Der perfekte Start in den Tag
Wie sieht Dein perfekter Start in den (Arbeits-) Tag aus? Hast Du bestimmte Rituale und Abläufe? Machst Du Sport oder lässt den Tag mit einem schönen Bad angehen?
Mein perfekter Start in den Tag sieht zur Zeit so aus:
Der Wecker klingelt, und ich stehe sofort auf! Jawohl. 10 Mal hintereinander alle 10 Minuten klingeln lassen gibt es nicht mehr. Diese Zeiten sind vorbei. Denn ich habe etwas entdeckt, was mich morgens aus dem Bett zieht. Was das wohl ist?
Es sind die Morgenseiten. Obwohl mir schon einige Menschen empfohlen haben, meine Morgenseiten zu schreiben, habe ich dies bisher nie in Angriff genommen. Seit der Lektüre von Julia Camerons Buch “Die Kunst des Schreibens” sind die Morgenseiten Bestandteil meines Lebens. Wie wichtig sie für mich sind, erkennst Du daran, dass ich sie auch schreibe, wenn ich arbeiten muss, also sehr früh aufstehe. Das sieht dann so aus:
Der Wecker klingelt um 6 (heute morgen hat er 2 Mal geklingelt), ich stelle ihn ab und bedanke mich beim Universum für die wundervolle und angenehme Nacht, meinen tiefen und (meistens) wohltuenden Schlaf. Dann begebe ich mich für ca. 15 Minuten auf die Alpha-Ebene und kreiiere den vor mir liegenden Tag. Ich stelle mir in allen Einzelheiten vor, wie “mein” Tag ausschaut. Eine reibungslose Fahrt in die große Stadt, freie Bahnen, fröhlich gesinnte Menschen am Arbeitsplatz, nette und liebevolle Kontakte. Anschließend stehe ich auf; gehe in die Küche, schalte meine Espresso-Maschine ein, während der erste Kaffee läuft, schneide ich für meine beiden Kaninchen Lady Paula und Sir Julius Basilikum-Zweige ab (Lady Paula ist Feinschmeckerin und sie gönnt sich ja sonst nichts).
Ich setze mich mit meinem köstlich duftenden Kaffee (der erste ist immer der beste am Morgen) an meinen Tisch im Wohnzimmer und fange an zu schreiben. 3 Din-A-4-Seiten gilt es zu schreiben. Am Anfang dachte ich: wie soll das denn gehen? 3 Seiten? Das schaffe ich niemals! Aber wie schnell sind 3 Seiten vollgeschrieben mit allem, was mich beschäftigt. Das Schreiben der Morgenseiten dauert eine halbe Stunde, und das ist es mir wert.
Man schreibt alles nieder, was einem in den Sinn Kopf, egal wie wichtig oder belanglos dies ist. Man benötigt auch keine besonderen Schreibfähigkeiten. Den lieben langen Tag über - und auch nachts, wenn ich wach werde - habe ich eine Stimme im Kopf, die pausenlos plappert, alles Mögliche. Durch das Schreiben der Morgenseiten wird diese Stimme immer leiser. Denn alles, was ich niederge-schrieben habe, ist aus meinem Kopf heraus.
Die Seiten werden vorerst nicht wieder gelesen. Die Gedanken sind klar, und ruhig und gelassen kann ich nun meinen Tag mit allen dazugehörigen Vorbereitungen beginnen.
Der perfekte Start in den neuen Tag ![]()

am 6. Januar 2009 um 15:03 Uhr.
liebe dori,
hört sich gut an…deine morgenseiten….aber stell dir vor - ich habe schon probleme mit meinen raunächten….bin schon so oft eingeschlafen- und hab vergessen was zu schreiben…..okay- morgens wenn man ausgeschlafen ist- wird man es nicht so schnell vergessen….!
..und ich kann mir wirklich gut vorstellen - was du schreibst- daß der innere redner dann etwas ruhiger wird….
..na- mal sehen….
erst mal ganz viele liebe grüße aus dem total verschneiten- wunderschön sonnigen bonn…und von mir….die jetzt mit dem hund ne wunderschöne schneegassirunde machen wird….
lg sabine
am 6. Januar 2009 um 15:20 Uhr.
Puhh … da muss ich alte Nachteule passen. Vor 10:00 Uhr bin ich gewissermaßen schreibunfähig
Julia Cameron liegt allerdings jetzt auf dem Stapel noch zu lesender Bücher.
Liebe Grüße
Bernd
am 6. Januar 2009 um 15:29 Uhr.
Lieber Bernd,
ich glaube, Du hast da was falsch verstanden (oder hab ich mich falsch ausgedrückt?) Die Morgenseiten werden morgens nach dem Aufstehen geschrieben. Wenn Du um 10 aufstehst, schreibst Du sie halt nach 10.
Probiers mal, Du wirst Dich wirklich wundern
Viele liebe Grüße
Dori
am 6. Januar 2009 um 15:31 Uhr.
Liebe Sabine,
die Raunächte waren dieses Jahr bei mir auch mehr oder weniger verschlafen. Ist aber nicht schlimm. Hast Du denn Deine Spirale schon verbrannt?
Jetzt weiß ich, dass Du in Bonn lebst und einen Hund hast und jetzt Gassi gehst. Da beneide ich Dich jetzt ein wenig. Um den Hund natürlich
Liebste Sonnengrüße
Dori
am 6. Januar 2009 um 15:52 Uhr.
das buch hab ich mir grad eben bestellt
das klingt wunderbar liebe dori. schreiben an sich wirkt befreiend. wenn ich phasen habe, wo ich nachts wach liege und das gedankenkarussell nicht still stehen mag, dann mach ich in etwa, was du deine morgenseiten schreiben nennst. alles was im kopf vor sich geht, wird niedergeschrieben.
im augenblick hab ich etwas zweifel, ob ich das am morgen so umsetzen könnte… aber ich müsste es mal versuchen
danke auf jeden fall für diesen kostbaren tipp!
herzlichste grüsse
jrene
am 6. Januar 2009 um 16:15 Uhr.
huhu dori :))
ich ´warte noch immer auf mein büchlein.hatte es ja auch bestellt schon bei weltbild
diese morgenseiten find ich eine klasse idee.ich hab das bis nun öfters am abend gemacht und zwar in meinem virtuellen pctagebuch.da wird getippt und getippt egal was.ich kann nur bestätigen dass so vieles leichter ist wenn es mal raus ist
ich hab leider kein morgenritual da ich leider ein kompletter morgenmuffel bin.also nicht dass ich schlecht drauf bin aber ich bin müde lach.vielleicht wären grade dann aber solche rituale wichtig.noch kann ichs mir ja leisten öfters auszuschlafen.´mittwochs steh ich zb freiwillig um 6 (unmenschliche zeit für mich!!!)auf nur um ans andere ende von wien zu düsen und ne gymnastikstunde mitzumachen.und danach gehhts mir richtig gut ;)))meistens wenn due trainerin nicht zu sehr quält fg
dann hab ich ein schönes motivationsbuch mir bestellt :)) darin steht u.a für jeden tag ein neuer motivationssatz
liebe grüsse aus wien- wo heut feiertag ist
am 6. Januar 2009 um 18:36 Uhr.
Liebe Dori,
das hab ich auch schon gemerkt, wenn man was aufschriebt, ist es nicht mehr so drückend im Kopf, wenn zu viele Gedanken drin sind, was bei mir auch der Fall ist. Ich habe auch schon oft, einfach aufgeschrieben, an was ich alles denke oder einkaufen muss oder Termine, alles quer Beet.
Hinterher fühle ich mich erleichteter. Ich könnte es mir zum ritual machen, dies jeden Morgen zu tun. Aber wie ich kenne, wenn ich konsequent was machen soll, verspüre ich ein wenig Druck. Ich bevorzuge das Spontane , aber das andere wäre auch für mich wichtig, weil ich oft so zerstreut bin.
Danke für den Tipp.
Liebste Grüße
Erika:)
am 6. Januar 2009 um 18:45 Uhr.
Auch ich habe vor kurzem begonnen, wieder Tagebuch zu schreiben. Zwar nicht so viele Seiten wie du, aber es hilft wirklich, einen klaren Kopf zu bekommen. Allerdings mache ich das am Abend.
Morgens gibt es auch ein Ritual. Ich stehe auch beim ersten Weckerläuten auf, dann erstmal ins Bad, den Kopf unters kalte Wasser gesteckt. Davon wird man wunderbar wach und es härtet ab. Dann in die Küche und erstmal Zeus und Bazi füttern. Dann mache ich Kaffee und je nach Lust und Laune auch etwas zu essen.
Und dann geht es zum PC und ein Rundgang durch alle Blogs und Seiten, die ich so gespeichert habe.
Alles Liebe
Nina
am 6. Januar 2009 um 20:27 Uhr.
Bewundernswert! Das brauche ich mir morgens erst gar nicht vorzunehmen, wo ich auch die letzte Minute auskoste, die ich (gern) liegen bleiben kann. Im Urlaub bin ich nicht vor 10 Uhr aufgestanden. Nichts geht bei mir vor dem verpflichteten Aufstehen, nur mit größter Disziplin.
Eine gute Übung wäre es für mich Plappermaul sicherlich; dann brauchte meine Kollegin nicht unter meinen Worten zu duschen.
Abends ist auch keiner zum Plappern da, doch da nutze ich meinen Blog zum Schreiben. Oder den von anderen lieben Menschen, wie hier, hihi. Die Gedanken wollen einfach aus dem Kopf raus, sollen sie doch gehen. Sie dürfen demnächst wahrscheinlich sogar dorthin gehen, wohin der Pfeffer wächst!
am 6. Januar 2009 um 21:01 Uhr.
Liebe Dori,
das Buch steht seit heute auch auf meiner Wunschliste bei Amazon
Die Idee mit den Morgenseiten finde ich sehr schön!
Ich bin zwar eher Morgenmuffel und habe meine Seiten bisher immer abends geschrieben. Aber es ist sicher richtig, daß man morgen viel frischer beginnt, wenn das “Gebrabbel” aus dem Kopf erstmal auf die Seiten gebannt ist.
Hm, ich glaube, ich versuch das auch mal - Du hast mich neugierig gemacht
Ganz liebe Grüße von LARISSA
am 6. Januar 2009 um 22:52 Uhr.
Liebste Dori,
wie schön, daß uns mal wieder derselbe “Virus” befallen hat.
Auch ich schreibe , seitdem dieses wundervolle Buch von Julia Cameron in mein Leben getreten ist (Weihnachtsgeschenk meines Seelenfreundes Jürgen… wie du weißt), tagtäglich morgens meine Morgenseiten…direkt nach dem Aufstehen.
Diesen “Akt” empfinde ich als überaus befreiend und beglückend und stelle ihn genau so in mein (neues) Blog!
Auch wenn man sich das anfangs nicht vorstellen kann, morgens seine “Morgenseiten” zu schreiben, ist dies zumindest einen Versuch wert. Aus eigener Erfahrung kann ich es wärmstens empfehlen. Macht absolut süchtig im positiven Sinne!
Herzensgrüße
deine Seelenfrau
am 7. Januar 2009 um 7:11 Uhr.
Liebe Dori,
danke für diesen Tipp - ich hatte mir das Buch ja erstmal auf meine Wunschliste gesetzt und noch nicht ekauft - aber gestern waren es dann zwei Klicks und es ist schon auf dem Weg zu mir
Ich bin auch ein Morgenmuffel - ich liebe die Stille am morgen und brauche erstmal Zeit für mich. Daher stehe ich sehr früh auf, damit ich diese Zeit ungestört bin, eh bei uns das Tagesgeschäft los geht
Bisher habe ich in dieser Zeit Tee getrunken, meine Mails bearbeitet und im Internet gesurft (Foren, Blogs usw)
Heute morgen nun das erste Mal die Schreibübung. Ich mag es, am Computer zu schreiben, und so habe ich es dort getan. Einfach drauf los geschrieben und da kam wirklich eine Menge. Es war wie ein inneres Selbstgespräch - auf der einen Seite die zweifelnde Irene, auf der anderen Seite das in mir, was zuversichtlich und positiv ist.
Ich bin schwer beeindruckt - hätte nie gedacht, dass es so läuft.
Habe mir dafür nun einen Ordner angelegt und lege die Seiten dort mit Datum ab.
Sie sollen ja erstmal nicht gelesen weden, oder?
Bin aber trotzdem gespannt, wenn ich die nach einiger Zeit dann mal hervor hole - das wird sicher spannend.
So, nun hoffe ich, dass ich dieses Ritual auch weiterhin einhalte. Denn Durchhalten ist ja das Entscheidende…
Alles Liebe und einen wundervollen Wintertag mit ganz viel Sonnenschein wünscht dir und allen anderen
Irene
am 12. Februar 2009 um 23:44 Uhr.
Hallo Doris,
deine Erfahrungen mit den Morgenseiten kann ich nur bestätigen und freue mich, daß du die Idee von Julia Cameron weiterträgst.
Darüber hinaus lese ich derzeit von ihr “Von der Kunst des Schreibens” und muß sagen, dieses Buch überzeugt und inspiriert noch ein ganzes Stück weiter. Sie lebt konkret und direkt in dem Buch, während sie schreibt, was sie vermitteln will, wirklich spannend!
Und sie hat Übungen darin, die herrliche Rituale werden können.
Liebe Grüße, Tina