Wie geht es Dir?

DU LEBST IM AUGENBLICK
ALLES IST EINFACH KLAR
UND DIREKT
Die Apothekerin fragt mich gestern eindringlich: Wie geht es Ihnen? Sie sehen gut aus. Und so positiv und strahlend (dabei bin ich sehr müde).
Ich zögere einen Augenblick mit meiner Antwort und horche in mich hinein. Wie geht es mir heute?
“Früher” habe ich sogleich geantwortet: Gut. Oder Super. Oder supergut.
“Heute” spüre ich erst nach. “Früher” war vor der Erkrankung an Brustkrebs, “Heute” ist danach. Mein Leben hat sich irgendwie geteilt.
Mir geht es gut. Alle drei Monate muss ich zur Kontrolluntersuchung, und werde hierdurch daran erinnert, “dass da ja etwas war”. Die Schäden der Bestrahlung sind immer noch nicht ganz abgeklungen, und bei Wetterumschwung “grummelt” meine OP-Narbe. Ein Jahr lang habe ich jeden Abend eine Tablette genommen (diese Therapie dauert insgesamt 5 Jahre), angeblich kommt der Krebs dann nicht “so schnell” wieder. Die wirklich schrecklichen Nebenwirkungen dieser Medikamente konnte ich jedoch nicht mehr ertragen, und so habe ich sie Anfang des Jahres abgesetzt, seitdem geht es mir viel besser. Meine Ärztin hat beinahe einen Ohnmachtsanfall bekommen. Hin und wieder horche ich in mich hinein und frage mein Höheres Selbst, ob ich diese Medikamente nehmen muss. Und immer wieder bekomme ich als Antwort: NEIN. Ich verlasse mich hierbei voll und ganz auf meine Intuition.
Der von den Ärzten angekündigte vorzeitige Alterungsprozeß ist auch nicht eingetroffen, worüber ich mich natürlich sehr freue, aber irgendwie wusste ich das auch schon vorher. Und ich habe gelernt, meine Seele zu beschützen, zu schauen, dass es mir gut geht. Inzwischen kann ich das sehr gut, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Wenn ich eine Auszeit brauche, dann nehme ich sie mir. Wenn mir ein Mensch in meinem Umfeld nicht gut tut, dann darf er nicht mehr bei mir sein. Stress ist absolutes Gift für meine Psyche, und darf einfach keinen Platz mehr in meinem Leben haben. Aber die fürchterliche permanente Müdigkeit, die jeden Menschen begleitet, der an Krebs erkrankt, hat sich im Laufe der Zeit in Luft aufgelöst, sie ist gottseidank verschwunden.
Es geht mir gut. Das Hier und Jetzt ist entscheidend. Nicht wie es mir in einem Jahr geht oder in 10 Jahren. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich keine langfristigen Pläne mehr machen kann. Die reichen im Augenblick gerade mal bis zum Sommer. Aber auf den freue ich mich riesig.
Namasté, Dori ![]()
am 29. April 2009 um 12:32 Uhr.
Liebste Dori,
habe gerade beeindruckt und sehr berührt, Deinen Beitrag gelesen, Er löst viel Bewunderung in mir aus, wie Du mit Deiner ( vergangenen!) Krankheit umgehst, wieviel Mut und Zuversicht Du hier verbreitest. Ich bin immer sehr froh zu lesen, wenn es Dir gut geht.
Für mich persönlich, haben Deine Beiträge oft eine tröstliche, hilfreiche und klärende Wirkung, wenn ich mich mal wieder im Kreise drehe. Sie bewirken immer wieder mal eine Veränderung meiner Sichtweise auf diverse Probleme und “Wehwehchen”. Vielen lieben Dank dafür.
Zum Thema HIER UND JETZT hab ich auch noch ein paar schöne Zeilen, die ich sehr mag.
Dein wahres Zuhause ist der Augenblick. Wenn Du wirklich darin lebst, verschwinden Deine Sorgen und Nöte und Du entdeckst das Leben mit all seinen Wundern…..
Herzlichst
Sylvia
am 29. April 2009 um 15:47 Uhr.
Liebe Dori,
Deine heutigen Entscheidungen sind ja bekanntlich die Saat für Dein Leben von morgen. Ich wünsche Dir einen regen Austausch mit Deinem höheren Selbst und gute Antworten, die Dein Leben besser und besser gestalten.
Alles Liebe aus dem Isartal,
besser und besser,
Gaba
am 29. April 2009 um 19:55 Uhr.
Liebste Sylvia,
wie jedes Mal hast Du schöne Worte für Deinen Kommentar gefunden.
Dieser Augenblick - wo ich Dir die Antwort schreibe - ist wirklich mein wahres Zuhause.
Ich hatte einen schönen Tag voll dankbarer Augenblicke.
Und liebe Sylvia, Wehwehchen habe ich auch - wie jeder Mensch - hin und wieder.
Allerliebste Sonnengrüße
Dori
am 29. April 2009 um 19:56 Uhr.
Liebste Gaba,
heute habe ich wieder gesät - gestern und auch vorgestern nicht. Morgen werde ich es auch wieder tun
Und ich freue mich, wenn die Saat aufgeht - vielleicht braucht es bis dahin noch eine Weile, vielleicht sprießen die Samenkörner aber auch schneller, als ich denke.
Allerliebste Sonnengrüße
Dori
am 29. April 2009 um 20:23 Uhr.
Liebe Dori,
ich finde es wundervoll, daß Du ganz im Heute lebst und nicht alles das einfach nur machst, was die Ärzte richtig finden. Jeder Mensch spürt doch selbst am besten, was ihm gut tut. Heute leben wir, Heute. Jetzt. Jeder.
Alles Liebe und Gute!
Ellen
am 29. April 2009 um 20:30 Uhr.
Liebe Ellen,
im HIER und JETZT zu leben ist für einen Steinbock-Menschen wie mich nicht ganz einfach. Allerdings lebe ich in den letzten Jahren mehr und mehr meinen Aszendenten, den Löwen.
Die Erfahrungen, die ich gemacht habe, haben mich auf diesem Weg natürlich auch ein Stück weitergebracht.
Das, was nicht gut ist für mich, kann ich inzwischen gut und deutlich spüren.
HEUTE war ein wunderschöner Tag für mich.
Liebste Sonnengrüße
Dori
am 29. April 2009 um 21:18 Uhr.
Liebste Dori, wie immer bin ich tief beeindruckt darüber, wie Du mit Deiner Krankheit umgegangen bist, mit Deiner Gesundheit heute umgehst. Wie wertvoll, dass Du so in Dich hineinhören kannst, dass Du weisst, was gut für Dich ist und was nicht. Ich wünsche Dir von Herzen auch weiterhin einen guten “Draht” zu Deinem Höheren Selbst, alles alles Liebe, Andrea
am 30. April 2009 um 20:15 Uhr.
Liebste Andrea,
ich “übe” Tag für Tag mit meinem Draht und es wird immer besser und besser
Allerliebste Sonnengrüße
Dori
am 1. Mai 2009 um 14:03 Uhr.
liebste dori
schon vorgestern hab ich deinen schönen beitrag gelesen und jetzt möcht ich endlich darauf antworten
ich schaffe das hier und jetzt auch nicht immer da ich noch immer gern in der vergangenheit bin und in mir oft der gedanke kommt:” was ist wenn…”
niemand kann wissen was gleich und in 1 jahr und weiter sein wird.
JETZT geht es MIR gut
JETZT LEBE ich
ich hab mir auch den satz abgewöhnt “Wir werden oder ich werde irgendwann mal…”.irgendwann ist irgendwann und nicht so stark wie das JETZT
liebe dori ich bewunder deinen mut, ich wäre wahrscheinlich so unsicher gewesen dass ich die medis wohl weitergenommen hätte.ärzte wissen ja alles besser stimmts?:-))
liebste grüße aus dem HIER UND JETZT von babsi
am 1. Mai 2009 um 20:53 Uhr.
Liebe Dori
ich kann dich voll und ganz verstehen, auch ich habe meine (alle) Medikamente vor bald drei Monaten abgesetzt, weil ich gelesen habe, dass Blutdruckmittel, die Ursache für Rheuma sind, seit dem geht es mir blendend. wenn wir endlich verstehen, dass wir für uns selber entscheiden und die Verantwortung für MEIN Leben übernehme dann kommt alles wie von selbst. Ich freue mich für Dein neues Leben und nimms einfach wie es kommt. Mit Vertrauen in Dein eigenes Wesen, kommt alles gut.
Liebe Grüsse zentao
am 2. Mai 2009 um 8:37 Uhr.
Lieber Zentao,
über deinen Kommentar freue ich mich ganz besonders. Wie schön, dass du so viel Vertrauen in dich selbst hast und haben kanst, das ist ein Geschenk. Ich wünschte, es wären mehr Menschen, die anstatt wie Befehlsempfänger alles zu tun, was ein Arzt ihnen sagt, selbst seine Entscheidungen für sich trifft. Aber das ist die Angst, die die Menschen so sein lässt.
Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Vertrauen in dich selbst,
allerliebste Sonnengrüße
Dori
am 2. Mai 2009 um 8:39 Uhr.
Liebste Babsi,
ich kann dich sehr gut verstehen, ich habe ja anfangs auch alles genommen, was man mir geraten hat. Aber wenn du merkst, dass du darunter leidest, unter diesen ganzen schrecklichen Nebenwirkungen, dann suchst du nach einem anderen Weg, und leztendlich horchst du in dich hinein und fragst dich selbst. Das ist ein Entwicklungsprozess.
Ich fnde das ganz toll, wie du alles machst.
Alles Liebe für Dich, hab ein schönes WE,
Dori Sonnenfrau
am 5. Mai 2009 um 20:36 Uhr.
Liebe Dori
ich habe gerade dein Beitrag gelesen und eigentlich weiß ich garnicht was ich sagen bzw schreiben soll, es hat mich sehr beeindruckt.Ich finde es es ganz bemerkenswert wie du damit um gehst da habe ich größten Respekt vor.ich freue mich das es dir heute gut geht, und ich wünsche mir für dich von herzen das das so bleibt.leider ist es bei mir auch so das ich immer wieder zurück blicke was in der vagenheit alles so schief gelaufen ist, aber das zu machen ist wirklicher mist.irgendwann sollte man versuchen die vergangenheit ruhrn zu lassen und sich auf das freuen was jetzt ist.ich finde dich so mutig das du deine medikamente einfach so abgesetzt hast, aber für mich ist das ein Zeichen von Stärke.Liebe Dori ich habe wirklich sehr großen respekt vor so viel mut und stärke die du auf bringst.Ich wünsche dir von herzen alles alles Liebe und Gute und verlier niemals deine Stärke.
badgirl76
am 6. Mai 2009 um 10:40 Uhr.
Liebe badgirl,
schön, dass Du mich und mein Blog besucht hast, ich freue mich über jeden neuen Leser.
Ich habe gerade mal ein bisschen bei Dir gestöbert. Ich fände es für Dich ganz wichtig, dass Du wieder Zugang zu Deiner Inneren Stimme bekommst.
Die Müdigkeit, von der Du schreibst, hängt mit den Medikamenten und mit Deiner Erkrankung zusammen. Nach 3 Jahren kann man vielleicht mal auf etwas Anderes umsteigen, denk mal drüber nach, wenn Du magst.
Hab Vertrauen zu Dir selbst.
Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute auf Deinem weiteren Weg
und schicke Dir einen Sonnenstrahl,
Dori
am 6. Mai 2009 um 21:03 Uhr.
Hallo Dori,
ich habe einige Beiträge gelesen und bin erstaunt, wieviel Mut und Stärke du dir erarbeitest hast.
Ich kenne auch eine Frau, welche an Brustkrebs erkrankt ist - wenn ich das so beschreiben darf- und noch vor ca. 1/2 Jahr ein Beinbruch erlitt. Nun traf ich sie zu Ostern und war positiv überrascht, wie sie ihre Situation (ge-) meistert. Ich bin ein Mann, doch wir sind auch oftmals sehr sensibel und vielleicht wehleidig, wenn’s uns mal schlecht geht.
Ich ziehe jedesmal den Hut vor Menschen und vor allem vor Frauen, weil bei ihnen oftmals noch der alltägliche Ärger und Frust abgeladen wird.
Ich habe dieser Frau mal geschrieben: Lebe hier, heute und jetzt . Nur du bestimmst dein Leben.
Ich hatte mal ein anderes gesundheitliches Problem und bin erfolgreich darauf therapiert worden. Denn ich machte mir diesen Satz auch zu eigen. Anfangs lief es nicht so, doch da ich mir einen Tagesplan gemacht habe und sehr auf meine innere Stimme gehört habe, konnte ich bis heute sehr gut damit um gehen.
An alle die sich hier geäussert haben : Habt Mut zu euch selbst und genießt, die Stunde,den Tag, den Monat und das Jahr.
Lebe den Tag und alles Gute
Preussenherz