Bis zum Schluß
Du kämpfst - bis zum Schluß. So, wie Du es eigentlich Dein ganzes Leben lang getan hast.
Als Kind hattest Du Kinderlähmung, im späteren Leben folgten Jahre, in denen Du nicht eine einzige Krankheit “ausgelassen” hast. Bis auf die eine, die hier kam zum Schluß.
Eine Familie hast Du Dir Dein ganzes Leben lang gewünscht, einen lieben Ehemann und Kinder. Kinder und Tiere, da lief Dein riesengroßes Herz über vor lauter Liebe. Aber weder ein treuer Partner noch Kinder sind nun an Deiner Seite, lediglich eine Handvoll Kollegen, die Dich (noch) nicht aufgeben wollen. 25 Jahre bist Du in diesem Unternehmen, und jeder hier hat Dich stets bewundert wegen Deiner Fröhlichkeit. Und wenn jemand “Stehaufmännchen” zu Dir sagte, dann warst Du stolz. Darauf, dass Du immer wieder aufgestanden bist und gekämpft hast. Immer weiter.
“Wir können nichts mehr für Sie tun”, sagten Dir die Ärzte in der vorigen Woche. Du sollst Deine “Angelegenheiten regeln”. Doch Du bestehst auf weiteren Chemos, sie sind Dein einziger Strohhalm. Doch Dein Körper ist inzwischen zu schwach für weitere Chemos, er würde diese sowieso nicht mehr überleben.
Die Schwestern haben Dir die Wände in Deinem Zimmer mit ganz vielen Strandkorbbildern verschönert. “Ich will nur noch einmal das Meer sehen”, flüsterst Du. Und alle im Raum wissen, dass Du “es” diesmal nicht schaffen wirst.
Lass doch los, meine Liebe. Hör auf, Dich zu quälen. Es ist schön dort, wo Du jetzt bald hingehen wirst. Und wer weiß, wen Du dort alles triffst? Lass los!
Bon voyage - gute Reise wünsche ich Dir. Wir sehen uns, irgendwann………………

am 11. August 2009 um 19:52 Uhr.
Ich war hier, habe gelesen und geweint.
alles Gute
elisabeth
am 11. August 2009 um 20:30 Uhr.
Liebste Dori,
ich schicke einpaar Gedanken an diesen Mensch, obwohl mir unbekannt, geht es mir sehr sehr nahe. Danke für Deine lieben Worte, Du starke Dori,
das berührt mich sehr sehr tief….
Liebe Grüße von Erika
am 11. August 2009 um 21:31 Uhr.
Liebste Elisabeth,
dies Mal geht es besonders unter die Haut.
Danke für Deine Worte.
Dori
am 11. August 2009 um 21:32 Uhr.
Liebste Erika,
auch Dir lieben Dank. Ich musste mir das einfach von der Seele schreiben.
Viele liebe Grüße
Dori
am 12. August 2009 um 7:33 Uhr.
Sprachlos sitze ich hier und lese diese Zeilen.
Dori - wie hätte man diese Gedanken besser ausdrücken können?
Wer Dich kennen darf, kann sich wirklich REICH fühlen.
Auch wenn ich die Person nicht kennen, die sich nun bald auf die Reise begeben wird - ich wünsche ihr alles Liebe
von einer nachdenklichen Irene
am 12. August 2009 um 9:58 Uhr.
Lieber Karl-Heinz,
danke für Deine lieben Worte.
Die Stimmung hier ist sehr gedrückt zur Zeit, und alle Menschen, die mit ihr zu tun hatten, sind mehr als betroffen.
Allerliebste Grüße
Dori
am 12. August 2009 um 10:00 Uhr.
Liebste Irene,
ich habe mir natürlich auch Gedanken gemacht, warum ich diesmal so besonders betroffen bin. Sicherlich hatte ich die Person sehr gerne.
Ich hatte vor 2 Jahren selbst solch eine Schreckensdiagnose, aber ich bin immer noch da. Das erfüllt mich mit allertiefster Dankbarkeit.
Liebe Sonnengrüße
Dori
am 12. August 2009 um 10:45 Uhr.
Liebste Dori,
diese Zeilen gehen mir so sehr ans Herz… Tränen in den Augen… Warum ist das Loslassen so schwer…!? Vielleicht weil viele Träume unerfüllt blieben!?…
Ich drück dich ganz lieb… Elisabeth
am 12. August 2009 um 10:52 Uhr.
Liebste Elisabeth,
das Los-Lassen - das fällt uns allen schwer. Nicht nur das Loslassen unseres Lebens. Auch von Kindern, Partnern, Freunden, Lebensumständen. Ich mochte noch nie Trennungen oder Abschiede, jedoch fällt es mir inzwischen leichter.
Im umarme Dich,
Dori
am 12. August 2009 um 10:52 Uhr.
schluck - ein Teil meiner Seele (der mitfühlendste, liebevollste und vorausschauendste) ist nun ganz nah bei Deiner Kollegin und bei Dir, liebe Dori.
am 12. August 2009 um 10:58 Uhr.
Lieber Jürgen,
wir sind alle sehr traurig.
Und so schlimm sich das jetzt in diesem Moment anhört, aber es ist wirklich so: der Planet dreht sich weiter und weiter und weiter.
Lieben Sonnengruß
Dori
am 12. August 2009 um 13:29 Uhr.
Liebste Dori
ich habe gelesen, geweint und spürte zuerst in mir drinnen einen starken Schmerz obwohl ich diesen Menschen nicht kenne. So traurig deine Worte aber auch liebevoll berührend..ich lese immer wieder während ich meinen Tränen freien Lauf lasse
Liebe Dori, danke dass du diese Gedanken mit UNS teilst
herzlichst von Babsi
am 12. August 2009 um 15:10 Uhr.
Liebes Muttl,
ich lese gerade diesen Beitrag und stehe kurz vor den Tränen. Das ist ja wirklich soo traurig. Ich habe Deine Kollegin zwar nur einmal kurz getroffen, aber trotzdem treffen mich solche Geschichten immer sehr.
Aber genau solche Schicksale holen mich ab und an auf den Boden der Tatsachen zurück. Man muss jeden Tag und überhaupt das Leben geniessen, jede Möglichkeit nutzen und sich nicht immer so hängen lassen.
Es kann immer noch schlimmer kommen!
Ganz liebe Grüße an meine Sonnenmami
am 12. August 2009 um 15:27 Uhr.
Liebste Babsi,
DU fährst jetzt erst einmal schön in die Reha und lässt es Dir dort so richtig gut gehen. Und dann kommst Du gestärkt zurück, und weiter gehts. So ist das Leben.
Und wie heißt es so schön? Besser und besser und besser!
Allerliebste Herzensgrüße
Dori
am 12. August 2009 um 15:29 Uhr.
Meine Sonnentochter,
ganz richtig - Leben im Hier und Jetzt. Genießen. Jeden Tag ganz bewußt erleben, die unwichtigen und irrelevanten Dinge und alles, was einem nicht gut tut, ausklammern, so weit es möglich ist.
Und wie sagt Deine Mutter immer? Nur Fledermäuse lassen sich hängen.
Ich umarme Dich,
Deine Mama
am 14. August 2009 um 19:43 Uhr.
Liebe Dori,
gerade noch bin ich über Martinas Buchstabenwiese spaziert und nun bei dir gelandet. Ich habe deinen Text gelesen und geweint.
Mein Mann ist seit drei Jahren unheilbar krank. Diese ständige Angst vor dem “Wir können nichts mehr für Sie tun” , dass uns irgendwann einmal bevorsteht, hast du in deinem Text so sanft und einfühlsam beschrieben. So grausam und doch so schön. Ich danke dir dafür. Denn was zählt, ist das Jetzt und das Heute.
Liebe Grüße
Iris
am 15. August 2009 um 8:24 Uhr.
Liebe Iris,
eigentlich ist es ja das Einzige, was zählt - das Jetzt und das Heute. Dennoch machen sich die Menschen oft mit Kleinigkeiten verrückt. Viele schaffen es erst, sich auf den Augenblick zu konzentrieren, wenn sie verstanden haben, dass sie nicht für unendliche Zeit HIER sind.
Ich wünsche Dir und Deinem Mann alles Liebe und ganz viel Mut, Kraft und Stärke, um Euren Weg bewußt weiterzugehen.
Viele liebe Sonnengrüße
Dori
am 15. August 2009 um 18:26 Uhr.
Liebe Dori,
vielen Dank für deine Wünsche.
Liebe Grüße
Iris