Towanda
Jeder - na ja, zumindest jede Frau - kennt den Film “Grüne Tomaten“. Den habe ich gesehen mit meiner besten Freundin, mit meiner Tochter und ihrer besten Freundin, aber auch mit meinem Partner, und finde ihn immer wieder wunderschön.
Evelyn, eine nicht sehr attraktive, übergewichtige amerikanische Hausfrau in den Wechseljahren, zutiefst unglücklich in einer Ehe, die nichts mehr hergibt, ohne Selbstbewusstsein, auf der Suche nach einer neuen (Lebens-)Bestimmung, trifft im Laufe der Geschichte an einer Einkaufsmall auf einem Parkplatz zwei junge, sehr schlanke Frauen, die ihr den Parkplatz wegnehmen. Evelyn ist hierüber total erbost und sehr wütend, und nach einer kurzen Überlegung stösst sie einen Schrei aus, TOWANDA, und fährt mit ihrem Auto mehrmals auf den Wagen der beiden jungen Frauen auf und verbeult diesen total. Die jungen Frauen sind natürlich zutiefst geschockt und Evelyn meint daraufhin süffisant lächelnd: Ihr seid zwar jung und schlank, ich jedoch habe eine gute Versicherung.
Nun - ich will jetzt nicht sagen - ich habe Ähnlichkeit mit Evelyn. Aber mir ist es kürzlich auch so ergangen…
Natürlich habe ich auch noch einen zweiten Beruf, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen, leider reichen meine Anwendungen im Augenblick noch nicht zu meiner Existenzsicherung aus. Im Februar dieses Jahres begab es sich nun, dass ich im zarten Alter von 52 Jahren eine neue Arbeit als Sekretärin bei einer Großbank antreten durfte. An meinem ersten Arbeitstag dachte ich: ups - minus 35 Grad auf dieser Etage. Die Kollegen alle wesentlich jünger als ich, durchgestylt und im Nadelstreifen, die weiblichen Kolleginnen so zwischen 25 und maximal 35, die Nase ganz oben. Ich war und bin also mit Abstand die Allerälteste. Die ersten Wochen kein Morgengruß, kein Tschüß - schönen Feierabend, geschweige denn irgend ein Wort zwischendurch.
Nun gut dachte ich bei mir. TOWANDA! Wozu habe ich all diese Dinge in meinem Leben denn gelernt, die ich lernen durfte? Das war doch nicht alles umsonst? Zuerst habe ich angefangen, alles mit den mir wohlbekannten Reiki-Symbolen zu reinigen und zu energetisieren, unter Anwendung der schönen Aura Soma Pomander und Quintessenzen, und meiner geliebten Rosenquarze, Amethyste und Bergkristalle. Licht und Liebe sowie die Farbe ROSA für einige besonders “schwierige Fälle” waren auch sehr hilfreich.
Nach und nach wurden die Menschen - die mit verkniffenen Gesichtern hier saßen und nicht rechts und nicht links schauten - zunehmend aufgeschlossener, lockerer, fröhlicher. Was soll ich sagen: Inzwischen ist es wunderbar. Es gibt gar keinen Altersunterschied, es gibt nur einen gemeinsamen Draht, und der ist unabhängig von Alter. Ich bin ein zeitloser Mensch, auch wenn meine körperliche Hülle 52 Jahre alt ist. Wenn nun eine meiner “Damen” nicht gut drauf ist, dann kommt sie zu mir und holt sich Energie. Und die bekommt sie auch, gratis. Denn dafür bekomme ich ein Lächeln zurück, Vertrauen, nette Gespräche. Und das ist es doch wert.
TOWANDA!
am 25. Juli 2007 um 14:28 Uhr.
Diese Szene ist die Beste im ganzen Film!
Towanda!
Diesen Ausruf werde ab sofort auch verwenden…..