Seelische Allergien

Kennst Du das auch? Du triffst irgendwo auf neue Menschen, sei es an Deinem Arbeitsplatz, oder im Sportverein, in einem Volkshochschul-Kurs, oder sogar auf einem spirituellen Workshop. Du bist offen und positiv, und gehst gerne auf andere Menschen zu.
Trotzdem triffst Du auf einen Menschen, der Dich von vornherein – ohne Dich zu kennen, ohne jemals ein Wort mit Dir gesprochen zu haben - aufs Tiefste ablehnt.
Im Gegenteil, Du bemühst Dich um diesen Menschen. Du sendest ihm Licht und Liebe, Du öffnest Dein Herzchakra, Du schenkst ihm Deine ganze Aufmerksamkeit und hast nur positive, herzliche Worte für ihn. Jedoch, je mehr Du Dich bemühst, desto größer wird seine Abneigung Dir gegenüber. Das wird sogar so schlimm, dass diesem Menschen regelrecht die Gesichtszüge entgleisen, wenn er Dich nur von weitem sieht.
Dies nenne ich seelische Allergie. Wie gehst Du mit diesen Menschen um oder wie verhälst Du Dich in solchen Situationen? Hast Du selbst vielleicht auch schon einmal eine solche Abneigung verspürt?
Ist Dir solch ein Mensch egal oder gehst Du den Dingen auf den Grund?
am 14. April 2008 um 19:25 Uhr.
hallo,
fürher hatte ich für deratige dinge kein gespühr. heute entscheiden sich deratige aufeinandertreffen in serh kurzen momenten.
wobei ich sagen muß, daß ich wahrscheinlich aufgrund der ansicht ein kostabers gut wie die zeit nicht zu verschwenden, eben auch nicht eien notwendigkeit erkennen muß - ganz bewusst - dann auf deratige menschen einzugehen.
dafür nehme ich es bei postiven gegebenheiten um so intensiver gerne auf mich, um die eingesparte zeit gut investieren. ich habe schon neben menschen gesessen, genau genomen saß sogar noch eine person zwischen uns, wo ich gespührt habe das dieser mensch mich anschaut - ja anstarrt. wohlgemerkt wir saßen uns nicht gegenüber sondern schön fein in reihe und glied nebeneinander.
ein fast unglaubliches erlebniss, gerade für einen menschen der gerne rationell denkt und handelt.
am 14. April 2008 um 19:49 Uhr.
Liebe Dori,
in der von dir geschilderten, krassen Form ist mir das - zum Glück - noch nie passiert. Klar gab es schon mal gegenseitige Abneigungen, sowohl mir gegenüber als auch von meiner Seite. Manchmal war es Abneigung auf den ersten Blick, manchmal hat sie sich auch erst entwickelt. Die Lösungen waren bisher: entweder eine Art Burgfrieden zu schließen oder sich eventuell doch näherzukommen, nachdem man sich eine Weile “beschnuppert” hat.
Was ich tun würde, wenn mir jemand eine so offene, geradezu beleidigende Abneigung entgegenbringen würde, kann ich jetzt nur vermuten. Wahrscheinlich wäre ich sehr verunsichert und würde mich selbst (meine Person, mein Verhalten, Aussehen usw.) vollständig in Frage stellen. Egal wäre es mir sicher nicht, aber ich denke, ich würde mich schließlich abwenden - aus gekränktem Stolz, aus Traurigkeit, Resignation … Wut, Scham?
Interessant, einmal darüber nachzudenken. Jetzt wüsste ich aber doch gern, wie du auf eine solche Frage kommst?
Nachdenkliche Grüße - Judith
am 14. April 2008 um 20:11 Uhr.
Liebe Dori, in dieser starken Form hab ich das noch nicht erlebt. Aber natürlich spüre ich auch manchmal, dass mich jemand irgendwie nicht mag oder ablehnt. manchmal spüre ich, es liegt daran, dass ich ein sehr offener, sehr positiver Mensch bin, da können manche Menschen nicht mit umgehen (leider wahr). Wenn ich es jedoch nicht zuordnen kann, dann aktzeptier ich das und zieh mich eher zurück. nicht böse oder beleidigt, sondern ich nehm mich selber da raus. Ich bin davon überzeugt, dass ich immer die richtigen Menschen anziehe und dass alles seinen Grund hat und mittlerweile kann ich akzeptieren, dass gewissen Menschen einfach nicht “für mich” bestimmt sind.
Wenn ICH jemanden nicht mag, bin ich höflich und nett, gehe ich ihm aber möglichst aus dem Weg, gebe dem Menschen und vor allem dem negativen Gefühl kaum Energie.
Und ehrlich gesagt, oft beruht die Abneigung bzw. das nicht-so-gern-mögen auf Gegenseitigkeit. man kann sich dann darüber streiten, ob das Huhn oder das Ei zuerst da waren…:-)
Herz-liche,fröhliche, offene, gern-habende Grüsse von Andrea
am 14. April 2008 um 21:37 Uhr.
Hallo Dori,
vielleicht hat es ja auch Grund, dass man solche Menschen trifft?
Du kenst das sicher auch, dass solch ein Mensch z.B. in einer Gruppe die Stimmung schwer nach unten drücken kann. Im wahrsten Sinne sinkt die Schwingung, wird immer geringer. Was passiert? Wir schauen den Menschen an und beginnen ihn zu “spiegeln” - mit dem Ergebnis, dass sich die Spirale immer weiter herunter dreht. Die schlechte Laune wird ansteckend, die Gereiztheit steigt, der Stress nimmt zu und sie Schwingungen sinken in den Keller.
Ist das erkannt, kommt die Frage: Wenn alles, was wir erleben, von Gott vorbestimmt ist, wir ein Teil von ihm sind und als Menschen unsere Seele etwas lernen sollen: Was sollen wir lernen? Was soll ich gerade lernen?
Was soll mein Gegenüber lernen, der/die mich ablehnt?
Soll ich lernen, dass ich niemals vergessen soll, dass auch mein Gegenüber eine Seele hat, die etwas lernen soll (auch wenn sie sich dessen nicht bewusst ist)?
Soll ich lernen, dass ich darum weiß, wie es sich mit Schwingungen verhält und mein Gegenüber “mitnehmen”?
Soll mein mich ablehnender Gegenüber “erkennen” und lernen und die Erfahrung machen, dass ich ihn mitnehme auf ein höheres Energieniveau?
In dem Moment, wo ich erkenne, dass die mir gestellte “Aufgabe” perfekt ist und mich wachsen lässt, meine Seele entwickeln lässt, durchbreche ich meinen Opfer-Archetyp. Ich bin dem mich ablehnenden Gegenüber nicht ausgeliefert - er ist nicht Täter, genausowenig, wie ich Opfer bin. Wir sollen voneinander lernen, unsere Seelen sollen lernen. Ich bin nicht ausgeliefert, habe nichts zu vergeben (im herkömmlihen Sinne), weil es nichts mehr zu vergeben gibt.
Die andere “menschliche” Möglichkeit ist, dass ich beleidigt bin, weil ich es nicht verstehe, dass ich abgelehnt werde, mich als sein Opfer fühle, “Rachegedanken” schmiede, wie ich ihm dieses Verhalten heimzahlen kann, weil es mich verletzt usw. Wut, Hass, Ärger, Stress rauben mir meine Energie.
Was für eine Energieverschwendung… - ODER???
Vielleicht soll ich in der Situation lernen, dass ich niemals vergesse, andere Menschen mit auf ein höheres Energieniveau zu nehmen. Und vielleicht soll mein Gegenüber lernen, dass es Menschen gibt, die sich von seinem Verhalten nicht beeindrucken lassen und er gar nichts dagegen tun kann, dass ich ihn einfach ein Stückchen weit mitnehme und er letztendlich merkt, wie gut es ihm tut…
am 14. April 2008 um 22:00 Uhr.
So etwas gibt’s. Und ich bemühe mich oft um solche Menschen ganz besonders. Je mehr Ablehnung ich spüre, um so mehr Mühe gebe ich mir. Am Ende wartet dann immer die Enttäuschung.
am 14. April 2008 um 22:21 Uhr.
Liebe Dori, seelische Allergie ein schöner Vergleich der sofort vieles klarmacht.
Auch mir sind solche Situationen vertraut und ich habe in meinem Leben noch kein Patentrezept gefunden. Wenn jemand mit mir nichts zu tun haben will, bitteschön - es gibt noch andere nette Menschen auch wenn letztere rar gesät sind.
Grüße an die Sonnenfrau
am 14. April 2008 um 22:32 Uhr.
Liebe Dori,
manchmal ist es eine Auszeichnung, von gewissen Menschen nicht gemocht zu werden. Das ging und geht auch den größten und liebenswertesten Menschen der Weltgeschichte so.
Doch letztlich sind wir alle liebenswert und jeder Mensch kann unter den 6 Milliarden Seelen mehr als genug finden, die ihn so lieben, wie er ist. Das ist ja das Schöne an der Vielfalt, die uns diese Welt bietet.
Ich mag Dich,
Jürgen
am 15. April 2008 um 10:06 Uhr.
@ Alle:
Meinen herzlichsten Dank für Eure Kommentare und Eure Zuneigung.
Ich habe gestern bewußt nicht mehr auf die Kommentare geantwortet, da ich sie einfach verarbeiten und auch nachdenken wollte.
Ich bin für mich zu folgendem Schluß gekommen:
Ich glaube, ich - Dori - spiegele der anderen Person all das, was sie nicht hat: Weiblichkeit, Liebe, Partnerschaft, Mutterrolle, Freundschaften, Anerkennung und auch Respekt.
Über das, was sie mir spiegelt, musste ich längere Zeit nachdenken, bin aber zu folgendem Ergebnis gekommen:
Es geht bei mir ganz klar um Selbst-Liebe, Selbst-Akzeptanz, Positionierung, Abgrenzung, im Prinzip um meine bisherigen Lebensthemen. Männern gegenüber klappt das inzwischen sehr gut, “alte” Muster werden sofort erkannt und nicht mehr gelebt. Bei Frauen ist das aber noch nicht so, da meinerseits auch eine gewisse Solidarität der Frau gegenüber hinzukommt.
Also: es darf weiter gelernt werden
Einen strahlendschönen, sonnigen Tag wünscht
Euch
Dori