Osterglocken

Wenn sie blühen, ist der Frühling da und der Sommer nicht mehr weit:

Die Osterglocken.

Überall sind sie derzeit zu sehen:
am Straßenrand - welch ein schönes Bild,
an meinem Haus,
in vielen Balkonkästen und Gärten.

Ich liebe ihren starken Duft, denn er erinnert mich an meine frühe Kindheit, und an meinen Großvater. Überhaupt sind sehr viele Gerüche mit meiner Kindheit verbunden, mit Erinnerungen an verstorbene, liebe Menschen, an schöne Familienfeste, als alle noch da waren, die inzwischen von uns gegangen sind.

Mein Großvater hatte einen riesengroßen Garten, den er über alles liebte, und in dem alles wuchs, was wir damals zum Leben brauchten. Jegliches Obst und Gemüse, Kartoffeln, aber auch die allerschönsten Blumen.

Es ging los mit den Schneeglöckchen und Hyazinthen, es folgten die Osterglocken, dann kamen die Pfingstrosen, Tausendschön, die Lilien, die Dahlien, der Goldlack, alles Blumen, die früher in jedem Garten zu finden waren, die heute jedoch leider zu einer Besonderheit geworden sind.

Noch heute liebe ich die Osterglocken - oder Narzissen - über alles, und seit zwei Wochen schon prangt ein riesiger Strauß auf meinem Eßtisch und schürt die Lebensfreude und Vorfreude auf alles, was NEU ist und  auf mich ZUKOMMT :-)

8 Kommentare zu “Osterglocken”

  1. elisabeth wendt

    Liebe Dori,
    ich finde es so angenehm, wenn ein Mensch schöne Kindheitserinnerungen hat. Das berührt meine Seele sehr.
    Ich hatte leider keine Großeltern als ich klein war und wahrscheinlich vermisse ich die nicht gemachten erinnerungen. Umso schöner und besser ists dann bei anderen welche zu orten und einfach zuzuhören. Den Garten Deines Großvaters sehe ich fast vor mir und die Fülle, aus der alle schöpfen und sich nähren können merk ich auch in seiner Enkelin.
    Allerliebste Frühlingsosterglockengrüße
    elisabeth

  2. andrea2007

    Liebste Dori, ja das ist eine schöne Erinnerung! Wir hatten einen Nachbarn mit so einem Garten und mich mochte er immer ganz besonders und so durfte ich Erdbeeren, Rharbabar und Kirschen immer direkt aus dem Garten pflücken und essen… Ich erinnere mich auch besonders an Gerüche, Geschmack und das Summen der Bienen. Später verbrachten er und seine Frau die Sommer immer auf Sylt und wir haben ihre Rosen und Hortensien “genutzt”, räusper, also sie machten sich immer gut auf unserem Tisch:-)
    Danke, dass Du mit DEINER Erinnerung die MEINE geweckt hast! Allerliebste Sonnengrüsse Andrea

  3. Elisabeth

    Liebste Dori,
    so ein wunderschönes, strahlendes, leuchtendes Bild!!! :-) Auch bei mir ist alles durch Erinnerungen geprägt, vor allem mit Gerüchen verbinde ich schöne Kindheitserinnerungen - wenn auch nicht mit meinen Großeltern, weil auch ich die meinen kaum bzw. gar nicht gekannt habe… Aber ich kann mich noch daran erinnern, dass im Garten meines einen Großvaters - der zu seinen Ekelkindern absolut keinen Kontakt hatte… - auch alle Arten von Blumen geblüht haben, und zu Ostern haben wir dort Ostereier gesucht. Aber die wirklich schönen Erinnerungen sind ganz andere, haben aber auch mit Blumen, dem Meer und verschiedenen Düften zu tun :-)
    Danke dir für die Schilderung deiner Erinnerungen, es ist für mich nun so, als ob ich mit dir in diesem blühenden Garten gewesen wäre und am Nektar der Blüten mitnaschen durfte… :-)
    Allerliebste Sonnengrüße von Herzen, Elisabeth

  4. Dori

    Liebste Elisabeth (W),

    keine Großeltern zu haben, kann ich mir gar nicht vorstellen. Meine Großmutter väterlicherseits - Maria - hat mich sehr stark geprägt, noch heute fühle ich mich mit ihr verbunden.

    Die frühen Erinnerungen an meine Großeltern sind mit vielen schönen Dingen verbunden, die man irgendwie nicht vergisst.

    Und dazu gehören speziell auch die Osterglocken.

    Allerliebste Sonnengrüße

    Dori :-)

  5. Dori

    Oh liebste Andrea,

    gerade erinnere ich mich an den Rhabarber. Igitt, war der sauer. Aber ich durfte die Stangen immer in Zucker tauchen :-) Es gab auch Rhabarberpfannkuchen und Rhabarberkompott. Mein Gott, wie lange ist das schon her. Trotzdem, diese Erinnerungen zaubern immer wieder ein Lächeln auf mein Gesicht, und demnächst kann ich meinem Enkelkind davon erzählen ;-)

    Allerliebste Sonnengrüße

    Dori :-)

  6. Dori

    Liebste Elisabeth (O),

    (ich finde das witzig, 2 Elisabeths aus Wien),
    jetzt, wo ich Deinen Kommentar lese fällt mir ein, dass ich als Kind in diesem traumhaft schönen und großen Garten die bemalten Ostereier suchen und in einem kleinen Nest sammeln durfte.
    Wenn man einmal anfängt, sich zu erinnern….
    dann kommen ganz viele schöne Gedanken!

    Herzensgrüße für Dich,

    Dori :-)

  7. Elisabeth

    *lach* Ja, das ist wunderschön!!! :-)
    Aber dass ich “Ekelkinder” anstatt “Enkelkinder” geschrieben hab, ist freudianisch… ;-) Denn dieses Gefühl hatte ich als Kind, dass ich nicht geliebt werde, auch von meinen Großeltern väterlicherseits (die mütterlicherseits kannte ich nicht)…
    Dennoch sonnige und fröhliche Herzensgrüße von Elisabeth

  8. Dori

    Hihi Elisabeth,
    das ist mir überhaupt nicht aufgefallen.
    Lachende Grüße
    Dori :-)

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