Das Gesetz der Urteilsfreiheit
Gestern – an einem strahlendschönen Sonntag hier in unserem schönen Rheinland – habe ich mich mit einem lieben Bekannten zum Wandern verabredet. Während wir uns unserem Ziel näherten, von wo aus die Wanderung beginnen sollte, begegneten wir einer jungen Frau auf einem Fahrrad mit Hilfsmotor. Mein Bekannter meinte: schau mal die da. Solch eine junge Frau, und hat schon einen Hilfsmotor am Fahrrad. Ich entgegnete: Das gleiche Fahrrad hat auch meine Freundin, sie hat Multiple Sklerose. Daraufhin meinte er: Ich wollte doch nicht mehr über andere urteilen und sie bewerten.
Das ist ein gutes Beispiel für all die vielen Urteile, die wir Tag für Tag fällen. Über uns, über unsere Mitmenschen, einfach so, im Vorbeigehen, ohne Nachzudenken, plappern wir unsere Bewertungen vor uns her.
Eins der spirituellen Gesetze ist das Gesetz der Urteilsfreiheit. Denn das Universum oder die Geistige Welt urteilen nicht. Ganz im Gegenteil. Hast du einen Fehler gemacht in deinem Leben, so bekommst du immer die Chance, diesen auch wieder auszubügeln und wieder gutzumachen.
Je höher wir unsere Ideale gesteckt haben, beeinflusst durch unsere Eltern, unsere Erziehung und unsere Umwelt in den prägenden Lebensjahren unserer Kindheit und Jugend, umso vernichtender können unsere Urteile ausfallen: über den Partner oder die Partnerin, Sohn oder Tochter, Vater oder Mutter, unsere Mitmenschen, und oftmals fällt die Selbstkritik vernichtend aus.
Durch das ständige Bewerten und Urteilen blockieren wir unseren Energiefluß. Wir befassen uns mit negativen Gedanken und mit negativen Glaubenssätzen, und verlieren auf Dauer unser SelbstWERTgefühl.
Dan Millman beschreibt in seinem Buch „The Warrior Athlete“ folgenden Vorfall:
Sam, ein Golfspieler, schlägt seinen Ball in einem weiten Rechtsbogen über eine Reihe von Bäumen und einen hohen Zaun hinweg. Da der Ball weg ist, nimmt er einen neuen und setzt sein Spiel fort. Als er gerade das 18. Loch zu Ende gespielt hat, sieht er einen Polizisten kommen, gefolgt von einem Feuerwehrhauptmann und anderen Beamten, die alle ziemlich aufgeregt wirken. Der Polizist spricht zuerst: „Haben Sie an der 12. Spielbahn einen Ball über den Zaun geschlagen?“ Sam erwidert: „Ja.“
„Dieser Ball ist in die Windschutzscheibe eines Autos geflogen, so dass der Fahrer gegen einen Baum fuhr und die Straße blockierte.“ „Und die Feuerwehr nicht durchkam“, warf der Feuerwehrmann ein.
„Zwei Häuser sind dadurch abgebrannt“, fährt der Polizist fort. „Niemand ist ernstlich verletzt, aber der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Millionen Dollar“.Sam hört sich das alles an. Da fragen ihn Polizist und Feuerwehrmann wie aus einem Munde: „Was wollen Sie nun tun?“
Ohne zu zögern antwortet Sam: „Ich glaube, ich werde meinen Schlag ein wenig mehr auf Linksdrall umstellen müssen“.
Und nun frage ich dich:
Wie wäre es, wenn du dein Leben ohne Selbstkritik, Schuldgefühle und Selbstvorwürfe leben würdest? Wie wäre es, wenn du so gut wie möglich lebtest, und aus deinen Fehler lernen würdest, um es dann beim nächsten Mal besser zu machen?
Wie wäre es, wenn wir uns selbst und andere vollkommen akzeptieren würden?
Glaubst du nicht, unsere Welt sähe um vieles besser aus? Mach dir doch mal Gedanken hierüber, und höre auf, dich selbst zu (ver)beurteilen.
Namaste, Dori ![]()

am 27. April 2009 um 15:19 Uhr.
Liebe Dori,
dein sehr schöner Beitrag passt zu meinem Tagesmotto: “Sieh das Verbindende, nicht das Trennende”, was ich mir heute morgen “von oben” abgeholt habe. Urteile und Bewertungen trennen uns immer - voneinander und von uns selbst - von unseren Herzen, das alles umarmen kann und nichts (und niemanden) ausschließt.
Eine schöne Woche wünscht Dir herzlich
Josephine
am 27. April 2009 um 17:09 Uhr.
Liebe Josephine,
das ist ein sehr schönes Tagesmotto. Das Verbindende zu sehen, sich bewußt sein, dass wir mit allem was ist verbunden sind, lässt uns heil werden.
Auch Dir einen schönen Wochenanfang,
alles Liebe, Dori
am 27. April 2009 um 17:58 Uhr.
Liebe Dori,
an den Tagen, an denen es mir gut gelingt, alles anzunehmen ohne zu urteilen, verurteilen, ohne alle diese negativen Dinge, an den Tagen geht es mir am besten. Ich spüre den Frieden in mir drin und bin ganz mit mir und der Welt einig.
Liebe Grüße
Ellen
am 27. April 2009 um 20:54 Uhr.
doch liebe Dori, ich nehme mir das zu Herzen!
Lieben dank für diesen wunderschönen post, da steckt so viel drin, dass ich für mich mitnehmen kann.
Herzlichen Gruss
Jrene
am 28. April 2009 um 8:49 Uhr.
Liebe Ellen,
mir geht es genauso wie Dir auch. An den Tagen, wo ich nicht urteile, vor allem mich nicht selbst VERurteile, weil irgendetwas nicht richtig ist oder nicht so kllappt wie ich es möchte oder ich es nicht geschafft habe, etwas Bestimmtes zu tun, geht es mir richtig gut. Wenn ich alles so nehme und annehme, wie es ist.
Liebe Sonnengrüße
Dori
am 28. April 2009 um 8:51 Uhr.
Liebste Jrene,
ich freue mich immer sehr, wenn meine Leser die gleichen Schwingungen haben wie ich
Aber sonst würden sie ja mein Blog nicht lesen.
Allerliebste Sonnengrüße
Dori
am 28. April 2009 um 10:14 Uhr.
liebe dori :-)))
auch ich habe den post sehr begeistert gelesen und hab mir viel für mich herausgenommen. ich ertappe mich selber auch oft und gerne dabei, wie ich urteile.am meisten über mich selber urteile. Obs erziehung ist oder erfahrung oder alles zusammen?oft hatte ich wirklich auch das gefühl, dass ich es auch nicht VERDIENE mich selber positiv zu beurteilen. dadurch hob ich dann sogar die anderen mehr hervor, als mich.
ohne ein gewisses urteilen können wir auch gar nicht in die welt hinaus.es hilft uns, uns unser bild zu schaffen. aber urteilen ist auch etwas anderes als VERurteilen nicht wahr?:-)
danke für diesen post :)))
liebste sonnengrüsse zu dir von babsi
am 28. April 2009 um 12:53 Uhr.
Hallo Dori,
es gibt einen kleinen Schlenker, der vieles begradigen würde.
Fehler sind etwas, was seit je her verurteilt wird.
Erfahrungen sind Dinge, die wir ein Leben lang machen sollen.
Benenne doch die Dinge die mißlingen nicht mehr Fehler, sondern Erfahrung.
Nach einer erfahrung, die Dich Deinem zeil nicht näher bringt, hast Du den nächsten, und den nächsten, und den nächsten Versuch, bis Du dann am Ziel bist.
Gut ist es, zu wissen wo genau Du hin möchtest. Sie Golfspieler, näher und schneller zum 12. Loch.
Übrigens: Der Spieler hatte schon viele Versuche und Erfahrung gesammelt, um ein guter Golfer zu werden.
Beste Grüsse
Norbert
am 28. April 2009 um 23:24 Uhr.
Liebe Dori,
ach wenn es doch nur so leicht wäre wie du schreibst….
Es ist leichter es als guten Rat niederzuschreiben, als sich an der eigenen Nase zu nehmen und zu sagen, verurteile nicht, urteile nicht,
red nicht, schau nicht, sei einfach.
und gar nicht mehr als einfach nur zu sein braucht es.
ganz bei sich
gar nicht gegen irgendjemanden
aber dafür ganz.
ich probiers so gut es geht
danke
elisabeth
am 29. April 2009 um 10:45 Uhr.
Liebste Babsi,
die Selbstverurteilung ist schlimm. Damit grenzt du dich selbst aus. Dieses Gefühl kenne ich gut, weil ich es selbst jahrelang gemacht habe, ach was sage ich, jahrzehnte. Und immer wieder noch ertappe ich mich dabei, wie ich in dieses alte Muster zurückfalle. Aber die Bewußtheit hilft mir dabei, es zu erkennen und besser damit umzugehen.
Herzensgrüße für dich,
Dori
am 29. April 2009 um 10:50 Uhr.
Lieber Norbert,
so zu leben und zu denken erfordert von mir (immer noch) tägliche Arbeit.
Was andere Menschen betrifft, kann ich inzwischen sehr gut loslassen, was mich selbst betrifft, bin ich oft noch sehr streng
Ich arbeite weiterhin an mir und mache viele viele Erfahrungen, positive und auch negative, und nehme sie gerne an.
Viele liebe Grüße
Dori
am 29. April 2009 um 10:53 Uhr.
Liebste Elisabeth,
für mich ist das auch nicht einfach. Allerdings muss ich dazu jetzt einmal folgendes sagen: mit dem Alter kommt die Gelassenheit. Im Älterwerden beobachte ich zwei Möglichkeiten: Menschen, die über alles schimpfen, und auf der anderen Seite Menschen, die einfach gelassen sind, weil sie schon so viele Erfahrungen in ihrem Leben gesammelt haben, dass sie irgendwie über den Dingen zu stehen scheinen. Ich hatte zum Glück solch eine Großmutter.
Noch nehme ich es mir täglich vor, urteilsfrei zu sein, irgendwann wird es - so hoffe ich - automatisch geschehen.
Alles Liebe für Dich,
Dori
am 29. April 2009 um 13:39 Uhr.
Liebe Dori,
nur mal so,
du arbeitest weiterhin an Dir.
Versuche es doch mal mit “Schöpfen”
Eine wirkungsvolle Anleitung gibt es am Donnerstag auf meinem Blog.
Ein schönes Mai-Wochenende
Gruß
Norbert
am 29. April 2009 um 20:01 Uhr.
Lieber Norbert,
auf das Thema “Schöpfen” freue ich mich. Bis morgen.
Sonnigste Grüße
Dori