Armer Michael Jackson
Heute Morgen hörte ich es – auf dem Weg zur Arbeit. Ein strahlendschöner Junisommermorgen, und der Nachrichtensprecher verkündet:
Michael Jackson ist tot. Gestern gestorben im Alter von 50 Jahren!
Als siebtes von neun Kindern 1958 im Schwarzen-Ghetto von Gary (US-Bundesstaat Indiana) geboren, war Jackson bereits ein Kinderidol. Doch «Little Michael» im Afro-Look klagte später in TV-Interviews über seine «verlorene Kindheit». Im Laufe der Jahre wurde seine Haut immer weißer.
Ende 20 war ich – so alt wie mein Sohn jetzt – als sein Album „Thriller“ erschien. Was habe ich diese Songs geliebt – diese Musik zu hören verhieß mir ein Stückchen Freiheit. Als Mutter von zwei kleinen Kids war ich ans Haus gebunden und hatte nicht viele Kontakte zur damaligen Zeit. Die Musik von Michal Jackson jedoch ließ mich tief in eine andere Welt eintauchen, in (m)eine Traumwelt, und meine Kinder tanzten schon im Alter von 3 und 5 Jahren mit mir zu seinen Songs.
Die Video-Clips waren zur damaligen Zeit spektakulär. Ein ganz neuer Tanzstil wurde kreiert, der besondere von Michael performte Tanzstil, (erinnert sich nicht jeder an seine genialen Rückwärtsschritte?), den später Tausende Künstler zu kopieren versuchten. Aber niemand konnte ihm auch nur ansatzweise das Wasser reichen.
Er hat mir immer schrecklich Leid getan. Seine verzweifelten Versuche, ein wenig Glück zu erhaschen, Kinder in die Welt zu setzen, sich eine Familie aufzubauen, was sein ganzes Glück gewesen wäre – gescheitert. All der Erfolg, die Fans, das ganze Geld, die Riesenanwesen, haben ihm nichts genutzt.
Diana Ross war sein großes Idol, sein Vorbild, sie war für ihn die schönste Frau der Welt. Als kleiner Junge hat er sie schon verehrt, und in späteren Jahren folgte eine Gesichts-OP nach der anderen, bis er zum Schluss beinahe so aussah wie die berühmte Sängerin der Surpremes.
Armer reicher Junge, arme gequälte Seele, die jetzt endlich ihre Ruhe gefunden hat. Sein Herz hat einfach aufgehört zu schlagen. Vielleicht von selbst, vielleicht mit ein wenig „Nachhilfe“, wer weiß das schon. Es spielt auch nicht wirklich eine Rolle.
Die 80er Jahre ohne Michael Jackson sind einfach nicht vorstellbar, seine Lieder, die er der Welt hinterlässt, sind in meinen Ohren zeitlos und erinnern mich an eine sehr sehr schöne Zeit in meinem Leben.
Lieber Michael, BON VOYAGE!

am 26. Juni 2009 um 16:19 Uhr.
Liebe Dori,
seit ich keine Nachrichten mehr höre, habe ich heute erst über Twitter erfahren, dass Michael Jackson gestorben ist. Ich hatte auch ein Gefühl der Traurigkeit in mir, denn seine ganze Geschichte hatte immer etwas tragisches.
Obwohl ich kein Jackson-Fan bin und auch nie war - einfach weil ich eine andere Musikrichtung mag, tut mir unendlich leid, welches Leben dieser Mann letztlich geführt hat. In der Tat eine arme, gequälte Seele, die nie die Erfüllung fand und wohl letztlich trotz aller Erfolge und allen Reichtums nie das wahre Glück fand. Jemand, der nie fähig war, sich selbst so zu lieben, wie er war und das Glück von seiner äußeren Gestalt abhängig gemacht hat.
Ich wünsche dieser Seele nun Frieden und Versöhnung…
alles Liebe
Irene
am 26. Juni 2009 um 19:08 Uhr.
Du süße Dori,
auch wenn man ihn nicht hätte mögen, nachdem man Deine Zeilen gelesen hat, spätestens dann wäre das Herz für den armen Michael
geschmolzen. das ist wahre Transformation in Liebe.
alles Liebe
elisabeth
am 26. Juni 2009 um 21:19 Uhr.
Liebe Dori,
auch mich hat der plötzliche Tod von Michael Jackson berührt. Was ich ganz furchtbar finde, sind die vielen Promis, die plötzlich bekunden, was für ein feiner und aufrechter “Kerl” er doch war…ebenso die Presse. Obwohl ich mich dem Rummel entziehen möchte, gelingt es nur sehr schwierig. Allgegenwärtig sind die Berichte über den “wahren” Jacko.
Ach - Hätten die halt schon mal vor ein oder zwei Jahren darüber gesprochen, als er als Zielscheibe der Öffentlichkeit angeklagt wurde, dann hätte er sich vielleicht anders entschieden und der Welt noch viele schöne Melodien geschenkt.
Zum Glück lebt seine Musik weiter…
Viele liebe Grüße aus dem Isartal,
besser und besser,
Gaba
am 27. Juni 2009 um 11:03 Uhr.
Ich kann dir in allem nur zustimmen. Er war ständig auf der Suche und auch das viele Geld und seine Berühmtheit haben ihm nicht dabei geholfen. Ich wünsche ihm, dass er jetzt den Frieden und die Ruhe findet, die er auf dieser Welt nie hatte.
Alles Liebe
Nina
am 27. Juni 2009 um 15:23 Uhr.
… ich bin auch der Meinung, dass er jetzt endlich seinen Frieden und Ruhe finden wird … armer Kerli … Seine Musik wird auch mir unvergesslich bleiben, sie hat meine Jugend sehr geprägt …
LG Sabine
am 27. Juni 2009 um 20:08 Uhr.
liebe dori
ich habe als kleines zwergal damals noch mitn walkman zu seinen lieder getanzt und mitgesungen so wies halt kinder tun. er war ein stück meiner kindheit und das wird er für mich immer bleiben
eine wirklich arme seele, von seinem vater u.a unter druck gesetzt sodass er sogar alles tat um “weiß” zu werden….
ein trauriges genie, dass nie vergessen wird!!!!
alles liebe michael!!!!
babsi