Die Suche nach dem Glück
Sie schießen wie Pilze aus der Erde! Glücksblogs, neue Homepages von Coaches, die versprechen, Dich glücklich zu machen, wenn Du ihr Training absolvierst. Glücksbücher, Glücksartikel in den Magazinen, Glückssendungen im Fernsehen und im Radio.
Ich habe den Eindruck, mindestens die halbe Menschheit ist auf der Suche nach dem Glück.
Die Psychotherapiepraxen sind überfüllt, es gibt Warteschlangen von mehr als 2 Jahren, Geistige Heiler, Reikimeister, Aromatherapeuten, Hypnosetherapeuten, Entspannungstrainer, Kartenleger, Astrologen, alle haben die Hände voll zu tun, um die Menschen glücklicher zu machen.
Ich frage jetzt mal ganz provokant:
Was stimmt denn mit uns nicht? Wieso sind denn alle unglücklich bzw. nicht glücklich sondern lediglich zufrieden? Oder noch nicht einmal das? Ist die Erwartungshaltung hier vielleicht etwas zu hoch? Die Meßlatte zu hoch angelegt? Haben uns unsere Eltern die falschen Werte vermittelt? Haben wir unseren Kindern die richtigen Werte vermittelt? Was ist richtig, was ist falsch? Wie wird man denn glücklich?
Vor ca. zwei Jahren begegnete ich in Köln einem Mann , der mich zum Abschied drückte und zu mir sagte: “Mach Dich glücklich”. Ich glaube, ich habe ihn damals etwas fassungslos angeschaut und noch tagelang darüber nachgedacht, was er wohl meinte. Ich lebte zu dieser Zeit in einer Beziehung, ich der ich nicht glücklich war, und das war wohl auch meine Ausstrahlung.
Seither begleiten mich diese Worte: “Mach Dich selbst glücklich”!
Danke Thomas Niegisch. Deine Worte waren für mich der Anfang von etwas Neuem, aber das konnten wir beide damals nicht wissen.
Ich sitze hier mit einem wunderbar duftenden Espresso-Kaffee, der erste am Morgen ist wirklich der köstlichste. In meinem kleinen Dorf ist der Winter eingekehrt, eine zauberhafte weiße Puderschicht liegt über allem. Ich habe heute einen Tag frei und einige schöne Dinge zur Entspannung geplant. Das macht mich sehr glücklich, und ich habe beschlossen, mir das jetzt öfter mal zu gönnen.
Ich wünsche allen meinen Bloglesern einen glücklichen Start in eine neue glückliche Woche. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit, und wir haben es in der Hand, den Tag so schön wie möglich zu gestalten und ihn zu dem glücklichsten Tag unseres Lebens zu machen.
Namasté, Eure Dori ![]()

am 24. November 2008 um 9:35 Uhr.
Ja liebe Dori,
wir sind alle auf der Suceh nach dem Glück, und auch bei mir ist noch gar nicht so lange her, dass ich richtig ermessen konnte, was denn Glück für mich ist.
In einem Forum bei XING haben wir einen Artikelbaum, der beginnt mit
Ich bin glücklich, weil…
Und dort habe ich heute folgendes geschrieben:
..der Winter auch bei uns eingekehrt ist
…ich schon zweimal Schnee geschaufelt habe heute morgen
…ich zuhause arbeiten kann und nicht mit dem Auto unterwegs sein muss
…ich eine zusätzliche Idee habe für mein Kalenderprojekt
…ich von Traudl eine sehr schöne Geburtsanalyse nach dem Mayakalender erhalten habe
…ich diesen neuen Tag wie ein in goldenes Geschenkpapier verpacktes Päckchen mit großer roter Schleife begrüße
Es macht Spaß, dort zu lesen - als ich im Urlaub war, hatten sich in einer Woche 10 Seiten gefüllt mit den Dingen, wofür die Leser bzw. Schreiber glücklich waren. Das ist ähnlich wie mit der Dankbarkeit - glücklich sein kann so einfach sein…
alles liebe für dich, du glückliche Frau
von einer glücklichen Irene
am 24. November 2008 um 10:02 Uhr.
Liebe Dori,
Energie folgt der Aufmerksamkeit. Also sind wir nur deshalb nicht glücklich, weil wir uns auf das Unglücklichsein konzentrieren.
Vermitteln wir unseren Kindern die richtigen Werte? Diese Frage hat mich angesprochen (Schlag in die Magengrube - schlechtes Gewissen), weil ich meine Tochter als undankbar und anspruchsvoll, unzufrieden empfinde. Wenn ich selbst wirklich von Herzen glücklich wäre, würde sie sich dann vielleicht auch ändern? Ich KANN ja sowieso nur mich selbst glücklich machen. Aber wie kann ich glücklich sein, mit diesem Gefühl, meiner Tochter nicht die richtigen Werte vermittelt zu haben? Ich muss diesen Teufelskreis umdrehen, von der anderen Seite rangehen. Einfach immer nur auf mein Glücklichsein achten, jedes kleine Glück bemerken, beachten und lieben. Ich wünsche mir so sehr, dass sie lernt, glücklich zu sein.
Liebe Grüsse von Anne
am 24. November 2008 um 12:23 Uhr.
Liebe Dori,
ich denke, Du hast mit Deinen Fragen den Nagel auf den Kopf getroffen. Schon “unsere Freundin” Kristiane Allert-Wybranietz schrieb: “Was wir brauchen, um glücklich zu leben, ist wenig. Aber wir steigern die Bedingungen für Glück ins Endlose und beklagen unser Unglück.”
Schön, dass Du auf Thomas’ Rat gehört hast. Denn seit Du Dich selbst glücklich machst, gelingt Dir das auch immer besser bei anderen, zum Beispiel bei den vielen Leserinnen und Lesern, die das große Glück haben, Deinen Blog zu kennen
Ich wünsche Dir einen schönen Wohlfühltag,
Jürgen
am 24. November 2008 um 13:55 Uhr.
Hallo Dori,
da habe ich heute EINE passende Antwort auf Deine Fragen.
Der 2.Teil folgt am Mittwoch.
http://lebensfreude-blog.de/?p=642
Liebe Grüsse
Norbert
am 24. November 2008 um 14:19 Uhr.
…ich glaube- daß es was mit den äußeren werten zu tun hat….daß wir alle nicht glücklich sind…oder es uns oft so schwer fällt….wenn ich alleine sehe- was jugendliche heute - alles zu ihrem - vermeindlichen - glück brauchen….! wir sind vielleicht alle zu sehr mit dem außen- statt mit unserem inneren - beschäftigt…
aber wieder mal sehr schön…dein denkanstoß….ich bin ein neuer, treuer fan deines blogs geworden….
lg und eine glückliche zeit
sabine
am 24. November 2008 um 19:03 Uhr.
Liebe Irene,
das ist aber eine schöne Idee: sich jeden Tag zum Geschenk machen, eingepackt in wunderschönes Geschenkpapier mit einer dicken Schleife herum. Schöööön.
P.S. Schneeschaufeln macht mich definitiv nicht glücklich
, aber auch nicht unglücklich.
Allerliebste Grüße
Dori
am 24. November 2008 um 19:05 Uhr.
Lieber Jürgen,
was mich nur in Erstaunen versetzt, wieviel solcher Sachen zum Glückwerden es mittlerweile gibt. War es noch vor 2 Jahren das Thema “Nachhaltigkeit”, was einen auf Schritt und Tritt verfolgte, ist es jetzt das Glücklichsein. Manchmal denke ich, es sind auch ganz schön viele “Trittbrettfahrer” unterwegs
Winterliche Eisesgrüße
Dori
am 24. November 2008 um 19:11 Uhr.
Liebe Anne,
danke für Deinen offenen Kommentar.
Was Du unter “Undankbarkeit” verstehst, kann ich von hier aus nicht erkennen.
Wenn Du Deine Tochter als undankbar empfindest, dann fordert sie von Dir etwas ein, was Du ihr nicht geben möchtest oder kannst?
Oder: Vielleicht möchtest Du etwas einfordern, von wem auch immer, und hast nicht den Mut?
Wenn es sich um materielle Dinge handelt, dann ist das meines Erachtens nicht so tragisch. Meine Kinder mussten sich ab einem gewissen Alter ihre Designer-Jeans oder den Führerschein selbst verdienen. Ich hatte das Geld nicht. Und selbst wenn ich es gehabt hätte, hätten sie nicht alles von mir geschenkt bekommen. Ich habe da meine eigene Sichtweise.
Und ab einem gewissen Alter meiner Kinder habe ich mich auch ganz klar abgegrenzt, und sie mussten Verantwortung übernehmen.
Wie gesagt, ich kenne Deine Situation nicht. Aber da Du ein sehr feinfühliger Mensch bist, wird Dir Deine innere Stimme schon den richtigen Rat geben.
Alles Liebe für Dich,
Dori
am 24. November 2008 um 19:14 Uhr.
Liebe Sabine,
danke für Deinen lieben Kommentar. Als ich vor 2 Tagen den “gefühlten 100. Glücksblog” im Netz entdeckte, da dachte ich, hier stimmt was nicht.
Ich glaube jedoch, dass das auch ein Trend ist. In einem Jahr gibt es wieder ein anderes Thema, was alle brennend interessiert und wo andere dann Geld mit verdienen möchte.
Im Grunde kann mich sowieso niemand anderes glücklich machen außer ich selbst.
Bibbernde Abendgrüße
Dori
am 24. November 2008 um 19:20 Uhr.
Lieber Norbert,
bin gerade bei Dir vorbeispaziert. Das ist ja spannend. Jetzt muss ich bis Mittwoch auf die Fortsetzung warten? Tz tz tz.
Liebe Grüße
Dori
am 24. November 2008 um 20:09 Uhr.
Liebe Dori,
auch meine Website trägt seit dem Start 2005 den Untertitel “Die Seite für alle, die bewusster und glücklicher leben wollen.” Damals gab es nur wenige, die über Themen wie “Achtsam leben”, “Dankbar leben”, “Glücklich leben” … schrieben. Heute sind diese Dinge in aller Munde - und ich bin froh, dass es so ist.
Dass es da immer jemanden gibt, der sich an diesem an sich sehr berechtigten Interesse bereichert, ohne selbst etwas dafür zu tun (und nur dann ist es ja ein Trittbrettfahrer), wird wohl immer so sein.
Auf der anderen Seite gibt es so viel Wertvolles, dass ich diese Fülle nicht missen möchte. Und jede/r hat ja auch seine eigene Herangehensweise an diese Themen. Mehr denn je ist wohl gerade in unserer Zeit ein gutes Unterscheidungsvermögen gefragt, das uns sagt, wo wir wirklich Qualität finden.
Liebe Grüße,
Jürgen
am 24. November 2008 um 20:45 Uhr.
Lieber Jürgen,
mir sind auf jeden Fall 1000 Glücksblogs lieber als ein einziger Finanzkriseblog.
Und Du hast völlig Recht: es ist für jeden immer das Richtige dabei.
Viele liebe Grüße
Dori
am 24. November 2008 um 21:15 Uhr.
Liebste Dori, wirklich gute Fragen, die Du da stellst. Ich kann mir 2 Gründe für die vielen Glücksblogs und Glücks-Ratgeber vorstellen. Entweder suchen die Menschen wirklich alle ihr Glück, weil sie noch nicht genug glücklich sind oder es konzentieren sich einfach immer mehr Menschen statt auf Unglück lieber auf das Glücklichsein und möchten das auch mitteilen… Ich kann es so oder so sehen, wie Du Dir denken kannst, sehe ich die zweite Idee:-)
Du hast natürlich total recht, wirklich und dauerhaft glücklich mach ich nur mich selbst, das hat viel mit dem “in-der-Mitte-sein” zu tun, von dem Du auch schon so wunderbar geschrieben hast.
Glückliche Grüsse und alles Liebe, Andrea
am 24. November 2008 um 21:38 Uhr.
liebe dori
ich habe in meinem seminar letztens einen satz gehört über den lang und breit geredet wurde.irgendwie fällt der mir so spontan zu deonem beitrag ein
“es muß gelitten werden”
damit ist gemeint dass wir uns es selber oft nicht zugestehen wollen oder “dürfen” dass es uns gut geht, dass wir glücklich sind…..schon von früh an wird es immer wieder mal gern eingetrichtert.
ich habe echt lange gedacht, in dieser gesellschaft werden nur unzufriedene “akzeptiert”…´warum soll es mir gut gehn wenns anderen nicht gut geht,,,
so nun bin ich etwas vom thema weg, das mußte nun raus
ich glaub einfach wir haben uns die sicht auf das was uns glückluch macht einfach irgendwie verstellt.
es ist so einfach, glück und freude zu empfinden, dazu braucht es nichts großes.
auch ich habe heute in diesen ich bin glücklich weil forum geschrieben..
…weil ich die Woche schon mit einer tollen Engelkarte begonnen habe

…..es mit Riesenschritten meinem liebsten Monat zugeht *hüpf*
…..bei mir alles angezuckert ist und es einfach schöön anzusehen ist (wer noch schnee übrighat bitte gern zu mir :)))
….es so schön wiedermal ist eure Beiträge zu lesen und sich infizieren zu lassen
…ich merke, dass ich mich immer mehr von meinen alten “Mustern”lösen kann und mich viel befreiter fühle
…ich mit Tiefs immer besser umzugehn lerne
das darüber schreiben machts mir noch mehr bewußt
was ich schon alles von dir gelesen habe bist du auch schon sehr gut darin DEIN glück zu finden und zu fühlen*smile*
gglg von babsi
am 24. November 2008 um 22:34 Uhr.
Liebe Dori, vorhin habe ich eine Engelkarte gezogen und die hiess Meditation, und Du sagst mir, meine innere Stimme werde mir schon den richtigen Rat geben…. Zufall? Da muss etwas dran sein. Mit dem Verstand und dem “mich zum freundlichen und geduldigen Verhalten meiner Tochter gegenüber zwingen” geht es nicht. Das habe ich nun schon seit Jahren ausprobiert, aber es funktioniert definitiv nicht. Ich muss unbedingt schnell einen anderen Weg finden. Ruhe und Frieden in mir selbst. Meditation scheint mir sehr sehr schwierig zu sein. Meine Gedanken schweifen immer wieder ab. Ruhig atmen vielleicht. Es ist so ein langer Weg, und ich habe nicht viel Zeit, bevor sie erwachsen ist.
Danke jedenfalls für Deine Antwort!
Und übrigens finde ich es auch toll, dass es so viel über Glück zu lesen gibt! Das ist ein grosses Glück für mich.
am 25. November 2008 um 9:55 Uhr.
Liebste Andrea,
ich hatte gestern eigentlich gehofft, dass meine Fragen so provokativ sind, dass andere Antworten dabei herauskommen.
Ich habe überhaupt nichts gegen Glücksbücher (habe selbst 2 zu Hause) oder Glücksblogs oder dergleichen.
Ich wollte einfach nur wissen: WAS IST MIT DEN MENSCHEN, dass sie nicht glücklich sein können? Oder wollen sie es etwa nicht sein?
Heute bin ich ganz besonders glücklich. Weil Dienstag ist, weil ich schon viele Komplimente über mein Aussehen bekommen habe, und weil der Himmel knalleblau ist über D-dorf.
Allerliebste Sonnengrüße
Dori
am 25. November 2008 um 9:59 Uhr.
Liebste Babsi,
wie schön, Deine positiven Schwingungen zu spüren und Deine Freude
Mein Lieblingsmonat ist der August, und ich freue mich jetzt schon wieder darauf, wenn das Frühjahr und der Sommer da sind. Aber ich bin trotzdem glücklich, weil es nichts mit meinem “Innenleben” zu tun hat.
Ich finde, Du tust sehr viel für Dich, und alleine die Erfolge auf Deinem Weg zur Veränderung sind positiv und machen Dich glücklich.
Weiter so Du Liebe.
Herzlichste Grüße
Dori
am 25. November 2008 um 10:08 Uhr.
Liebste Anne,
wie schön - das Unterbewußtsein lässt Dich IMMER die richtigen Karten ziehen.
Bei mir war das anfänglich mit der Meditation auch sehr schwierig. Ich musste es regelrecht “trainieren”. Es braucht ein wenig Übung. Irgendwann wird es dann ganz von alleine klappen, wenn Du kontinuierlich dabei bleibst. Ich kann es Dir wirklich nur ans Herz legen, es lohnt sich.
Alles Liebe für Dich,
Dori
am 25. November 2008 um 13:32 Uhr.
Liebste Dori,
die Quelle des Glücks und der Liebe sind in mir selbst drin zu finden - in meinem Herzen, wie wahr… Und diese Quelle sprudelt immerzu, ich kann jederzeit daraus schöpfen - wie herrlich!!!
Allerliebste Grüße von Elisabeth
am 25. November 2008 um 13:33 Uhr.
Liebste Dori, Du hast eben keine Leser, die SO denken. Du hast Leser, die sich selber glücklich machen:-) Aber um eine kleine provokante Antwort zu liefern:
Die Menschen geben eben gern anderen Menschen die Schuld für ihre Stimmung, für Ihr Unglück usw. Sie geben gern mal die Macht über ihr eigenes Leben ab und da haben Glücks-Gurus ihre ganz grosse Chance…
Ich bin heute auch sehr glücklich, der Himmel hier ist nämlich auch knallblau, ich habe ein paar wunderbare Dinge vor und morgen endlich wieder auch mal einen arbeitsfreien Tag.
Ich schicke Dir herzlichste und glückliche Grüsse Andrea
am 25. November 2008 um 13:54 Uhr.
Liebste Elisabeth,
genau! Und weißt Du, was dies auch ist? FREIHEIT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Glückliche Grüße
Dori
am 25. November 2008 um 13:56 Uhr.
Liebste Andrea,
ich kann das gut verstehen: wenn der Himmel blau ist, bin ich besonders glücklich. Zur Zeit arbeite ich noch daran, auch bei grauem Himmel besonders glücklich zu sein *lach*
Ich möchte die Macht nicht mehr an andere abgeben, denn ich lebe sie jetzt. Und das wird so bleiben.
Lachende Grüße
Dori