich als egoistisch und rücksichtslos, weil ich “nur an mich denke”.
Allen voran die Frau, die mich geboren hat. Nun gut, das muss ich akzeptieren, sie können halt nicht anders.
Ich bin stets bemüht, niemanden zu verletzen, aber ich schaue zu mir hin ohne schlechtes Gewissen. Und das kann ich erst seit 2 Jahren, das lernt man dann
Allerliebste Sonnengrüße
Dori
am 23. August 2009 um 13:13 Uhr.
liebste dori
diese zeilen haben mich bei elisabeth schon so berührt dass ich sie ausdrucken mußte.jetzt lese ich sie wieder…und bin wieder berührt..auf einer anderen art und weise.
auf die frage ob ich jemanden enttäuschen könnte um mir selber treu zu bleiben würde ich auch heute noch NEIN sagen.aber wer weiß*lächel*
immer mehr finde ich zu dem, was mir wichtig ist, was sich gut anfühlt, was für mich leben ist..
herzlichste sonntagsgrüße von herzen aus dem schönen wienerwald von babsi
am 24. August 2009 um 15:34 Uhr.
alleine das “ich will wissen ob du wirklich gern mit dir zusammen bist”, daran hängt sich das ganze selbstverständnis und es wirft eine wichtige frage auf, nämlich wie es um die selbstliebe bestellt ist. und ich lerne mehr und mehr, dass alles daran hängt, wie man sich selbst liebt und wie sehr man mit sich im reinen ist. und dass man auf sehr wackligem fundament steht, wenn es da nicht stimmt.
ach ich glaub ich sollte wirklich mal das ganze buch lesen
am 24. August 2009 um 20:22 Uhr.
Liebe giannina,
[Werbung an] und wenn Du mit diesem Buch fertig bist, dann kannst Du ja mal wieder bei mir vorbeischauen. Ich hätte da vielleicht was für Dich und alle anderen, für die Selbstliebe ein Thema ist. [Werbung aus]
Auf Deiner Seite habe ich gerade den Link zu “Seelenlicht” entdeckt und bin begeistert. Allein schon die Aufmachung von Manuelas Website hat etwas Heilendes. - Dori, falls Du die noch nicht kennen solltest, unbedingt besuchen! http://www.seelen-licht.com
Liebe Grüße an alle, die Doris Einladung gefolgt sind,
Jürgen
am 24. August 2009 um 22:19 Uhr.
lieber jürgen, ich darf dir voller freude verkünden dass ich die website von manuela gemacht habe
und nicht nur das, sie ist auch noch meine schwester, weswegen ich sie auch wärmstens empfehlen kann, denn ich weiss was sie tut
so, und da ich nun sehe dass dein ebook schon online ist, geh ich da auch gleich mal gucken.
und pardon liebe dori, falls das hier alles etwas vom thema abgeschweift sein sollte
liebe grüsse
giannina
am 1. September 2009 um 10:22 Uhr.
Seit vielen Jahren einer meiner Lieblingstexte
Übrigens wunderschön vertont von Laith Al-Deen:
LG Sunny
am 1. September 2009 um 12:01 Uhr.
Danke für den Tipp liebe Sunny.
Sonnengrüße - Dori
am 13. November 2009 um 23:56 Uhr.
Jetzt erst gesehen,
gern geschehen
Alles Liebe,
Sunny