Vergangene Nacht

Heute morgen am Frühstückstisch war das Thema Nr. 1 die vergangene Nacht.

Am gestrigen Dienstag war das Wetter hier im Harz traumschön. Angenehme Temperaturen, strahlendblauer Himmel, kleine weiße Wölkchen, ein kühlender Wind wehte den ganzen Tag über.

Abends haben “die Mädels” und ich das Abendessen ausfallen lassen und an diesem strahlendschönen Abend so “getan”, als seien wir alle im Urlaub. Wir haben im Biergarten gesessen, eine Kleinigkeit zu uns genommen, geschwatzt was das Zeug hält, und Schwarzbier getrunken. Jawohl. Bis dahin kannte ich diese Bierart nicht, aber eisgekühlt an einem warmen Sommerabend empfinde ich sie als sehr erfrischend.

Irgendwann später am Abend rief mich meine Freundin Gabriele an und berichtete unter anderem, ein schreckliches Unwetter habe sich gerade über Neuss entladen. Nö, bei uns ist das Wetter wunderbar, entgegnete ich ;-)

Bis letzte Nacht um 1 Uhr. Schlagartig wurde ich wach und dachte, jemand habe in meinem Zimmer das Licht angeknipst. Taghell war es in dem Raum, die Gardine wehte weit ins Zimmer hinein. Als ich halbwegs wach war registrierte ich, dass es blitzte. Mindestens eine Minute lang folgte ein Blitz dem nächsten. (Der junge Physiotherapeut von heute morgen dachte, sein Computer sei wieder angegangen, weil es taghell war). Dann kam ein unglaublicher Donner, der nicht mehr verstummen wollte. Das anschließende Grollen und Grummeln dauerte endlos.

Das ganze Gewitter dauerte insgesamt ungefähr 1 Stunde. In meinem ganzen Leben habe ich solch ein Gewitter noch nicht erlebt. Noch nie habe ich vor einem Gewitter Angst gehabt, aber in der letzten Nacht war es mir sehr mulmig zumute. Irgendwann, als die Blitze und Donner beinahe gleichzeitig kamen, stand ich auf und schloss die Balkontüre. Lange Zeit stand ich dann dort und habe mir dieses unglaubliche Naturschauspiel angeschaut. Faszination pur auf der einen Seite, aber auch das Gefühl, dass das Wetter “irgendwie nicht mehr normal” ist in diesem Jahr.

8 Kommentare zu “Vergangene Nacht”

  1. Jürgen

    Liebste Dori,

    dieses Gefühl teile ich. Irgendetwas “ist in der Luft”. Ulrike und ich standen ja vor ein paar Tagen auch fasziniert am Balkonfenster, als hier sintflutartige Schauer den Hang hinunterliefen. Zum Glück wohnen wir ganz oben, sodass uns Wasser im Keller und Ähnliches erspart blieben.

    Ich finde es ganz große Klasse, dass Du uns alle so an Deinem Aufenthalt im Harz teilhaben lässt. Ich glaube, es gibt nur sehr wenige Seiten im Netz, die das Prädikat “authentisch” mehr verdient haben als das Chakra Balance Blog. Du bist einfach großartig!

    Liebe Grüße,
    Jürgen

    PS: Gestern habe ich damit begonnen, meine drei Fragen aus dem “Stöckchen” auch selbst zu beantworten. Da habe ich erst gemerkt, welche Herausforderung es ist, sich Gedanken zum Thema “Was macht ein gelungenes Leben aus?” zu machen und auch noch verständlich zu formulieren. Die Antworten zu den Lernen- und Lieben-Fragen folgen dann nach und nach.

  2. Erika

    Liebste Dori,
    bei uns hat es heute morgen gegen 4.00 auch ganz lange und viel geblitzt und auch gedonnert, aber die hellen Blitze haben mich auch sehr verwundert. Und der Hammer , die andern haben das nicht gemerkt ;-)
    So viele Blitze habe ich auch selten gesehen. Alles Liebe Dir noch
    liebe Grüße Erika

  3. andrea2007

    Liebste Dori, und in Spanien sind Waldbrände aufgrund von einer Hitzewelle, in China Überschwemmungen usw. DAS ist alles nicht mehr normal, immer diese extreme…Wenn hier in den Bergen Gewitter losgehen, dann ist da auch so laut (letztens hat die Erde gezittert dabei) und so taghell nachts, wie Du das beschreibst und manchmal ist es schon ein wenig unheimlich. Zum Glück schlagen die Blitze meist in den See ein…

    Wir geniessen hier zum Glück zur Zeit einmal wirklich wundervolles angenehm temperiertes Sommerwetter und nachts kühlt es so ab, dass wir gut schlafen können.

    Alles Liebe und weiterhin gute Erholung für Dich, Andrea

  4. Babsi

    du liebe dori

    ich kann mir lebhaft vorstellen wie dir zumute war. ich mag gewitter sehr und beobachte vom fenster die blitze aber wenns zuu heavy wid da wird mir mulmig. es ist einfach schon stark diese naturgewalten, diese energien die frei werden…

    hiie in wien hats grade an die 36 grad

    alles liebe von babsi die wieder in der heimat ist

  5. elisabeth wendt

    Liebe Dori,
    da hast Du ganz bestimmt recht.
    Alles wird ziemlich extrem.
    Wie ein großes Wachrütteln und dann aber auch klingt ein Abschied vom Alten, Gewohnten mit.
    In der Natur sehen wir es am besten, wie wenig wirs im Grunde in der Hand haben - das Leben - und nur streckenweise uns einbilden, da könnten wir was planen….
    Dir noch eine schöne, erholsame Zeit
    elisabeth

  6. Elisabeth

    Liebste Dori,
    ja, so schnell kanns gehen! Bei uns hatte es heute 37°C, ein wolkenloser Himmel - doch jetzt beim Nachhausegehen habe ich gesehen, dass sich von Westen her eine dunkle Wolkenwand nähert… Wer weiß, was diese Nacht zu uns nach Wien kommt! Über ein Gewitter würde ich mich freuen! :-)
    Allerliebste Sonnengrüße zu dir, Elisabeth

  7. Gabriele Bruns-Härig

    Herzallerliebste Sonnenfrau,

    in diesen extremen Wetterverhältnissen sehe ich einen sehr tiefen Sinn. Sie passen zu allem, was im Moment auf der Welt geschieht… alles gerät an Grenzen, läuft anders als gewohnt, lädt dazu ein, mal intensiver hinein zu fühlen… was da eigentlich vor sich geht… und auch, warum.

    Der gestrige Besuch einer ganz besonderen Ausstellung über das Universum, den Kosmos, die Sterne, Galaxien, Sonne, Mond und Erde hat mich zutiefst darin bestärkt und bestätigt, daß sehr große veränderungen auf die Menschheit zukommen und wir uns längst in einem Umwandlungs- und Vorbereitungsprozess darauf befinden.

    Ende 2012 tritt die Erde in die 5. Dimension ein. Es führt jetzt zu weit, hierauf näher einzugehen an dieser Stelle. Doch spirituelle Menschen beschäftigen sich mit diesem Thema schon länger und sehen daher diesen enormen Veränderungen, die letztendlich dem Wohle aller dienen werden, gelassener entgegen… es ist eine Frage des Bewusstseins.

    Liebe Seelengrüße und weiterhin eine zauberhafte Zeit…ganz für dich

    Gabriele :-)

  8. Mike

    Gestern durfte ich auch so ein Naturschauspiel bei uns erleben.
    Am Tag über wars wolkenfreier Himmer und Hitze, Abends dann begann sich´s zusammenzubrauchen und dann gings richtig los.

    Ich kann mich nicht erinnern jemals im Sommer um 20 Uhr eine solche Dunkelheit erlebt zu haben. Pechschwarze Wolken, Blitze, Donner, für eine gute Viertelstunde und dann gabs einen Platzregen. Und als Sahne obendrauf gabs noch einen ordentlichen Schuss Hagelschauer hinterher das der Garten vor meiner Hütte für ein paar Minuten in weiß gekleidet war.
    Angst hatte ich noch nie bei Gewitter..gestern auch nicht.
    Im Gegenteil, ich schaue dann gerne zu wie Mutter Natur zeigt was sie so drauf hat.
    Nur das Gefühl von “alles ist irgendwie nicht mehr normal”..das hatte ich eben früher nicht…jetzt schon.

    Aber es heißt ja auch, früher sind verklärte Erinnerungen…

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