Frauen im Nachteil?

Beruflich hochqualifizierte Frauen sind in Deutschland immer noch in der Minderheit. Tatsächlich liegt der Anteil der qualifizierten Frauen in unserem Lande  auf einem der hinteren Plätze. Lediglich 20 % der Frauen im Alter zwischen 25  und 64 Jahren haben einen Hochschulabschluß oder einen vergleichbaren Abschluß wie z.B. Meister. Somit liegt Deutschland auf dem drittletzten Platz von insgesamt 11 europäischen Ländern und weit hinter den skandinavischen Ländern, die diese Liste anführen.

Wieso wird auf die Berufsausbildung von Mädchen und jungen Frauen in unserem Lande so wenig Wert gelegt, bzw. weniger Wert als in anderen Ländern? Gerade in der heutigen Zeit, in der Begriffe wie Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Frieden, Ethik, Spiritualität eine sehr große Rolle spielen und inzwischen kaum mehr in der medialen Berichterstattung fehlen darf?

Viele von uns machen sich Gedanken darüber, wie man eine bessere Welt kreieren könnte, was wir persönlich dazu beitragen könnten, für uns selbst und für die Allgemeinheit. Siehe hierzu auch Gabas Aufruf zur Blogparade “Die Welt ein Stück besser gestalten” .

Eine der wichtigsten Kriterien im Hinblick auf die Zukunftsgestaltung ist für mich immer wieder und immer mehr die Erziehung und Ausbildung unserer Kinder! Natürlich auch bzw. insbesondere der Mädchen. Nur dann ist ein Mensch in der Lage, nachhaltig etwas für sein Leben und seine Umwelt zu tun und sein Wissen weiterzugeben an seine Nachkommen, wenn er eine entsprechende Ausbildung auf allen Ebenen - Körper/Geist/Seele erhalten hat und wenn er um die Bedürfnisse weiss und die Problematiken klar erkennen kann. Norbert hat kürzlich darüber gepostet, dass in einer bestimmten Schule in Heidelberg ein neues Unterrichtskonzept erprobt wird unter dem Motto: morgens Mathe, nachmittags Glück. Man hat erkannt, dass glückliche Schüler einfach aufnahmefähiger sind als unglückliche. Zumindest gibt es inzwischen den einen oder anderen sehr löblichen Versuch, “ganzheitlich” zu unterrichten.

In meinem Post Vanaprastha - Nächstenliebe habe ich schon darüber berichtet, wie Kinder in Indien auf das Leben vorbereitet werden. Hierzu gehören auch Yoga, Meditation und die Erweckung der Spiritualität und nicht nur die Vermittlung von Buchstaben und Zahlen. Ich bin der Auffassung, dass wir - um ein besseres Leben für unsere Kinder zu erschaffen - dringend mit diesen Veränderungen beginnen müssen.

3 Kommentare zu “Frauen im Nachteil?”

  1. gabaretha

    Liebe Dori,
    ein schöner Gedanke, dass Bildung und Spiritualität gemeinsam gelebt und erfahren wird. Da wäre ich sofort dabei ;-)
    Im Moment jedoch erlebe ich das krasse Gegenteil: Meine Tochter (9. Klasse Gym) hat drei mal die Woche nachmittags Unterricht - und muss sich auf acht Fächer am nächsten Tag vorbereiten.
    Da bleibt nicht mehr viel Zeit für Gedanken…
    Wie gut, dass ich ihr beim entspannen helfen kann.
    Sonnige Grüße, Gaba

  2. Dori Kellers

    Liebe Gaba,
    das habe ich alles hinter mir. Mit dem Unterschied: als meine Kinder ím Alter von Deinen waren, war ich noch nicht auf meinem Weg! Aber ich denke, wir können den zukünftigen Kindern einiges Mehr mitgeben. So warte ich (ergeben - und dennoch voller Ungeduld) auf meine Enkelkinder.
    :-)

  3. Thomas H. Lemke

    Zum Glück gibt es ja zunehmend Schulen, die auch alternative Methoden in ihr Programm mit aufnehmen. Irgendwann wird dieser Trend aus den freien Schulen wohl auch ins staatliche Schulsystem Einzug halten.

    Zum ersten Teil Deines Artikels muß ich allerdings schreiben, daß nach derzeitigen Untersuchungen ja wohl eher die Jungen im Bildungssystem im Nachteil sind. Deinen Satz “Wieso wird auf die Berufsausbildung von Mädchen und jungen Frauen in unserem Lande so wenig Wert gelegt” würde ich daher eher anders formulieren: “Wieso wird auf die Ausbildung von jungen Menschen so wenig Wert gelegt.” - denn wenn ich sehe, wie schick manches Bürohaus aussieht und dann eine Schule anschaue…

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