Vergebung - Meditation
Hast Du oft ein Gefühl von Zorn, Wut oder Ärger, und Du weißt nicht, wo es herkommt? Krampft sich Dein Solarplexus oft zusammen, oder hast Du Magenprobleme? Vielleicht liegt es daran, dass es noch Menschen oder Situationen in Deiner Vergangenheit gibt, denen Du noch nicht vergeben hast.
Meditationsübung zur Vergebung:
Setz Dich bequem auf einen Stuhl, die Füße aufgestellt, und schließe sanft Deine Augen. Zähle rückwärts von 10 bis 0 und atme tief ein und aus. Oder begib Dich auf eine andere, Dir angenehme Art, in einen tiefen Entspannungszustand. Stell Dir nun vor, wie aus Deinen Fußchakren und aus Deinem Basischakra lange Wurzeln tief in die Erde, bis zum Mittelpunkt, hineinreichen, dort, wo die Erdenergie pulsiert. Visualisiere nun, wie diese kraftspendende Erdenergie durch Deine Wurzeln in Deinen Körper fließen und sich dort ausbreitet, bis in jede kleinste Zelle Deines Körpers.
Visualisiere nun, wie Du Dich in einem sehr großen Raum befindest, groß genug für viele Menschen. Am Ende dieses Raumes sitzt Du in einem großen, bequemen Sessel, vielleicht etwas erhöht, auf einer Art Podest. Die Vergebungszeremonie kann nun beginnen. Nach und nach treten alle Menschen, denen Du noch nicht vergeben hast, und von denen Du glaubst, sie hätten Dich einmal verletzt, zu Dir vor. Es können Deine Eltern dabei sein, Dein geschiedener Partner, ein früherer Chef, Kinder, die Dich sehr verletzt haben. Die Reihe dieser Menschen kann unter Umständen sehr lang sein, also nimm Dir genügend Zeit für die Vergebung.
Sage jedem einzelnen Menschen, der Dich um Vergebung bittet:
“Im Namen des Universellen Gesetzes, ob Du mich wissentlich oder unwissentlich verletzt hast, ich vergebe Dir.”
Lass Dir Zeit. Spüre in Dich hinein, wie gut es sich anfühlt, wenn Du nach und nach allen, die zu Dir gekommen sind, vergibst. Wie sich die Wut und die Blockaden in Deinen Chakren auflösen, wie sich Herz- und Solarplexus-Chakra ausdehnen. Du fühlst Dich leicht, nachdem Du die Last dieser alten Verletzungen endlich abgeworfen hast.
Nun, nachdem Du wieder alleine bist, und allen Menschen vergeben hast, stell Dich vor einen großen Spiegel. Schau Dir selbst in diesem Spiegel tief in die Augen und sage dann: “Ich vergebe mir selbst alle Verletzungen, die ich mir selbst oder anderen Menschen, wissentlich oder unwissentlich, zugefügt habe”.
Wenn Du magst, verbleibe noch eine Weile in diesem Zustand. Dann öffne langsam Deine Augen und sei besonders achtsam, was in den nächsten Tagen geschieht oder in Dein Leben tritt und wie Du Dich fühlst.
am 24. April 2008 um 17:12 Uhr.
Liebe Dori,
mit der Vergebung ist das so eine Sache …
Ich habe oft beobachtet, dass Menschen bewusst vergeben, aber im Unbewussten noch immer der Wut- oder Rachestachel kräftig am “werkeln” ist.
Die Meditation finde ich sehr schön - aber nur wirksam, wenn alle Teile des Bewusstseins auf jeder Ebene bereit sind zu vergeben.
HERZliche Grüße ins hoffentlich sonnige Neuss.
Alles Liebe,
Gaba
am 24. April 2008 um 17:24 Uhr.
Liebe Gaba,
natürlich ist das nicht einfach, einem anderen Menschen oder sich selbst zu vergeben. Und mit Sicherheit ist die Meditation nur eine von vielen Möglichkeiten.
Vielleicht kennst Du das auch: Du hast Dich irgendwann einmal sehr verletzt von jemandem gefühlt. Inzwischen lächelst Du jedoch, wenn Du an diese Person denkst, oder aber es ist Dir gleichgültig. Das ist der Idealfall.
HERZliche Grüße aus dem sehr sonnigen Neuss
ins schöne Isartal.
Dori
am 24. April 2008 um 18:38 Uhr.
Liebe Dori
Ja, ich kenne das,man hat vermeintlich vergeben aber die Schmerzen kommen immer wieder und ich merke, da ist immer noch ein leiser Groll auf diese Person, die einem das alles angetan hat. Ich bin seit langem am Verzeihen aber auch, am um Verzeihung zu bitten, Das ist ein Prozess den man immer wieder machen muss. Bis die Schmerzen immer weniger werden und dann ganz Aufhören.
Ich werde diese Vergebungs-Meditation heut Abend so machen, wie Du sie beschrieben hat.
Liebe Grüsse zentao
am 24. April 2008 um 21:20 Uhr.
Liebe Dori,
eine schöne Meditationsübung. Loslassen durch vergeben ist so wichtig, um eigene Energien wieder in Schwung zu bringen. Mir ist es bei manchen Menschen nicht sofort gelungen, manchmal dauert es.
am 5. Mai 2008 um 19:28 Uhr.
Liebe Dori,
so schön einfach klingt das. Ich kenne eine Person, der ich - für mein Gefühl - endlose Male und immer wieder vergeben habe, da tief unter allen Emotionen und Realitäten vermutlich Liebe liegt.
Und doch - die zwischenmenschlichen Probleme bleiben bis heute bestehen, nach -zig Jahren. Immer wieder geraten wir aneinander, unsere Beziehung besteht aus lauter Missverständnissen und alten unangenehmen Erfahrungen, die ins Heute übertragen werden.
Was habe ich nicht schon alles getan, um das aufzulösen. Visualisierungen, Familienaufstellung, Homöopathie und und und. Es bringt mich zwar weiter (in Erkenntnissen), aber nicht zu diesem Menschen, trotz aller Vergebung.
Daher denke ich: Schön, wenn ich dauernd vergebe - aber was ist, wenn die Bezugsperson MIR nicht vergibt? Dann bleiben die negativen Kräfte nämlich genau so existent, egal was ich tue. Kann es sein, dass ich in diesem Fall “machtlos” bin, weil die andere Person etwas - warum auch immer - am Leben halten möchte? Ziemlich aussichtslos erscheint es mir. Was denkst du?
Lieben Gruß
Barbara
am 6. Mai 2008 um 10:06 Uhr.
Liebe Barbara,
schön, dass Du so offen schreibst. Ich weiß genau, wovon Du sprichst und kann sehr gut nachvollziehen, was Du meinst. Mir selbst ist es - ich glaube bis zum vorigen Jahr - genauso gegangen. Und dann kam ich an einen speziellen Punkt. Ich habe erkannt, dass ich tun und lassen kann, was ich will, es nützt nichts. Genau wie Du habe ich Familienaufstellungen gemacht, Meditationen, Visualisierungen, (Fern)Reiki geschickt, es brachte keine Veränderung. Ich habe mich so sehr gegrämt, dass ich krank wurde. Und plötzlich konnte ich loslassen. Ich bin nun der wichtigste Mensch für mich in meinem Leben, das habe ich gelernt, auch wenn der Weg schmerzvoll war. Das hat ganz viel mit Selbstliebe zu tun. Ich habe erkannt, dass ich nicht von allen Menschen geliebt werde kann, mit denen ich zu tun habe. Aber dass ich mich selbst lieben kann, auch oder gerade dann, wenn ich mal nicht perfekt bin oder eine Phase habe, wo es mal nicht gut läuft.
Ganz viel geholfen hat mir u.a. auch EFT. Darüber habe ich kürzlich geschrieben.
Liebe Grüße
Dori
am 28. Oktober 2008 um 20:09 Uhr.
Hallo zusammen,
hm ich weiß nicht so recht ob ich von meinem Erlebnis hier berichten soll aber ich konnte allen Menschen aus meiner Vergangenheit vergeben (und das war wirklich viel) nachdem ich mir den Film “Ben Hur” (mit Charlton Heston) angesehen habe. Es war als ob eine zentnerschwere Last von mir abfiel.