Komfortzone

Jeder kennt sie,  jeder hat sie: die Komfortzone! Wir haben eine Idee, einen Plan, ein Vorhaben, ein Ziel, und immer wieder kommen irgendwelche “Widrigkeiten” dazwischen, die uns an der Umsetzung “hindern”.

Auf meiner To-Do-Liste für den heutigen Tag stand unter anderem: mindestens eine Stunde am Rhein spazieren gehen. Gerade heute war ich jedoch sehr müde, was gerade mal zwei Wochen nach meiner OP nicht weiter tragisch ist. Aber wenn ich ins Arbeitsleben zurückkehre, will ich schließlich außer gesund und schön auch fit sein.  Den halben Nachmittag haben mein “bequemes Ich” und mein “aktives Ich” gegeneinander gekämpft, derweil draußen die strahlendste Sonne regelrecht vom Himmel “knallte” und Frühlingsgefühle verursachte. Schließlich gewann mein Bedürfnis nach frischer Luft die Oberhand, und so machte ich mich gegen 16.30 Uhr auf den Weg.

Beschenkt wurde ich mit einer zauberhaften Atmosphäre am Rhein. Der Fluß silbrig glänzend, die große Stadt auf der gegenüberliegenden Seite noch ins Sonnenlicht getaucht, freundliche Menschen, die sich alle auf ihr wohlverdientes Wochenende freuten, hier ein Lächeln, dort ein nettes Hallo. Und dann zum Schluß ein wirklich märchenhafter Sonnenuntergang.

Was ist das nur, was uns Menschen immer wieder davon abhält, die Dinge zu tun, die wir WIRKLICH tun wollen?

Der eine will mehr Sport treiben, der andere ein Buch veröffentlichen, abnehmen, öfter ins Museum gehen, sich endlich beruflich umorientieren, sich gesünder ernähren, ein Blog betreiben, usw. Es gibt unendlich viele Beispiele. Und doch lassen wir bei der geringsten Hürde die Hände in den Schoß sinken und sagen: Ein andermal vielleicht.

Haben wir jedoch einmal den ersten Schritt in Richtung “Selbstverwirklichung” unternommen, fühlen wir uns gleich viel wohler und gewinnen mehr Selbstvertrauen.

Affirmation:

Ich kenne meine Ziele und weiß, wofür ich mich einsetze. Jedes Ziel ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Entfaltung meiner höchsten Potentiale, die ich hier und jetzt in mir trage.

14 Kommentare zu “Komfortzone”

  1. Astraryllis

    Ich wollte heute auch einen Spaziergang machen, habe es dann aber doch nicht geschafft rechtzeitig loszukommen. Den nächsten Spaziergang nehme ich mir als festes Tagesziel vor. Ich hoffe dann klappt es.

    Dir ein schönes Wochenende mit viel Sonne,
    Astraryllis.

  2. Nina

    Ich glaube das liegt an unserem inneren Schweinehund. Bei liegt es auch viel daran, dass ich immer alle Arbeiten erst machen will, bevor ich an mich denke, und bis ich fertig bin hab ich keine Zeit mehr oder bin zu müde. Ich denke, da muss ich noch viel an mir arbeiten, und auch mal was liegen lassen und an mich denken.

    Alles Liebe
    Nina

  3. Elisabeth

    Liebste Dori,
    du beschreibst so wunderbar, was mich und bestimmt auch viele andere Menschen bewegt…
    Ich WILL zwar, aber ich rede mir ein, dass ich nicht kann, weil… und da fallen mir unzählige Gründe ein…
    Mit Affirmationen habe ich nun auch wieder begonnen, meinen Zielen ein wenig näher zu rücken :-) So, dass ich sie tagtäglich vor mir sehe, sie inhaliere, sie tief in mir aufnehme, ins Herz schreibe und bald dann auch lebe! Denn manchmal vertrödle ich ganze Wochenenden, ohne auch nur irgendetwas von dem getan zu haben, was ich gerne tun wollte… Das nehme ich nun in die Hand und verändere es! :-)
    Siehst du, so hast du einen unglaublich traumhaften Sonnenuntergang erlebt - wunderschön!
    Alles Liebe von Elisabeth

  4. Dori

    Liebe Astraryllis,

    durch die Zeit zu Hause bin ich momentan etwas unstrukturiert. Wenn ich arbeite, muss ich alles planen, auch bzw. gerade meine Freizeit, denn ansonsten würde sie gar nicht stattfinden.

    Ich will nun jeden Tag bestimmte Ziele setzen und dann auch einhalten. Durch den Spaziergang beispielsweise geht es mir anschließend ja besser. Nur der Moment auf der Couch vorher - wenns grad so gemütlich ist……..

    Ein schönes Wochenende für Dich

    Dori :-)

  5. Dori

    Liebe Nina,

    mit den Arbeiten, die ich noch machen müsste, bevor ich etwas unternehme, hat das nichts zu tun. Wenn es danach ginge, käme ich keinen Schritt mehr vor die Türe. Das habe ich mir in den Zeiten als alleinerziehende und voll berufstätige Mutter komplett abgewöhnt.

    Liebe Sonnengrüße

    Dori :-)

  6. Dori

    Liebeste Elisabeth,

    vertrödelte Wochenenden kenne ich sehr gut. Vor allen Dingen, wenn die Woche über sehr stressig war, kann ich gut und gerne ein ganzes Wochenende vertrödeln, ich bin auch sehr gerne zu Hause.

    Ein gutes Mittelmaß - wenn alles sich die Waage hätte - wäre perfekt. Spannung - Entspannung - Spannung - Entspannung.

    Aber wer ist schon perfekt? Seufz!

    Lachende Sonnengrüße

    Dori :-)

  7. Babsi

    huhu liebe liebe dori

    im vertrödeln bin ich weltmeister ich gebe es zu.wenn ich ein paar tage action hatte brauche ich wieder die zeit für mich zum nichts tun

    zu deoim post fällt mir ein wort sontan ein was auch auf mich zutrifft..nicht mehr so ausgedehnt wie früher aber doch…BEQUEMLICHKEIT.es ist wie mit dem finden seines richtigen weges´oder erfolg..sobald die ersten schritte getan wurden gehts wie selbstverständlich und man freut sich einfach.:))) und nachher denkt man sich nur das war so ein gutes gefühl..mach ich öfters :)))nur dranbleiben :))

    aber eins geh ich ab montag an:eine diät.das wird sicher kein komfort aber ich hab ein ziel und das treibt mich vowärts :)

    also lasst uns unsere ziele angehen :-)))es lohnt sich

    ein ganz liebes grüßlein an dich und alle leser von babsi

  8. Erika

    Liebste Dori,
    ich mache immer nur kleine Schritte, für jeden Tag einen wichtigen.
    Daran denke ich dann. Zum Beispiel heute Käsekuchen backen,
    ins Altersheim, meine Mama besuchen. Zu Hause war heute alles sehr harmonisch *freu*, als ich ins Altersheim kam, nahm ich ein Volksliederbuch und sang mit den Dementen einige Lieder, manche konnten sogar mehrere Strophen noch auswendig. Das hat mich sehr erfüllt, wie alle mit mir sangen, und die leuchtenden Augen, und dann noch der Gute-Nacht-kuss von meiner Mama.
    Ich bin sooo dankbar.
    Alles Liebe Erika:-)

  9. Dori

    Liebste Erika,

    Du bist ja noch eine schlimmere Nachteule als ich - lach!

    Das schilderst Du sehr schön, Dein Tag bei Deiner Mutter und im Altersheim.

    Was ich vielmehr meinte war, dass man oft sein Vorhaben einfach nicht in die Tat umsetzt. Weil immer wieder etwas dazwischen kommt, angeblich. Ich schließe mich da keinesfalls aus, eher im Gegenteil. Durch mein “Kranksein” bin ich sowieso zur Zeit in einer “merkwürdigen” Situation, irgendwie bin ich aus meinem ganz normalen Alltag mit all seinen Strukturen herausgerissen. Und in dieser besonderen Stimmung fällt es mir noch schwerer, auf den Weg zu kommen.

    Herzliche Sonntagsgrüße,
    schön, dass es Menschen wie Dich gibt.

    Dori :-)

    P.S. Habe heute morgen zwischen 5 und 6 Uhr 3 Gedichte im Bett geschrieben, ich weiß nicht, wo die auf einmal herkamen. Ich habe noch nie Gedichte geschrieben ;-)

  10. Erika

    Liebste Dori,
    danke für Deine schöne Antwort, ich schreibe immer spontan drauf los und schicke das sehr schnell weg, ich hatte auch gedacht, dass Du vielleicht ein bisschen was anderes gemeint hattest. Aber das ist ja grad das Schöne, dass jeder was anderes für sich selbst herausholt.
    Wunderbar, was Du schreibst, mit den Gedichten, so ist das auch oft bei mir, das kommt einfach, auch das Schreiben. Und mit Gedichten, schreib einfach auf, ich habe so viele Zettel, ich hätte ja nie gedacht, dass das alles noch mal so lebendig wird.
    Mit den Wortspielen, die ich manchmal auf verschiedenen Blogs mache, das kommt auch einfach so. Das ist für mich auch eine Bereicherung, da merke ich mal , was ich alles in mir hab. Weil ich ja nicht so viel mit meinem Mann reden kann, aber wenn ich schreibe, ist das ja auchBewältigung von den vielen Buchstaben,die im Hirn rumhüpfen.
    Schön, dass es Dich gibt , liebe Dori, alles Gute und Liebe
    schönen Sonntag
    Erika:-) ;-) :)

  11. andrea2007

    Liebste Dori, ja das mit der Komfortzone kenn ich zu gut. Ausser den Dingen, die ich “eigentlich” tun möchte, wie mehr Sport usw. gibt es da auch im Umgang mit anderen Menschen diese Komfortzone, wenn ich jemandem schon lange etwas sagen möchte und aus Angst, Hemmung, Bequemlichkeit, um dem anderen nicht weh zu tun usw, es dann NICHT tue.

    Ich glaube, es ist eine Sache der Motivation. Wenn ich etwas wirklich will, dann verfolge ich es auch und dann fühle ich mich nachher grossartig.
    Bei den meisten “anderen” Dingen denke ich immer öfter: sei doch einfach mal nicht so streng mit dir selbst, du magst nach einem langen Tag keinen Sport mehr machen? so what? das Leben ist zu kurz, es mit Dingen zu verbringen, zu denen ich mich zwingen muss;-) Hab ich damit meine Komfortzone erweitert, eine Ausrede gefunden oder nehme ich das Leben einfach mal nur etwas leichter? Keine-wirkliche-Antwort-auf-diese-eher-rhetorische-Frage-erwartend schicke ich Dir augenzwinkernde herzlichste Sonnengrüsse. Andrea

    p.s. ich finde, Dein Erzählstil hat sich ganz ganz wunderbar verändert, ich hab Deine Worte immer schon gern gelesen, etwas ist aber einfach neu… ist das das Ergebnis dieses tollen Buches?

  12. Dori

    Liebste Andrea,

    mir geht es genauso wie Dir! Meine Ärztin liegt mir seit einem Jahr in den Ohren, ich soll ins Fitness-Studio. Das ist gut für die Psyche und senkt das Krebsrisiko bei Frauen! Haben Studien erwiesen. Aber ganz ehrlich: wenn ich abends um Punkt 7 Uhr meine Wohnungstüre aufschließe, dann reicht es mir. Ich habe weder Zeit noch Lust für solche Aktivitäten, obwohl ich weiß, dass es mir auf der körperlichen Ebene gut tun würde. Auf der mentalen Ebene würde es mir aber Stress machen.

    Was den Schreibstil betrifft, haben mich jetzt schon mehrere Blogleser angemailt! Es muss mit dem Buch zu tun haben, ansonsten ist ja nichts passiert. Außerdem übe ich mich zur Zeit im “intuitiven Schreiben”, d.h. ich setze mich hin, stelle eine Frage ans mein Höheres Selbst und ans Universum, setze meinen Stift auf ein Blatt Papier und warte ab, was passiert bzw. ich fange dann nach einer Weile an zu schreiben, und zwar alles, was so kommt. Von oben. Oder von wo auch immer.
    Und dabei kommen dann diese Sachen heraus. Ich hatte schon so oft darüber gelesen und davon gehört, es aber noch nie zuvor ausprobiert. Ich habe einige Posts auch so verfasst.
    Grins! Also, das was Du liest, ist gar nicht von mir :-)

    Allerliebste Sonnengrüße

    Dori :-)

  13. andrea2007

    Hihi liebe Dori, das klappt aber wirklich super. Muss ich auch mal probieren, mal sehen, ob es in meine Komfortzone passt:-) Liebste Grüsse Andrea

  14. Dori

    Liebste Andrea hihi,

    ich kann Dir versprechen, es ist einen Versuch wert :-)
    Bin gespannt, ob und wann Du darüber berichtest.

    Sonnige Herzensgrüße

    Dori :-)

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