Selbsterkenntnis

Fragen zur Selbsterkenntnis:
- Kann ich JA und NEIN sagen, Entscheidungen treffen?
- Bin ich bereit, eigene vorgefasste Meinungen und (Vor-)Urteile immer wieder zu überdenken, zu überarbeiten und zu verändern?
- Welche Erfahrungen in Bezug auf das Thema “eigene Bedürfnisse erkennen und durchsetzen” habe ich als Kind in meiner Familie gemacht?
- Kann ich eigene Bedürfnisse, Wünsche und Ziele in mir selbst überhaupt (noch) wahrnehmen? Und entsprechend äußern?
- Kann ich eigene Bedürfnisse und Wünsche abstimmen und auch Kompromisse schließen?
- Habe ich mich schon einmal ganz bewußt für die Erfahrung entschieden: “Dein Wille geschehe” (Vaterunser)?
- Habe ich oft Spannungsgefühle im Solarplexus als Zeichen von unterdrückter Wut, Groll oder Ärger?
- Erkenne ich, wann es Zeit ist für Trennungen und/oder Veränderungen?
- Bin ich authentisch oder greife ich öfter zu Lügen, um meine eigene Person aufzuwerten gegenüber anderen?
- Wenn ich hingefallen bin, habe ich dann das Bedürfnis, liegen zu bleiben oder stehe ich auf und stelle mich der Herausforderung?
Einige dieser Fragen betreffen natürlich auch mich selbst. Das Thema “Selbst-Verantwortung” ist und bleibt immer präsent. Schön ist es, Menschen zu haben, mit denen man gemeinsam die einzelnen Punkte aufarbeiten kann. Oder während eines ausgedehnten Spazierganges in der Natur, verbunden mit seinem Höheren Selbst, sich die Fragen selbst beantworten kann.
Sofern man seine eigene Wahrheit wissen und sehen möchte.
am 26. Januar 2008 um 12:50 Uhr.
Liebe Dori,
Spaziergänge sind für mich eine tolle Gelegenheit, innerlich in den Fluss zu kommen. Dann erreichen mich viele positive Ideen.
In Deiner Frageliste gefällt mir die letzte am meisten. Will ich aufstehen oder liegenbleiben? Eine schöne provokative Frage?
Grüße Rainer
am 26. Januar 2008 um 13:01 Uhr.
Lieber Rainer,
schon oft, wenn ich “hingefallen” bin, habe ich mir überlegt, einfach liegen zu bleiben. Das wäre schön einfach gewesen, weniger anstrengend vielleicht, als mich selbst an meinem eigenen Schopf wieder hoch zu ziehen.
Aber das entspricht nicht meiner Natur. Und so stehe ich immer wieder auf.
Liebe Grüße
Dori
am 27. Januar 2008 um 11:15 Uhr.
Liebe Dori,
ist das nicht witzig? Ich bearbeite gerade zum wiederholten Mal den “Zeit zu leben”-Coach. Es ist gut, wenn man solche Programme öfter macht, vor allem, wenn sich etwas Wesentliches im Leben geändert hat, wie bei mir z.B. der Arbeitsbereich.
Und was glaubst Du, über welchem Thema mir gestern Abend die Äuglein zugefallen sind? Ausgabe 10 - Selbsterkenntnis!!!
Ralf Senftleben stellt darin eine ganze Reihe sehr, sehr hilfreicher Fragen, die uns helfen können, uns selbst noch besser kennen zu lernen und zu verstehen. Die für mich wichtigsten:
- Was ist mir wichtig?
- Warum tue ich, was ich tue?
- Was brauche ich überhaupt, um glücklich zu sein?
- Was ist der rote Faden in meinem Leben?
- Was sind meine Stärken und Schwächen?
Ich finde es besonders interessant, dass mir immer wieder neue Dinge einfallen, je öfter ich mir solche und ähnliche Fragen stelle. Und mit jedem Durchgang wird mein Weg klarer und damit auch leichter zu gehen.
Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntagnachmittag.
Licht und Liebe,
Jürgen
am 28. Januar 2008 um 11:18 Uhr.
Lieber Jürgen,
ich glaube, es ist ganz wichtig, sich immer wieder diese Fragen zu stellen, damit man “bewusst” bleibt.
Immer wieder treffe ich auf Menschen, die glauben nichts an ihrer Situation verändern zu können. Sie sind wie gelähmt und können nichts tun. Jeder Vorschlag, den man ihnen macht, wird sofort verworfen. Kennst Du solche Menschen? Das sind die “Ja aber”-Menschen. Mag sein, dass ich früher auch mal so war und dachte, man kommt aus seinem Hamsterrad nicht heraus.
Es gibt so viele Beispiele in meinem Umfeld, gerade auch in meiner jüngeren Vergangenheit und an meinem Arbeitsplatz:
eine Kollegin, die mit ihrem direkten Vorgesetzten nicht klar kommt, hat nun letztendlich eine Gehörsturz. Alle Vorschläge, die ich ihr machte, alle Hilfe, die ich ihr anbot, wurden kategorisch abgelehnt. Was mich dann immer sehr betrübt ist, dass diese Menschen dann andere für ihr Unglück und misslichen Situationen beschuldigen und verantwortlich machen, anstatt die Fragen zur Selbsterkenntnis für sich ehrlich zu beantworten.
Was kann man da machen? Ich bin immer so mitfühlend, und selbst bin ich jemand, der sich überall Hilfe holt, wo er sie nur bekommen kann.
Aber letztendlich muss jeder in diesem Leben seine eigenen Erfahrungen machen. Und wenn nun Krankheit dazu gehört und die betroffene Person will immer noch keine Hilfe in Anspruch nehmen oder sich selbst helfen, dann kann ich sie letztendlich nur in Licht und Liebe hüllen und für sie beten.
Ich wünsche Dir einen strahlenden, kraftvollen und energiegeladenen Wochenanfang.
Dori
am 28. Januar 2008 um 13:39 Uhr.
Liebe Dori,
ich habe gelernt, dass es besser ist, die Dinge vorzuleben und erst dann zu helfen, wenn ich gefragt werde. Z.B. “Wie machst Du das, dass Du jeden Morgen mit einem Lied auf den Lippen ins Geschäft kommst?” Oder: “He, Jürgen, an Weihnachten hattest Du doch noch ein Bäuchlein, wie hast Du denn das so schnell wegbekommen?”
Eine Ausnahme sind meine Texte im Internet. Da kommen ja automatisch Menschen hin, die nach etwas Bestimmtem gesucht haben, was ja auch nur eine Art des Fragens ist. Einer hat seine Suchmaschine sogar ganz trotzig aufgefordert: “Mach mich glücklich!” - und schwups ist er bei mir gelandet und ich konnte ihm wirklich helfen.
Danke für die Kraft und Energie. Du wirst lachen: seit ich mit diesem Blog online bin und so viele bewusste Menschen kennen gelernt habe, die wohl regelmäßig an mich denken und mir Kraft schicken, strotze ich vor Energie. Ich brauche bedeutend weniger Schlaf und bin trotzdem putzmunter. So habe ich mich früher nur gefühlt, wenn ich frisch verliebt war.
Ganz, ganz liebe Grüße an den Rhein,
Jürgen