Stricken statt Yoga
In New York ist Handarbeit der letzte Therapie-Schrei
Dies ist die Überschrift eines interessanten Artikels in der Berliner Zeitung. In New York ist das Strickfieber ausgebrochen und sog. Strick-Cafes als Begegnungsstätte werden ins Leben gerufen (das ist ja mal eine coole Idee!), und Stricken wird als begleitende Therapiemaßnahme bei Krebsbehandlungen und Angstzuständen eingesetzt.
Bestimmt zwanzig Jahre meines Lebens hatte ich nicht mehr gestrickt. Als die Kinder klein waren, wurden sie natürlich von oben bis unten mit selbstgestrickten Sachen eingekleidet. Irgendwann hörte ich mit dem Stricken auf, weil ich kaum noch die Zeit fand. Übrigens - die Vorliebe für das Stricken habe ich wohl von meinem Vater geerbt. Er hat mir das Stricken beigebracht und in seiner Rentnerzeit immer Socken gestrickt, die er dann an Weihnachten der Caritas in unserem Ort vorbeibrachte.
In 2007 – als ich krank wurde – habe ich das Stricken wieder zurückgeholt in mein Leben. Zuerst habe ich ganz vorsichtig mit Schals begonnen, habe Kinder und Freunde mit Schals, Handschuhen und Mützen bestrickt. Als nächster Step kam dann der erste Pullover, und es folgten weitere.
Inzwischen habe ich immer irgendein Strickzeug in Arbeit. Ich brauche zwar etwas länger zur Fertigstellung der Teile, da ich so viel Anderes zu tun habe, aber es muss immer etwas in Arbeit sein. Wie andere Menschen an schöner Kleidung oder Schuhen und Taschen interessiert sind, so bin ich es an einer schönen oder ausgefallenen Wolle.
Mittags – wenn die Kollegen zur Pause weg sind – schließe ich die Türe von meinem kleinen Büro, gehe 333-222-111 auf die Alpha-Ebene, und stricke eine halbe Stunde. Das hat für mich den Effekt der tiefsten Entspannung. Mit Bedauern lege ich dann mein Strickzeug wieder aus der Hand, um weiterzuarbeiten oder selbst etwas essen zu gehen.
Mein Strickzeug ist immer dabei. Und es ist sehr kontaktfördernd. Wenn ich irgendwo sitze und stricke - überall wo ich warten muss und beide Hände frei habe - werde ich auf mein Strickzeug angesprochen. Die Leute sind wirklich interessiert und fragen, was ich da mache, vor allem auch, weil Stricken sehr lange nicht modern war. Und eine attraktive Powerfrau, die sich in der Öffentlichkeit mit einer Handarbeit hinsetzt, erregt Aufsehen - wie ich festgestellt habe :-)
Stricken ist für mich wie Meditation. Auf meinem Sofa sitzend, ohne Nebengeräusche, einfach nur in das Klappern meiner Nadeln versunken und den Anblick der gestrickten Maschen versunken, finde ich mein inneres Gleichgewicht und meine Zentrierung. Als nächstes werde ich natürlich etwas für den kleinen Max stricken

am 25. Juni 2009 um 11:10 Uhr.
liebste dori
ich habe die sachen alle heute noch: stirnbänder,schals usw und verbinde mit ihnen schöne kindheitserinnerungen
aus jedem deiner worte spüre ich deine freude. ich glaube dir, dass es entspannend ist und es entsteht viel dabei, mit liebe gestrickt
meine mama hat früher viel für mich gemacht
liebe grüße an die sonnenfrau von babsi
am 25. Juni 2009 um 16:57 Uhr.
Liebe Dori,
ich bin ganz bei Dir, Handarbeiten ist eine der schönsten, entspannendsten sachen der Welt, man kommt in so eine Art Trance, die alles entwirrt und wieder klärt, auch uralte Familienprobleme, systemischer Art sogar lassen sich weghandarbeiten.
Ich häkle mit meiner Freundin Martina regelmässig.
Das hat uns auch näher gebracht. Beim Häkeln lässt sichs herrlich plaudern und philosophieren.
der einzige nachteil find ich, die Wolle ist in den letzten jahren so teuer geworden.
es ist also nicht mehr ein so günstiges Hobby wie früher.
Ich seh Dich strickend liebe Dori…
Alles Liebe und Gute
elisabeth
am 25. Juni 2009 um 17:08 Uhr.
Liebste Babsi,
angeblich hat mein Sohn seine Stricksachen immer gehasst (das glaube ich ihm aber nicht - lach).
Ich finde, er sah in jedem seiner Pullöverchen sehr süss aus (aber sag das mal einem erwachsenen Mann).
Das Stricken ist MEIN Ding, ich liebe es und wollte es nicht mehr missen.
Einen dicken Sonnenstrahl nach Wien sendet Dir
Dori
am 25. Juni 2009 um 17:10 Uhr.
Liebste Elisabeth,
mit anderen zusammen zu handarbeiten ist eine wirklich feine Sache. Im Augenblick stricke ich solch “ein tolles Teil”, dass ich es überall dabei habe, ich kann es einfach nicht zu Hause liegen lassen.
Aber Du hast Recht: schöne Wolle ist sauteuer, deshalb kaufe ich nie alles auf einmal, sondern lasse zurücklegen.
Auch Dir einen dicken Sonnenstrahl aus dem heißen Rheinland,
Dori
am 25. Juni 2009 um 18:40 Uhr.
Liebste Sonnenfrau,
da schreibst du mir so richtig aus der Seele! STRICKEN ist für mich nicht wegzudenken aus dem Leben und ich nutze Momente der Muße, Entspannung, des sich Neu-Sortierens, des Verarbeitens, Sacken-Lassens und der puren FREUDE, um etwas Schönes entstehen zu lassen.
Seit meinem 13. Lebensjahr stricke und häkle ich regelmäßig und habe die allerschönsten Erinnerungen an all die bezaubernden Stunden mit meiner lieben Mutter, in denen wir zusammen gestrickt, getratscht und Kaffee getrunken haben. In sämtlichen Lebenssituationen und an den verrücktesten Orten. Wie z.B. unser heißgeliebter Hochstand in der Wahner Heide, wo uns kein Mensch vermutet geschweige denn gefunden hat!
Genau wie du habe ich auch immer irgendetwas in meiner Stricktüte, woran ich arbeite…und wehe, wenn sie leer ist. Dann muss ich direkt zu meinem Lieblingsladen preschen…dem Wollgeschäft!
Möge in jeder Masche weiterhin so viel LIEBE stecken…
herzlichst
Gabriele
am 25. Juni 2009 um 23:10 Uhr.
Ich hatte eine Zeit, da war Stricken für mich geradewegs eine Sucht. Habe einen Pulli nach dem anderen gestrickt. Damals rauchte ich noch. Auf dem Sofa sitzend, strickend, klappernd, mit einer qualmenden Zigarette im Aschenbecher schöner Musik oder einem guten Film lauschend - das war einfach nur rundherum befriedigend für mich. Ich konnte meinen Gedanken außerdem herrlich nachhängen.
Mit dem Nähen auf der Maschine ging es mir eine Weile lang ebenso. Jetzt habe ich zu beidem keine Lust mehr. Doch so etwas kann ruckizucki reaktiviert werden.
Ich wünsche dir entspannende Stunden und herrliche Gedankenreisen - denn die habe ich dabei immer gemacht, oft mit sehr kreativem Ausgang!
LG an die attraktive Klappernadel,
Barbara
am 26. Juni 2009 um 9:50 Uhr.
Liebste Gabriele,
Du strickst und häkelst ja wirklich die bezauberndsten Sachen. Ich kenne Dich gar nicht anders als mit Wolle und Nadeln “bewaffnet”. Natürlich bin ich von Dir inspiriert worden, das Stricken wieder anzufangen, das ist doch wohl klar!
Allerliebste Sonnengrüße,
bis gleich - Dori
am 26. Juni 2009 um 9:51 Uhr.
Liebste Barbara - lach,
genauso - auf dem Sofa sitzend, Aschenbecher mit Zigarette drin, ein schöner Film oder schöne Musik - herrlich! Im Augenblick komme ich kaum zum Stricken abends - das finde ich schade. Ich sollte mir ein Headset gönnen, dann kann ich während der stundenlangen Telefonate stricken
Ich wünsche Dir ein strahlendschönes Wochenende,
Dori
am 27. Juni 2009 um 15:20 Uhr.
Hallo liebe Dori,
das ist ja interessant - du strickst?! Weißt du, dass ich auch stricke? Eine Zeit lang habe ich ganz viel gestrickt und in jüngerer Vergangenheit kaum … aber kürzlich habe ich mir Wolle gekauft mit der ich mir eine Art Schal oder Umhang (oder Stola, aber nicht dreieickig) stricken möchte … Hast du da nen Tipp für mich?
Liebe Grüße
Sabine
am 29. Juni 2009 um 10:28 Uhr.
Hallo liebe Sabine,
ich habe mir im letzten Winter so etwa Schönes gestrickt. Schau doch mal auf folgende Seite, da findest Du bestimmt etwas:
http://www.garnstudio.com/lang/de/kategori_oversikt.php
Fröhliche Sonnengrüße
Dori
am 9. Juli 2009 um 14:16 Uhr.
Du liebe Dori,
das alles (bis auf die attraktive Geschäftsfrau *g*) hätte ich so auch schreiben können - ich liebe die Strickerei auch
Ich glaube, mich gibts garnicht ohne Wollknäuel in der Tasche :-))
Interessant auch, daß man fast immer aufs Stricken angesprochen wird und daß sich oft interessante, fröhliche Gespräche daraus ergeben…
Liebe Grüße von Larissa
PS: Deinen Papa finde ich klasse :-)!