Welttierschutztag - 4. Oktober
Der Welttierschutztag ist der 4. Oktober. Dies ist ein Thema, welches nun immer wichtiger für mich ist. Nicht umsonst ist meine Freundin Mitglied im Neusser Tierschutzverein und hat selbst mehrere Hunde bei sich aufgenommen. Der Neusser Tierschutzverein ist aktiv in Polen, Griechenland, auf Teneriffa, inzwischen auch in Rumänien. Mit Spendengeldern wurden dort Tierheime gebaut, und die Hunde kommen allesamt nach Deutschland und werden hier an liebevolle Menschen vermittelt.
Am Wochenende nun ereilte mich ein Hilferuf. Donna, die 10-jährige Hündin meiner Freundin, war sehr krank, so dass sie sich nicht um ihre anderen Hunde kümmern konnte. Ob es mir wohl möglich sei, übers Wochenende den Benni zu mir zu nehmen? Benni ist ein 10 Jahre alter Schäferdackel und stammt aus einem rumänischen Tierheim. Man hat ihm den Schwanz abgeschlagen, ihn in einen Sack gesteckt und an einem Baum aufgehängt. Dort wurde er von Tierschützern gefunden und kam nach Neuss, zuerst in eine “Auffangstation”, und dann zu meiner Freundin.
Natürlich durfte Benni mit zu mir. Lady Paula was not amused
aber Benni hat sich um meine beiden Kaninchen gar nicht gekümmert. Nach einer kurzen Inspektion meiner Wohnung stand für ihn ganz klar fest: meine Couch ist seine Couch. Anfänglich noch zitternd vor Angst, hat er sich nach und nach beruhigt. Ich habe ihm Reiki gegeben, was er sichtlich genossen hat. Abends um 22 Uhr nochmals Gassi gehen, am nächsten Morgen wieder, eine völlig neue Erfahrung. Ich habe übrigens in den zwei Tagen mit Benni sehr viele nette Menschen kennengelernt, natürlich alles Hundebesitzer
Benni ist ein sehr liebebedürftiger Hund, er hatte noch nie ein zu Hause, und jetzt gewöhnt er sich langsam hier ein. Jedes vorbeifahrende Auto, jeder Radler, jeder Jogger, jeder Hund, alles jagt ihm Angst ein, und die Frage ist, ob er diese Angst jemals wieder verlieren wird.
Fest steht: Benni hat nun ein liebevolles Zuhause, nette Kumpels, die mit ihm spielen, und ein Frauchen, welches ihn über alles liebt. Und wenn Benni mag, darf er mich jederzeit sehr gerne wieder übers Wochenende besuchen.

am 30. September 2008 um 17:58 Uhr.
Der arme Benni. Wie können Menschen nur so grausam sein? Verstehe ich nicht. Schön, dass er ein Zuhause gefunden hat.
Liebe Grüße,
Martina
am 30. September 2008 um 21:47 Uhr.
Liebe Martina,
ich kann das auch nicht verstehen, wie so vieles Anderes nicht. Ich bin zwar jetzt auch Mitglied im Neusser Tierschutzverein, aber je tiefer der Einblick wird, desto grauenvoller sind die Tatsachen, was Tieren angetan wird. Natürlich auch den Kindern, die sollten wir auch nicht vergessen. Siehe mein Post zu Michael Fodes “Jeder Meter”.
Mich hat der kleine Benni zutiefst berührt, und die Dankbarkeit des Tieres für eine kleine Streicheleinheit, das haut Dich um.
Herzliche Grüße
Dori
am 1. Oktober 2008 um 8:24 Uhr.
Guten Tag Dori
Das ist eine sehr berührende Geschichte von Benni, dem Schäferdackel. Ich bewundere was so Menschen wie Deine Freundin Gutes für die Tiere tun. Unbeschreiblich was der Benni erleben musste! Möge solchen zu Grausamkeiten neigenden Menschen das Herz aufgehen und damit die Rohheit und Bestialität ihrer Taten stoppen.
Deiner Freundin wünsche ich viel positive Energie und auch finanzielle Unterstützung für Ihr Werk.
Nachdenklichen und lieben Gruss
Elfe
am 1. Oktober 2008 um 12:12 Uhr.
Liebe Dori, es dreht mir das Herz um, wenn ich so etwas lese. Wie “krank” muß eine Seele sein, um einem Tier so etwas anzutun? Wie ” krank” sind die Seelen der Menschen , wenn man bedenkt wie sie mit Ihresgleichen und mit den Tieren umgehn?
Dein Blog und noch einige mehr, einschließlich der Kommentare, machen Hoffnung, daß es auch anderst geht.
Herzlichst
Silvia
am 1. Oktober 2008 um 14:10 Uhr.
Liebe Dori!
Es gibt leider so viele traurige Tierschicksale, zu viele!
Könnte ich jetzt noch mal 20, mit dem Wissen von jetzt, sein,…würde ich mit Sicherheit zu Greenpeace gehen,…oder mich andersweitig nützlich machen.
Jetzt,…kann ich körperlich niemandem mehr helfen, hab´grad mit mir zu tun……und was den armen Benni betrifft, denke ich, dass er seine Angst wohl nie verlieren wird….
Liebe Grüße
Grye Owl
am 1. Oktober 2008 um 15:44 Uhr.
Liebe Elfe,
die “Leute” des Neusser Tierschutzvereins sind allesamt tagsüber berufstätig, haben Partner, Kinder und Familie, haben alle Pflegetiere bei sich aufgenommen, und machen das alles nach Feierabend, am Wochenende und auch nachts, wie mir lachend die Leiterin der Vermittlungsstelle erzählte. Ich finde diese bedingungslose Hingabe bemerkenswert. Die Dankbarkeit der Tiere ist jedoch nicht mit Worten zu beschreiben.
Liebe Grüße
Dori
am 1. Oktober 2008 um 15:48 Uhr.
Liebe Silvia,
ich glaube, es kommt daher, dass Tiere in vielen Ländern und von vielen Menschen nicht als Seele, sondern als Gegenstand oder Besitz gesehen werden, mit dem man dann machen kann, was man möchte. Aber hier in Deutschland gibt es das auch.
Je intensiver ich mich damit auseinandersetze - desto entsetzter bin ich. Ich kann nicht alle Tiere dieser Welt retten, aber wenigstens eins.
Liebe Grüße
Dori
am 1. Oktober 2008 um 15:49 Uhr.
Liebe Grye Owl,
ich glaube, man kann sich auch engagieren, wenn man körperlich nicht so beweglich ist. Sicherlich kannst Du keine Wale mehr retten, aber bestimmt gibt es irgendeine Möglichkeit, und sei es nur ein Beitrag in Deinem Blog, um das Anliegen der Tiere und den Welttiertag den Menschen bewusst zu machen.
Sonnige Grüße
Dori
am 1. Oktober 2008 um 23:35 Uhr.
grausam wie manche menschen tiere behandeln, taten die ich sehr verabscheue und einfach nicht verstehen kann, oder verstehen will.
schön, dass benni nun ein gutes zu hause hat!
lieben abendgruss
jrene
am 7. Oktober 2008 um 21:06 Uhr.
Hallo, liebe Dori ^^
Dein Blog ist ziemlich interessant, ich habe mich mal ein wenig durchgelesen…
Komme von der Ferne, über Aprikose zu Gaba zu dir.
Ich freue mich für Benni, dass er ein so liebes Zuhause bei dir gefunden hat. Hätte man sich schon fast denken können, dass die Freundin es als Chance sieht, der Dori einen Hund zu geben.
Ja, als Hundebesitzer, lernt man viele nette, neue Leute kennen.
Wir haben eine Hündin. Zickig, aber das hängt stark vom anderen Hund ab. Daher kann man sich gut an ‘uns’ erinnern. Aber Lou, so heißt sie, kann auch ganz lieb und süß sein. Und mit Martin, einem Bernasennen-Rüden, spielt sie auch gerne. Die zwei sind wirklich lustig anzusehen, wenn sie tollen.
Wir wohnen bei Feldern, wenn man dann los geht, ist die Chance groß, jemand Bekannten mit Hund zu treffen und dann trifft man immer mehr und geht mit, oder bleibt wo stehen und redet.
Ist ziemlich lustig das Ganze =)
lg Mako
am 8. Oktober 2008 um 0:15 Uhr.
Liebe/r Mako,
danke für Deinen Besuch bei Dir. Mein Sohn, der Hunde nie möchte
hat nun seit einiger Zeit eine Freundin mit einer einjährigen Hündin. Und siehe da, diese Hündin hat meinen Sohn ausgeguckt als Rudelführer. Langsam haben sie sich einander angenähert, und jetzt liebt er sie inzwischen heiß und innig. Ist das nicht schön?
Sonnige Grüße
Dori:-)
am 8. Oktober 2008 um 13:31 Uhr.
Oooh, das ist ja süß ^___^