Das Dasein ist köstlich
Das Dasein ist köstlich.
Man muss nur den MUT haben, sein eigenes Leben zu führen.
Peter Rosegger
Ich bin ehrlich! Ich OUTE mich jetzt. Ich habe mein Potential bisher nicht VOLL gelebt. Ich hatte nicht den Mut. Ich habe mich nicht getraut. Ich habe die “Macht” nicht gewollt, die ich habe, nicht die Präsenz, nicht die Ausstrahlung. Ich hatte Angst vor meinem eigenen Leuchten. Ich konnte nicht umgehen mit den Menschen, denen ich etwas gespiegelt habe. Die mich ablehnten aufgrund meines Mutes, meiner Kraft und meiner Stärke. Und ja, auch meiner Attraktivität.
Das sind meine alten Glaubenssätze. Ich bin eine wohlerzogene Tochter von Eltern aus der “alten” Generation, der Generation, die den zweiten Weltkrieg erlebt hat, die gehungert hat, die aufgebaut hat, wo die Frauenrolle eine untergeordnete war und für diese Menschen auch bleibt.
Ich habe gestrampelt und gestrampelt, um Anerkennung von meinen Eltern zu bekommen. Heute weiss ich, dass sie mir diese gar nicht geben konnten. Ich entspreche nicht ihrem Frauenbild. Mein Vater sagte: Warum musst Du immer gegen den Strom schwimmen? Warum kannst Du nicht sein wie andere Frauen? Ich kann nicht sein wie andere Frauen, ich kann NUR ICH SEIN.
Ich habe mich entschlossen, meine Vergangenheit und meine Erziehung aus meinem Leben zu verabschieden. Ich habe hier in diesem Leben eine Aufgabe zu erfüllen, und diese Aufgabe habe ich erkannt. Ich gehe meinen Weg, und viele Menschen aus meinem früheren Leben schütteln einfach nur den Kopf und denken und sagen: Wie kannst Du? JA, ich kann. Ich kann nicht nur. Ich tue es. JETZT.
Umso wohluender für mich ist die Generation meiner Kinder. Meine Kinder gehen ihren Weg, ungeachtet der Meinungen anderer Menschen. Sie kämen nicht auf die Idee, sich aufhalten zu lassen, wenn sie etwas wirklich wollen. Sie sind, wie sie sind, und das ist mein Verdienst. Denn wenn ich eine Sache gut gemacht habe in diesem Leben, dann ist es, meine Kinder ohne Schuldgefühle und mit einem gesunden Selbstbewusstsein zu erziehen.
Ich habe die Generationenkette meiner Familie durchbrochen. Dafür danke ich aus tiefstem Herzen. So ist es. So ist es gut und richtig zum Wohle aller Beteiligten.

am 9. September 2008 um 23:18 Uhr.
Liebe Dori!
Da hast Du wohl alles richtig gemacht, bei Deinen Kindern.
Aber es ist echt schwer sein “eigenes” Leben zu führen, wenn man mit der ganzen Familie in einem Haus lebt, und teilweise sogar noch abhängi ist von Anderen. Wenn Du jeden Tag eine Form von Demütigung erlebst, und eine Art von “Sein”, die Du selbst “so” nicht gekannt hast, und die sich auch in den letzten vierzig Jahren nicht verändert hat, ist nicht immer alles “so” köstlich.
Vielleicht täte es doch gut, bei passender Gelegenheit, ein paar “Kilometer” dazwischen zu bringen?!
Liebe Grüße
Grye Owl
am 10. September 2008 um 7:41 Uhr.
wow!!!
am 10. September 2008 um 8:54 Uhr.
Einen wunderschönen guten Morgen, liebste Dori!
Dennoch schaue ich unendlich dankbar auf meine Mama, die mich zur Welt gebracht hat unter Schmerzen und mit dem Risiko, ihr eigenes Leben dabei verlieren zu können…
Wow, dein “Outing” ist großartig, offen, ehrlich, wahr… Du gehst deinen Weg ganz wunderbar, und du hast so viel noch vor dir, alles ist möglich!
Ich freue mich von Herzen für dich, dass du so stark bist, dass du dich befreien konntest!!! Meine Mama war bereits über 40, als ich zur Welt kam, ich weiß, wovon du sprichst… Ohne meine Schwester hätte ich das allerdings nicht geschafft, denke ich, dass ich mich frei gestrampelt habe…
aber alles ist gut so, wie es ist, und all das, was ich “mitgemacht” habe, hat mich werden und reifen und wachsen lassen
Das Leben ist schön *strahl*
Eine ganz, ganz liebe Umarmung von mir, liebste Dori - du bist wunderbar!!!
Herz-lichst Elisabeth
am 10. September 2008 um 9:46 Uhr.
Liebe Dori, Glückwunsch zu dieser Entscheidung und ich weiß, dass die Widerstände gegen mutige Frauen und Frauen die etwas wollen auch heute noch enorm sind. Also keine leichte Entscheidung… LG Rainer
am 10. September 2008 um 10:09 Uhr.
Liebster Rainer,
als ich noch in einer Führungsposition arbeitete bis vor 3 Jahren, da musste ich täglich kämpfen, damit man mich überhaupt anhörte. Ich arbeitete in der Automobilindustrie, das ist eine reine Männerdomäne, und Frauen haben dort beinahe ausschließlich (ich möchte nichts verallgemeinern) eine “dienende” Position.
Als ich dann nach Arbeitslosigkeit und einigen Zeitarbeitsjobs meine heutige Stelle als Sekretärin bekam, da kam nach einer Woche schon die erste Stimme eines älteren männlichen Kollegen: “Für eine Sekretärin ist die mir zu selbstbewußt”.
Da habe ich gedacht: wie muss frau denn sein in diesem Beruf?
Mein Chef hat auf jeden Fall gesagt (mit einem fetten Grinsen, er ist erst 40), ich soll so bleiben wie ich bin und mich ja nicht verändern
Sonnige Grüße
Dori
am 10. September 2008 um 10:10 Uhr.
Hallo Bluetime,
wow - danke, dass Du mich mal wieder besucht hast.
Liebe Grüße in die Schweiz,
Dori
am 10. September 2008 um 10:15 Uhr.
Liebste Grye Owl,
Du bist stets so offen, und ich denke, dass es Dir wirklich nicht gut geht.
Wenn Du magst, können wir uns weiter austauschen unter: dori_kellers@yahoo.de.
Zu Deinem Kommentar möchte ich Dir sagen: ich nehme mich inzwischen aus Situationen heraus, die mir nicht gut tun. Ich hülle mich zwar immer noch in goldenes Licht, wenn ich das Haus verlasse, damit keine negativen Schwingungen zu mir durchkommen. Aber es gibt - was ich sehr bedauere - Menschen, die ich nicht mehr in mein Leben lasse, weil sie mich benutzen wollen und weil sie meine Energie brauchen, damit es ihnen besser geht.
Eine räumliche Trennung ist auch ganz angebracht, so bin ich vor einem Jahr in einen weiter entfernten Ort gezogen. 15 km haben gereicht, dass mich meine Familie (Mutter und Bruder) nicht mehr für ihre Zwecke “einspannen” können.
Sonnige Herzensgrüße für Dich,
Dori
am 10. September 2008 um 10:21 Uhr.
Meine herzallerliebste Elisabeth,
das Leben plätschert manchmal so vor sich hin. Denkt man. Aber dann: PENG. Es ist unglaublich, was innerhalb der letzten Tage in meinem Leben passiert ist. Ich komme ständig in Situationen, in denen ich mich behaupten muss. Erst gestern wieder. Da ist es aus den Tasten einfach nur herausgeflossen.
Mir hat gestern ein lieber Mensch gesagt: orientiere Dich an den Menschen, die Dich lieben so wie Du bist. Und nicht an denen, die ständig etwas auszusetzen haben.
Mir war auch - bis vor kurzem - nie bewusst, welche Präsenz ich habe, dass ich vielen Menschen damit Angst mache oder ihnen etwas spiegele. Aber wie dem auch sei, ich kann nur ICH SELBST sein.
Wie schön, dass Du solch eine liebe Schwester hast. Sicherlich ist sie etwas älter als Du? Schau mal, wie sich die Dinge entwickeln. Heutzutage ist das völlig normal, wenn eine Frau mit Ende 30 oder 40 ihr erstes Kind bekommt. Ich habe gestern gehört, dass Frauen heutzutage eine Lebenserwartung von 82 Jahren haben. Dann habe ich noch 29 Jahre, die ich mir so gestalten kann, wie ich es für richtig halte. Ist das nicht wundervoll?
Ich sende Dir ganze LIEBEvolle Grüße
und eine HERZliche Umarmung für Dich,
Dori
am 10. September 2008 um 10:42 Uhr.
Liebe Dori,
keiner ist auf dieser Welt, um so zu sein, wie die Anderen ihn haben wollen.
Auch DU nicht!
Es ist wohltuend, seine Einzigartigtigkeit zu leben.
Liebe Grüsse
Norbert
am 10. September 2008 um 11:09 Uhr.
Lieber Norbert,
danke für die Zustimmung. Ich bin zwar ein Spätzünder
aber ich finde das nicht schlimm. Besser spät als nie.
Sonnige Grüße
Dori
am 10. September 2008 um 15:14 Uhr.
Da bin ich ja in bester Gesellschaft
am 10. September 2008 um 18:34 Uhr.
Lieber Norbert,
ich weiß
am 10. September 2008 um 20:43 Uhr.
Liebste Dori, auch ich sag “waoh”… GROSSARTIG. Du weisst, wie ich darüber denke und ich bestärke es hier noch einmal: Du bist eine wundervolle und liebevolle Frau, geh Deinen Weg und lass Dich nicht von denen runterziehen, die mit Deiner tollen Ausstrahlung nicht umgehen können und neidisch sind. Lass IHREN Neid zu DEINEM Stolz werden, wenn Du nicht bewundernswert wärst, würde Dich niemand beneiden…und grenz Dich ab, wo Du es für nötig hälst, denn das ist DEIN RECHT.
Niemand muss sich ausnutzen lassen und ich erinnere Dich gern an meine “Hymne” (Fairytale gone bad von Sunrise Avenue) mit dem Refrain: “Out of my life, out of my head, out of my bed…” usw. Heute brauch ich das Lied nicht mehr, weil ich meine Schwingung verändert habe und nicht mehr ausgenutzt werde, einfach genial. Du bist auf dem richtigen Weg und ich bin sogar ein bisschen stolz darauf, diesen Weg seit einiger Zeit miterleben zu dürfen
sonnigste Herzensgrüsse Andrea
am 10. September 2008 um 22:05 Uhr.
Du liebe Andrea,
Freunde bedeuten mir heute mehr als Liebhaber. Das ist der Lauf der Zeit
Auf meine Freunde und Freundinnen kann ich mich jederzeit verlassen, sie sind für mich da. Und hören sich meine Geschichten wieder und wieder an. Und ich mir ihre.
Wie sagt die liebste Freundin meiner Tochter so schön (die ich im übrigen besonders ins Herz geschlossen habe, morgen treffen wir uns - und wir gehen mit dem kleinen Anton, dem Patenkind meiner Tochter spazieren - Die Kerle kamen und gingen, aber wir sind immer noch zusammen.
Eine liebe Umarmung für Dich, auch für Deine Schwester unbekannterweise,
Dori
am 11. September 2008 um 9:21 Uhr.
Liebste Dori,
und ist mir um den Hals gefallen und hat mir gedankt dafür, was sie von mir gelernt hat und noch lernen kann. Jetzt kann ich endlich sagen: Ich bin die Große, und du bist die Kleine 
so schön, deine Zeilen zu lesen!!!
Meine Schwester ist zwar zwei Jahre jünger als ich, aber schon sehr weit in ihrer Entwicklung, weil sie immer schon wusste, was sie will, vor allem beruflich, aber auch privat - ich kann von ihr sehr viel lernen.
Jetzt nach meiner NLP-Ausbildung hat sie allerdings festgestellt, dass ich auch was zu sagen habe
Alles, alles Liebe von Elisabeth
am 11. September 2008 um 9:36 Uhr.
Ja meine liebe Elisabeth,
so ist das im Leben. Mein 5 Jahre jüngerer Bruder hat einen ganz anderen Lebensweg als ich.
Wie schön, dass Du Deiner Schwester zurückgeben kannst, was sie Dir gibt. Und umgekehrt. So ist es gut, so soll es bleiben. Wieso mir jetzt 100 Prozent einfällt, weiss ich auch nicht.
Allerliebste Sonnengrüße
Dori
am 12. September 2008 um 10:42 Uhr.
Glückwunsch Dori - mehr kann ich dazu gar nicht sagen.
Ich bin begeistert, wie du dein Leben lebst.
Ich bin auch ein Spätzünder - und noch Meilen hinter dir
Aber es macht mir Mut, mich an Menschen zu orientieren, die schon erreicht haben, was ich mir wünsche. Danke dafür
mit lieben Sonnengrüßen von
Irene
am 14. September 2008 um 10:45 Uhr.
Liebe Dori :-))
Durch einen befreundeten Blog bin ich auf deine Seite gelandet und bin grade dabei,durch deine Beiträge zu schwebe.Diese Kraft die von deinen Zeilen ausgeht ist so richtig angenehm wohltuend.
Ich habe noch einen langen Weg um zu mir zu finden und zu mir zu stehen, mit allem was MICH ausmacht..und es ist wunderbar, hier zu verweilen und in sich zu gehen…
Werde öfters hier vorbeischauen*smile*
herzliche Grüße aus Wien :))
Babsi
am 14. September 2008 um 11:34 Uhr.
Hallo liebe Babsi,
danke schön für Deinen Besuch bei mir
Ich habe gesehen auf Deinem Blog, Du bist ja noch sehr jung und hast noch sehr viel Zeit für Deine ENT-WICKLUNG.
Ich sende Dir herzliche Sonnengrüße nach Wien,
Dori
am 20. April 2010 um 4:12 Uhr.
Interessanter Beitrag! Gebookmarkt
am 20. April 2010 um 15:18 Uhr.
Ach, ich liebe es, wenn irgendwo so ein Kommentar angeflogen kommt und mich auf Perlen aufmerksam macht, die in dieser schnelllebigen Blogwelt viel zu oft untergehen. Dabei sind solche Beiträge zeitlos und immer wieder wichtig!
Alles Liebe,
Jürgen
am 20. April 2010 um 15:21 Uhr.
Lieber Jürgen,
ich habe mir das Post jetzt gerade noch einmal durchgelesen, es hat immer noch seine Richtigkeit, ich würde es inzwischen jedoch anders formulieren. Denn auch ich bin gewachsen in den letzten beiden Jahren, sehr sogar. Aber das sind wir alle ja!
Allerliebste Sonnengrüße
Dori