Gebete

Für die meisten Menschen ist es nicht selbstverständlich zu beten. Weil sie nicht glauben. Sie glauben weder an Gott noch an das Universum, noch an Buddha oder wen es auch immer gibt. Sie glauben nichts, was man nicht “beweisen” kann. Was man nicht “schwarz-auf-weiss” lesen kann.

Ich glaube. Ich glaube nicht an den alten Mann mit dem weissen Bart, der im Himmel auf einem Thron sitzt. Nein, das nicht. Aber ich glaube an Zusammenhänge. Ich glaube daran, dass ich in diesem Leben eine Bestimmung habe. Dass ich eine Aufgabe zu erfüllen habe. Ich glaube auch daran, dass ich - wie alle Menschen - ein göttliches Wesen bin, verbunden mit dem Urwissen, mit der Akasha-Chronik oder mit der Kabbala, dass ich durch mein Höheres Selbst Zugang habe zu allen Informationen, die für mein Leben und meine Weiterentwicklung wichtig sind.

Ich bete jeden Tag, d.h. ich führe eigentlich Gespräche. Ich rede direkt mit dem Universum, da kann sich jeder angesprochen fühlen. Ich bedanke mich für all die Dinge, die ich habe, Liebe, Fürsorge, Essen und Trinken, Gesundheit, Partnerschaft, Fülle, mein schönes Zuhause, einfach für alles.

In diesem Zusammenhang finde ich auch das Gebet des Heiligen Franz von Assisi sehr schön, welches man durchaus in und auf die heutige Zeit übertragen kann:

Herr, mache mich zum Werkzeug Deines Friedens:
dass ich Liebe bringe, wo man sich hasst,
dass ich Versöhnung bringe, wo man sich kränkt,
dass ich Einigkeit bringe, wo Zwietracht ist,
dass ich den Glauben bringe, wo Zweifel quält,
dass ich Wahrheit bringe, wo Irrtum herrscht,
dass ich die Hoffnung bringe, wo Verzweiflung droht,
dass ich die Freude bringe, wo Traurigkeit ist,
dass ich das Licht bringe, wo Finsternis waltet.

O Meister, hilf mir, dass ich nicht danach verlange:
getröstet zu werden, sondern zu trösten,
verstanden zu werden, sondern zu verstehen,
geliebt zu werden, sondern zu lieben,

Denn:
Wer gibt, der empfängt.
Wer verzeiht, dem wird verziehen.

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