Alles ist wichtig

Dori am 9. März 2010 um 9:44

Eines Tages starb ein Zen Meister, Lin Chi. Tausende seiner Schüler hatten sich versammelt, um seinen letzten Worten zuzuhören, doch Lin Chi lag einfach nur auf dem Bett. Er war fröhlich, lächelte und sagte kein Wort. Jemand erinnerte ihn daran, dass er nichts sagte, obwohl er doch bald sterben würde. “Lin Chi, hast du vergessen, deine letzten Worte zu sprechen?”

“Wie wunderschön!”

Lin Chi sagte: “Hört einfach.” Auf dem Dach rannten gerade zwei kreischende Eichhörnchen herum. Er sagte: “Wie wunderschön” und starb.

In diesem Moment, als er sagte “Hört einfach”, gab es eine vollkommene Stille. Jeder dachte, er würde etwas Großartiges sagen, doch es waren nur die beiden Eichhörnchen zu hören, wie sie miteinander stritten und über das Dach rannten. Er lächelte und starb.

Alles ist wichtig

Doch er hatte seine letzte Botschaft mitgeteilt: Mache die Dinge nicht klein oder groß, trivial oder wichtig. Alles ist wichtig. In diesem Moment ist Lin Chi’s Tod genauso wichtig, wie die zwei Eichhörnchen, die über das Dach rennen. Es gibt keinen Unterschied. Im Universum ist alles gleich. Das war seine ganze Lehre, dass es nichts gibt, was großartig ist und nichts, was klein ist. Es hängt von dir ab, was du daraus machst.”

Weltfrauentag

Dori am 8. März 2010 um 10:37

 

Heute ist WELTFRAUENTAG!

 

Ich möchte aber heute nicht über Emanzipation und Gleichstellung der Frauen schreiben, sondern ich möchte, dass wir hier einmal all den Frauen DANKEN, die ihr Leben in den Dienst der Menschheit gestellt haben:

 

All den

 

Krankenschwestern

Altenpflegerinnen

SOS-Kinderdorfmüttern

Entwicklungshelferinnen in der Dritten Welt

Ärztinnen an den Kriegsschauplätzen und

in den Katastrophengebieten dieser Welt

 

um nur einige wenige zu nennen. Ihnen allen gilt mein tiefster Dank, und ohne die Bereitschaft dieser Frauen zu dienen, sähe unsere Welt wohl ganz anders aus.

 

 

Früher waren Frauen mehr auf das Muttersein festgelegt, und viele von ihnen fanden darin auch Erfüllung und Sinn. Andere spürten, dass ihnen etwas fehlte. Heute leben Frauen eine größere Vielfalt ihrer mütterlichen Eigenschaften:

 

Mütterlichsein meint Lebendiges aus sich hervorbringen, es annehmen, Nahrung geben, pflegen, sich einfühlen, wachsen lassen, das Leben schützen. Das zeigt sich immer als eine liebende, fürsorgliche und beschützende Haltung allem Lebendigen gegenüber. So kann eine Frau diese mütterliche Seite in ihrer Mutterrolle leben und ganz darin aufgehen, und eine andere Frau fühlt sich eher dazu berufen, ihr Mütterliches in anderen Bereichen einzubringen. Wie immer eine Frau ihre mütterliche Seite auch ausdrücken will, es besteht darin für jede Frau die Chance, ihre Weiblichkeit voll zu entfalten.

 

Aus: Königen und Wilde Frau – Anselm Grün / Linda Jarosch

 

 

Engel

Dori am 6. März 2010 um 8:00

 

Deck mich mit deinen Flügeln zu
und lass mich eine Weile ruhn
der Weg war weit
der Weg war weit

als die Götter dich gesandt
hab’ ich dich nicht einmal erkannt
du bist zu wahr
um wahr zu sein

Engel
lass die Zeit stillstehn
lehr mich zu verstehn
lehr mich dankbar sein
Engel
lass uns ein Wunder tun
die Welt soll wissen warum
sich zu lieben lohnt
Engel
das wär schön

Meine Seele war vereist
und mein Herz war längst vergreist
alles was ich dachte war: Warum

Du hast mich in Licht getaucht
hast mir gezeigt, dass wenn ich glaub’
meine Sehnsucht Sterne schmelzen kann

Engel
lass die Zeit stillstehn
lehr mich zu verstehn
lehr mich dankbar sein
Engel
lass uns ein Wunder tun
die Welt soll wissen warum
sich zu lieben lohnt
Engel
das wär schön

Deck mich mit deinen
Flügeln zu
und lass mich eine Weile ruhn
der Weg war weit
der Weg war weit

Bildquelle: Solera

Der nächste Schritt

Dori am 5. März 2010 um 15:39

Museumsinsel Hombroich (ganz in meiner Nähe)

Konkurrenz heißt, mit anderen um das zu kämpfen, was du empfangen könntest, wenn du den nächsten Schritt machen würdest.
Beim besten Wettbewerb geht stets darum, dass du persönlich dein Bestes gibst.
Der schlechteste Wettbewerb ist einer, in dem du jemand anderen lediglich dafür benutzt, dass du den nächsten Schritt nicht machen musst.

Dr. Chuck Spezzano

Bildquelle: Mario van Middendorf

Allgemeines

Dori am 5. März 2010 um 10:24

(ein wenig unscharf denn die Sonne scheint strahlendhell in das Büro)

Ab und an möchte ich natürlich hier auch etwas Alltägliches berichten, quasi aus meinem Leben. Jeden Tag passieren ganz viele Dinge in unserem Leben, oftmals sind sie ganz klein und werden kaum bemerkt, manchmal sind es auch Zeichen, die uns geschickt werden (aber darüber ein andermal mehr).

Gestern kommt eine Kollegin in mein Büro und fängt sofort herzhaft an zu lachen. Sie sagt: Du siehst ja aus wie die Claudia. Ich: Wieso? Sie: Ihr habt heute das Gleiche an. Claudia sitzt zwei Stockwerke unter mir, und sobald ich Zeit habe, mache ich mich auf den Weg, denn schließlich will ich doch wissen, ob das alles stimmt ;-)

Und siehe da - nicht abgesprochen - völliger Zufall - sind wir beide ganz in schwarz und tragen denselben Schal - den wir beide in der vorigen Woche in einem großen skandivanischen und preisgünstigen Modehaus gekauft haben - nur sie in Düsseldorf und ich in Neuss :-)

Ich wünsche Euch einen strahlendschönen Freitag mit vielen guten Energien und Schwingungen und einen ebensolchen Übergang in ein superschönes Wochenende.
Dori :-)

Die Seelischen Grundbedürfnisse des Menschen

Dori am 4. März 2010 um 10:22

 

 

gefunden bei Norbert

 

Akzeptanz

 

Wenn Akzeptanz für dich wichtig ist, dann gibt es folgende Problematik:

Du akzeptierst dich selbst nicht ausreichend und bist in deinen Beziehungen ständig auf der Suche nach Akzeptanz. Du willst zu einer Gruppe gehören, zu einer Gemeinschaft, und Geselligkeit ist extrem wichtig für dich.

 

Aufmerksamkeit

 

Wenn Aufmerksamkeit für dich wichtig ist, dann wirst du alles daran setzen, diese auch zu bekommen. Du kleidest dich, als wolltest du eine Modenschau gewinnen – oder bist extrem auffallend, im positiven wie im negativen Sinne.

Du hast Talente entwickelt, die Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen, du bist ein guter Redner, auffallend gut auf einem bestimmten Gebiet, du setzt alles daran, gut auszusehen.

Negative Aufmerksamkeit erreichst du, indem du oft krank bist, viel jammerst, oder die Opferrolle einnimmst.

 

Wertschätzung

 

Wer Wertschätzung sucht, gibt stets sein Bestes. Du rackerst dich für andere ab, kaufst teure Geschenke, bist ständig für andere im Einsatz, gibst dein letztes Hemd und stehst jedem zur Verfügung. Erhältst du keine Wertschätzung, schmerzt dich das sehr und bringt dich aus deiner Mitte.

 

Lob

 

Lob zu finden ist dem Bedürfnis Wertschätzung zu erhalten sehr ähnlich. Nur in diesem Falle fragst du andere ständig, OB du gut bist, und WIE gut du bist. Du willst anderen Menschen um jeden Preis gefallen, und dafür kannst du dich auch gerne verbiegen, oft über einen längeren Zeitraum. Komplimente, ein freundliches Wort, eine Bestätigung sind für dich extrem wichtig, ebenso wie die (positive) Meinung anderer, ohne die du dich wertlos fühlst. Kritik nimmst du sehr persönlich und du reagierst außerordentlich verletzt.

 

Komplimente

 

Fühlst du dich erst wohl, wenn du viele Komplimente erhältst, dann hast du vieles mit den Menschen gemeinsam, die auf der Suche nach Lob sind. Das gesprochene Wort ist in diesem Fall jedoch extrem wichtig für dich, denn du willst es HÖREN. STÄNDIG musst du hören, wie toll du bist, wie gut du aussiehst, wie liebenswert du bist, und dass du geliebt wirst. Kritik verletzt dich zutiefst und schmerzt dich sehr. Du musst immer die/der Schönste sein.

 

Anerkennung

 

Anerkennung ist für dich wichtig, du hast Karriere gemacht, Geld auf dem Konto, ein schönes Haus, ein dickes Auto, Prestige und kennst all die wichtigen Leute. Du strebst nach ganz oben und erträgst Niederlagen nur sehr schwer. Glück definierst du über äußere Attribute.

 

Respekt

 

Respekt ist für dich sehr wichtig, und ebenso Regeln. Und die müssen von den anderen eingehalten werden. Für dich ist ganz entscheidend, dass andere Menschen dich nett finden und zuvorkommend behandeln.

 

Vertrauen

 

Ist Vertrauen für dich das Grundbedürfnis schlechthin, dann bist du wahrscheinlich schon sehr oft enttäuscht worden. Bei Freundschaften ist Vertrauen für dich das Allerwichtigste. Wem du einmal vertraust, dem bist du treu ergeben, und wenn dieses Vertrauen enttäuscht wird, dann verstehst du die Welt nicht mehr. Du legst äußersten Wert darauf, dass man dich als vertrauenswürdige Person betrachtet.

 

Fürsorge

 

Du liebst es, für andere zu SORGEN. Oder du willst selbst gerne VERSORGT werden. Du bist immer auf der Suche nach Menschen, für du sorgen und die du umsorgen kannst.

 

Wieder erkennen

 

Wenn wieder erkennen für dich ein wichtiges Thema ist, dann sorgst du dafür, dass du überall auffällst. Für dich ist es sehr wichtig, dass Menschen deinen Namen kennen. Du bist sehr getroffen, wenn jemand nicht weiß, wie du heißt oder wer du bist, oder auf deinen Guten-Morgen-Gruß nicht antwortet.

 

Bestätigung

 

Sehr viele Menschen suchen die Bestätigung. Die Suche nach Selbstbestätigung geht mit dem Gefühl einher, auf Erden nicht willkommen zu sein. Im Grunde geht es hier  um eher zurückhaltende Menschen, die zwar das Gefühl brauchen, geliebt und anerkannt zu werden, aber nur, solange sie nicht im Mittelpunkt stehen müssen.

 

Verständnis

 

Für Menschen, die Verständnis haben wollen, ist es wichtig, dass sie selbst etwas verstehen und dass andere sie verstehen. Sie fühlen sich oft unverstanden, obwohl sie alles gerne 3 mal erklären, und das trifft sie dann tief. Sie wollen gerne alles wissen und über alles informiert sein.

 

Fühlst du dich bei dem einen oder anderen Grundbedürfnis angesprochen? Ich schon :-)

Hier gilt es, noch einmal genau hinzuschauen, was es mit mir macht, wo es herkommt, und wie ich es ausgleichen kann.

 

Mit den besten Wünschen für einen strahlendschönen Tag,

Dori :-)

 

Selbstliebe

Dori am 3. März 2010 um 10:00

Von der Außenwelt
mehr Liebe zu erwarten
als ich in mir selbst fühle,
wäre das gleiche,
wie ein Frosch zu sein
und in meinem Spiegelbild
einen Prinzen sehen zu wollen.

Gina + Bodo Delitz

Bildquelle: Pixelio

Veränderungen

Dori am 2. März 2010 um 11:35

 

 

Kennst Du das auch?

Immer dann, wenn Veränderungen auf mich zukommen, spüre ich das schon längere Zeit vorher auf der unterbewussten Ebene. So war das immer schon.

 

Ob im Berufsleben, oder privat, im Freundeskreis, in der Familie, ganz gleich: ich „sehe“ die Veränderung, die da kommt. Oder dass eine kommt. Allerdings weiß ich oft nicht, WELCHE Veränderung kommen wird, nur dass!

 

Im Augenblick habe ich diese Schwingungen wieder sehr intensiv. Erzähle ich jemand anderem darüber, schüttelt derjenige mit dem Kopf und sagt: Nein! Das kann nicht sein.

Das glaube ich nicht.

 

Andere Menschen, die durch die Bewusstseinsarbeit bereits ihre Wahrnehmung sehr geschärft haben (oder ihr 3. Auge geöffnet), können sehr gut nachempfinden, was ich empfinde.

 

Da ich zu diesem Zeitpunkt ja nicht weiß, WELCHE Art der Veränderung auf mich zukommt, versuche ich ganz einfach, in meiner Mitte zu bleiben. Ich gehe so oft wie möglich auf die Alpha-Ebene, bleibe zentriert, und arbeite mit den folgenden Affirmationen:

 

Ich bin verbunden mit allem was ist.

Ich lebe im Hier und Jetzt.

Ich bin mutig und stark und neugierig auf all das Neue in meinem Leben.

Ich bin ruhig und gelassen und bleibe in meiner Mitte, egal was kommt.
Ich stelle mich mit Freude den Herausforderungen des Lebens.

Im umarme diesen Tag und mache ihn zu dem glücklichsten in meinem Leben.

Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich.

Long long journey

Dori am 28. Februar 2010 um 20:30

Unser Leben ist eine lange, lange Reise. Das ist gut so, denn wir DÜRFEN soo viel lernen.

Schönes erfahren wir, Schmerzen fühlen wir, wir erleiden VERLUSTE, durchleben TRENNUNGEN, aber all dies dient nur unserem persönlichen WACHSTUM.

Vor allem WIR FRAUEN - so wie ich finde - sind priviligiert in diesem LEBEN. Wir dürfen ALLES SEIN. Tochter, Freundin, Mutter, Geliebte, Großmutter, Heilerin, und weise Frauen. Wir dürfen mit unserer übergroßen LIEBE in unserem HERZEN die Menschen mitnehmen auf dem Weg ins LICHT, wir dürfen VERZEIHEN und vergessen, WAS WAR! Wir LIEBEN, und zwar am Ende aller Tage BEDINGUNGSLOS.

Wenn wir es schaffen, ins konkurrenzlose Denken zu gehen (ich muss nicht mehr die Beste, die Tollste, die Schönste, die am meisten Bewunderte und die am meisten Geliebte sein), dann haben wir es GESCHAFFT. Wir LIEBEN. Alles was ist, die Ordnung im Universum, die Natur, die Tiere und die Menschen. Dann dürfen und können wir sein, was unsere BESTIMMUNG ist.

Für einen schönen Wochenanfang, besonders heute mal den FRAUEN und MÜTTERN und GROSSMÜTTERN und all den WEISEN FRAUEN gewidmet, die derzeit meinen Lebensweg KREUZEN, und die soo viel leisten:

Dori - von HERZ zu HERZ - :-)

Die Einladung

Dori am 27. Februar 2010 um 23:00

Liebste Dori und herziger Max, heute ist Oma und Enkel Wochenende! Wie ich mich fuer euch aus ganzem Herzen freue. Ein ganz herzliches Dankeschoen liebe Dori fuer deine Zeilen nach Chicago. Nach getaner Arbeit (priv. Alten-pflegerin)ist dein Blog fuer mich ein Lichtstrahl und das geoeffnete Fenster. Ja, es ist ein ganz besonderes Geschenk fuer mich und es erfuellt mich mit grosser Freude und Dankbarkeit. Herzliche Umarmung fuer euch beide, Radegundis Magdalena.

Diese lieben Zeilen und auch das schöne Bild erreichten mich heute aus den USA. DANKE liebe Mara!

Für meine Blogfreunde: das Mäxchen konnte nicht zu mir kommen, denn er hat seit Freitag Fieber, und seine Eltern wollten ihn dann doch nicht “abgeben”. So ist das halt bei den Babies, und es kommen ja noch viele Wochenendgelegenheiten.

In der vergangenen Woche habe ich die Tausender-Marke geknackt. Seit dem Bestehen meines Blogs hatte ich zum ERSTEN MAL über 1000 Besucher in der vergangenen Woche, und zwar 1006. JUBEL. Das erfüllt mich mit großer FREUDE und tiefer DANKBARKEIT und gibt mir die Bestätigung, dass ich mit dem, was ich tue, richtig liege und etwas bewirke. Es gibt mir selbst gute Gefühle, es macht mir Spass und ich betrachte es inzwischen als meine Aufgabe, die Kontakte - die hier entstanden sind im Laufe der letzten 3 Jahre, per Mail, per Telefon und inzwischen auch persönlich zu pflegen.

Ich wünsche Euch - Ihr lieben Leser - einen wunderschönen Sonntag - noch einmal mit der “Einladung” von Laith Al-Deen und dem wunderbaren Originaltext von Oriah Mountain Dreamer.

Von HERZ zu HERZ - Dori :-)

Es interessiert mich nicht, womit Du Deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich möchte wissen, wonach Du innerlich schreist und ob Du zu träumen wagst, der Sehnsucht Deines Herzens zu begegnen.

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist. Ich will wissen, ob Du es riskierst, wie ein Narr auszusehen, um Deiner Liebe willen, um Deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten im Quadrat zu Deinem Mond stehen. Ich will wissen, ob Du den tiefsten Punkt Deines eigenen Leids berührt hast, ob Du geöffnet worden bist von all dem Verrat, oder ob Du verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual. Ich will wissen, ob Du mit dem Schmerz - meinem oder Deinem - dasitzen kannst, ohne zu versuchen, ihn zu verbergen oder zu mindern oder ihn zu beseitigen. Ich will wissen, ob Du mit der Freude - meiner oder Deiner - dasein kannst, ob Du mit Wildheit tanzen und Dich von der Ekstase erfüllen lassen kannst, von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um Dir selber treu zu sein. Ob Du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht Deine eigene Seele verrätst. Ich will wissen, ob Du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig. Ich will wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist und ob Du Dein Leben aus Gottes Gegenwart speisen kannst. Ich will wissen, ob Du mit dem Scheitern - meinem und Deinem - leben kannst und trotz allem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmondes rufst: “Ja!”

Es interessiert mich nicht, zu erfahren, wo Du lebst und wieviel Geld Du hast. Ich will wissen, ob Du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und der Verzweiflung, erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust, was für Deine Kinder getan werden muss.

Es interessiert mich nicht, wer Du bist und wie Du hergekommen bist. Ich will wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem Du gelernt hast. Ich will wissen, was Dich von innen hält, wenn sonst alles wegfällt. Ich will wissen, ob Du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gerne mit Dir zusammen bist.

(Oriah Mountain Dreamer)