Alles Gold der Welt….

Dori am 2. September 2010 um 16:12

Viele Jahre ist es her, dass ich von ihm hörte. Und dann, gestern, da meldet er sich plötzlich telefonisch. Vielleicht, weil ich nach langer Zeit mal wieder intensiv an ihn dachte?

 

Seine Stimme klingt immer noch vertraut, auch sein Lachen. Vieles ist passiert in seinem Leben, und erst recht in meinem. Dass ich schon Großmutter bin, hat ihn umgehauen, so sieht er mich nicht, sein Bild von einer zweifachen Oma passt einfach nicht zu mir, sagt er.

 

Sehr erfolgreich war er, früher, beruflich, ist es immer noch. Während früher die Karriere sein Ein und Alles war, noch ein Auftrag, noch ein Abschluss, noch ein neuer Kunde, noch ein größeres Auto, so sagt er mir jetzt am Telefon:

 

Weißt Du, ich habe alles gehabt, was der Mensch nur haben kann. Es hat mich nicht glücklich gemacht. All die teuren, schnellen Autos, die tollen Restaurants, die Reisen in ferne Länder und das Übernachten in den besten Hotels, das Ferienhaus in Spanien am Meer, haben mich nicht glücklich gemacht. Ich brauche das alles nicht mehr. Eigentlich habe ich es nie gebraucht, sagt er, aber das wußte ich da noch nicht.

 

Er denkt nun ans Aussteigen, will alles verkaufen, was er besitzt, und sich einen Platz suchen, wo er es schön findet, wo er bleiben kann, sich neu orientieren und neue Wege finden kann.

 

Und die Menschen, die fehlen ihm, für menschliche Beziehungen hat er in all den Jahren des Schaffens nicht die Zeit gehabt, konnte nicht investieren in Gefühle wie Freundschaft oder gar Liebe. Das fehlt ihm jetzt. Noch ist es Zeit, etwas zu verändern, sagt er entschlossen.

 

Ich freue mich, dies zu hören, gerade von ihm. Dass er neue Wege gehen will, dass er die alten Begrenzungen sprengen und loslassen will.

 

Und ich bin gespannt auf das, was dann zu sehen sein wird :-)

 

 

 

 

Wenn ein Kind …

Dori am 1. September 2010 um 17:57

Wenn ein Kind kritisiert wird,
lernt es, zu verurteilen.

Wenn ein Kind angefeindet wird,
lernt es, zu kämpfen.

Wenn ein Kind verspottet wird,
lernt es, schüchtern zu sein.

Wenn ein Kind beschämt wird,
lernt es, sich schuldig zu fühlen.

Wenn ein Kind verstanden und toleriert wird,
lernt es, geduldig zu sein.

Wenn ein Kind ermutigt wird,
lernt es, sich selbst zu vertrauen.

Wenn ein Kind gelobt wird,
lernt es, sich selbst zu schätzen.

Wenn ein Kind gerecht behandelt wird,
lernt es, gerecht zu sein.

Wenn ein Kind geborgen lebt,
lernt es, zu vertrauen.

Wenn ein Kind anerkannt wird,
lernt es, sich selbst zu mögen.

Wenn ein Kind in Freundschaft angenommen wird,
lernt es, in der Welt Liebe zu finden.

(Quelle unbekannt)

Bildquelle: Dieter Schütz / pixelio.de

Spieglein, Spieglein……

Dori am 31. August 2010 um 16:08

 

Eigentlich hatte ich mir ja fest vorgenommen, nicht mehr über „hier“ zu schreiben! Aber es gibt Dinge, die muss ich einfach loswerden.

Sie kam vor drei Monaten, wir sahen uns an, erkannten uns.
Früher hätte ich gesagt: es war Liebe auf den ersten Blick, heute nenne ich es „Erkennen“.

Wir fühlten uns sofort zueinander hingezogen, zwei Frauen, der Altersunterschied von 10 Jahren spielt überhaupt keine Rolle, denn wir ähneln uns in vielen Dingen sehr, vor allem, was Dinge wie Weltanschauung und Lebensphilosophie betrifft.
Nur beim Yoga, da streikt sie, dazu sei sie zu hyperaktiv. Aber das war ich vor 10 Jahren schließlich auch noch ;-)

Drei Monate haben ihr gereicht um zu sehen, dass dies hier nicht ihr Platz ist. Und so hat sie sich entschlossen, wieder zu gehen. Und den idealen Platz für sich zu suchen und zu finden.

Weißt Du, sagt sie zu mir, ich bin so sensibel, ich nehme die ganze Negativität mit nach Hause und mir geht es einfach nicht gut hier. Gerne hätte ich ihr in aller Ruhe erklärt, wie man sich vor diesen negativen Schwingungen am besten schützt, aber dazu ist einfach keine Zeit, der Druck ist zu groß, die Arbeit, die bewältigt werden muss, nicht zu schaffen.

Was spielt denn das ganze Geld für eine Rolle, sagt sie, wenn ich abends todunglücklich von der Arbeit nach Hause komme? Da bin ich mir selbst doch wichtiger. Ich habe nur dieses eine Leben, und das will ich so gut ich kann leben und genießen.

Bildquelle: Karin Jähne / pixelio.de

Eure Kinder

Dori am 30. August 2010 um 15:48

Eure Kinder sind nicht eure Kinder
Sie sind Söhne und Töchter
der Sehnsucht des Lebens
nach sich selbst

Sie kommen durch euch
aber nicht von euch
und obwohl sie mit euch sind
gehören sie euch doch nicht

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben
aber nicht eure Gedanken
denn sie haben ihre eigenen Gedanken

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben
aber nicht ihren Seelen
denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen
das ihr nicht zu betreten vermögt
selbst nicht in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein,
aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts
noch verweilt es beim Gestern.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

(Khalil Gibran)

Vertrauen

Dori am 29. August 2010 um 11:17

Lady Paula war gesundheitlich nicht gut drauf, sie hatte ein kleines Problem. So kam es, dass wir zu unserer Tierärztin fuhren, alleine das ist schon eine unglaubliche Aktion, sie einzufangen und in die Tragebox zu setzen. Sie hasst das, wehrt sich mit Händen und Füßen Pfoten und Krallen (dementsprechend sehen meine Unterarme zur Zeit aus) und regt sich zudem fürchterlich auf. In diesen Momenten wachse ich immer über mich selbst hinaus :-)

Und so kam es, dass die Tierärztin Lady Paula ein Medikament verordnete, welches ich ihr morgens und abends mithilfe einer Pipette in ihr Mäulchen geben sollte. Ich hab’s versucht, ganz tapfer und mit zusammengebissenen Zähnen habe ich sie eingefangen und in einen bestimmten Griff gezwungen, aus dem sie sich nur schwer befreien kann, habe ich ihre Attacken mit Hinterläufen und Krallen ertragen, ich will ja, dass meine Kaninchendame gesund ist.

Das Ergebnis war, dass sie am dritten Tag einen Angstschock hatte (das ist bei Kaninchen eine bestimmte Reaktion auf Ereignisse oder Situationen, in denen sie sich fürchten) und ich mir dachte, so geht das nicht. Jetzt bekommt sie ihr Medikament ins Trinkwasser, und es scheint ihr wirklich besser zu gehen, denn das Fell ist wunderschön weiß und glänzend und die Augen sind wieder groß und lebendig. Außerdem denkt sie, sie sei ein ganz junges Kaninchen, was ja nun wirklich nicht mehr der Fall ist.

Nur eins ist geschehen: Lady Paula hat ihr Vertrauen in mich verloren. Betrete ich das Zimmer, wo der Käfig ist, drückt sie sich in die hinterste Ecke und fängt vor Angst, ich könnte sie wieder packen und bezwingen, an zu fauchen und mit den Vorderläufen zu schlagen. Es wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis sie wieder zu ihrer Zutraulichkeit zurückgefunden hat.

Manchmal wollen wir unsere Freunde, Partner, die Menschen in unserem Umfeld zu etwas zwingen oder überreden, was sie nicht wollen, und wobei sie sich unwohl fühlen, nur weil wir selbst der Auffassung sind, es sei zu ihrem Besten.  Zugegebenerweise geht es zum Beispiel bei der Kindererziehung manchmal nicht anders, jedoch kommt es dabei auf Art und Weise an, wie man so etwas angeht.

Bin ich selbst betroffen und jemand will versuchen, mich zu etwas zu zwingen, wovon ich in keinster Weise überzeugt bin, sei es beruflich oder privat, so sage ich zuerst ganz deutlich NEIN, wenn das nichts nutzt, grenze ich mich ab, und wenn das immer noch nicht reicht, bin ich sogar bereit, die Freundschaft oder Beziehung aufzugeben, denn unter einer Vertrauensbasis verstehe ich dann etwas Anderes.

Und da ich manchmal vom Hölzchen aufs Stöckchen komme beim Schreiben - so wie jetzt - kann ich nur sagen, dass diese Beziehungen - von denen ich hier rede - mich ganz arg blockiert haben, das sehe ich rückblickend, und dass ich froh und glücklich sind, dass ich den  Mut hatte, einen Strich darunter zu ziehen und mich von denen zu befreien, die mich auf ihre subtile Art und Weise über einen ganz langen Zeitraum versuchten zu manipulieren und so zu sein, wie ich nun einmal nicht bin und nie sein werde.

Danach hat sich mein Leben innerhalb kürzester Zeit ganz entscheidend ins Positive verändert, so wie ich es mir selbst nie vorgestellt hätte, durch all die lieben Menschen, die in mein Leben getreten sind, und letztlich durch mich selbst, denn ich bin frei. Und dafür bin ich dankbar.

Namasté, ich wünsche Dir einen schönen Sonntag und viele schöne und vertrauensvolle Begegnungen.

Dori :-)

All das Leben

Dori am 26. August 2010 um 21:52

Seh alles so verschwommen
Und hoffe doch so wird es sein
Den letzten Rest genommen
Und trotzdem fühl ich mich nicht klein
Wenn nicht so dann eben anders
Anders als gedacht
Aller Nächte sprechen Tage
Die Herrschaft ab

Denn so ist all das Leben
Das in uns steckt
Das spür ich ganz genau
So ist all das Leben
Das uns erweckt
Im ersten Morgengrau

Mancherlei kann ich nicht denken
Und plötzlich steh ich mittendrin
Geglaubt ich könnt es lenken
Mit meinen Kopf mit meinem Sinn
Alles anders als ich dachte
Bricht es plötzlich rein
Weder vorsichtig noch sachte
Läßt es mich allein

Denn so ist all das Leben
Das in uns steckt
Das spür ich ganz genau
So ist all das Leben
Das uns erweckt
Im ersten Morgengrau

Schweigen was wollen
Lauschen in die warme Nacht
Schöpfen aus dem Vollen
Was vom Tag uns zugedacht

Die Regeln des Reiki

Dori am 25. August 2010 um 12:31

Dai Komio - das Meisterzeichen

Norbert vom Lebensblog hat heute sehr schöne Regeln gepostet zur Einstimmung auf den neuen Tag. Bitte lies selbst.

Und während des Lesens erinnere ich mich an die schönen Regeln des Reiki, die ich bei meiner ersten Einweihung erhalten habe, und die gerade HIER und JETZT wieder besonders an Bedeutung gewinnen:

Gerade heute sei frei und glücklich.
Gerade heute freue Dich.
Gerade heute ist für Dich gesorgt.
Lebe bewußt im Jetzt.
Nimm Deine Segnung dankbar an.
Ehre Deine Eltern, Lehrer und die Älteren.
Verdiene Dein Brot ehrlich.
Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.
Sei dankbar für alles und liebevoll zu allen Lebewesen.

Doris

Dori am 24. August 2010 um 19:14

Jahre meines Lebens war ich mit diesem Vornamen alleine. In all den langen Jahren lernte ich nie eine Frau namens Doris kennen. Und ehrlich gesagt fand ich meinen Vornamen früher nie so besonders, obwohl er doch so eine schöne Bedeutung hat: die von Gott geschenkte.

Als mein Sohn vor 1 Jahr heiratete, bekam er eine Schwiegermutter namens Doris K…
Nun hat der kleine Max zwei Großmütter, die Doris heißen und deren Nachnahme mit K beginnt.

Anfang dieses Jahres lernte ich dann Doris Karpowitz vom Licht und Liebe Blog kennen. Wiederum eine Doris K :-)

Im April kam dann eine weitere Doris hinzu, sie lernte ich auf dem Ultramind Seminar mit Gaba in Köln kennen.

Heute morgen habe ich mich nun zu einem neuen Yoga-Kurs angemeldet. Die am Telefon sehr sympathische Yogalehrerin heißt….. Doris K…. Als ich mich mit meinem Namen meldete, stutzte sie zuerst, und meinte dann: welch ein Zufall? Wir mussten beide lachen.

Zum Abschluss des Gespräches meinte sie dann noch, ich sei nun die vierte Doris in der Yoga-Gruppe.

Ich frage mich, wo kommen denn jetzt plötzlich alle diese Doris her? Ich finde das höchst spannend und auch witzig :-D

Und zum Abschluss möchte ich Euch dann noch eine weitere Namensvetterin vonmir präsentieren, die legendäre Doris Day mit Que sera:

Als die Welt unterging…

Dori am 23. August 2010 um 9:25

 

 

 

Genau in dem Moment,

 

als die Raupe dachte,

 

die Welt geht unter,

 

wurde sie

 

zum Schmetterling.

 

 

 

- Peter Benary -

 

Bildquelle: ich/pixelio

Abschied

Dori am 20. August 2010 um 17:22

Heute morgen – der Wecker hatte gerade geklingelt, draußen war es noch dämmrig, jedoch war am Himmel bereits ein rot-orange Streifen zu sehen – parkt vor dem Haus ein Auto und lässt den Motor weiterlaufen. Das kann ich ja schon gar nicht leiden, wenn jemand seinen Motor nicht abstellt. Und schon gar nicht morgens so früh, wenn ich noch gar nicht richtig wach bin.

Na gut, ich muss ja sowieso aufstehen, denke ich, und schau aus dem Fenster, wer das denn wohl sein könnte. Oh nein, ich sehe schon, da ist der Transporter mit dem Polnischen Kennzeichen.

Ich fasse es nicht, dass der schon wieder da steht, denn ich wollte ihr doch noch tschüß sagen, bis zum nächsten Mal, bis zu unserem Wiedersehen in drei Monaten.

In „meinem“ Haus wohnt eine alte Dame, die nach einem schweren Schlaganfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Sie ist stark pflegebedürftig und wohnt in ihrer Wohnung zusammen mit einer Pflegerin, da sie sich nicht mehr alleine versorgen kann.

Alle drei Monate wechseln sich zwei superliebe und nette Frauen ab, Polinnen, die über eine Organisation nach Deutschland vermittelt wurden und inzwischen fester Bestandteil der Familie sind. Heute morgen war es dann wieder so weit, dass die eine abgeholt und die andere gebracht wurde.

Wie schnell drei Monate vergehen wird mir jedes Mal wieder bewusst, wenn der Wechsel der beiden Frauen stattfindet.

Diesmal konnte ich mich nicht verabschieden und lebewohl sagen, ich war die ganze Woche unterwegs und immer erst spätabends zu Hause. Aber sie kommt ja ganz bald wieder, und dann werde ich sie herzlich begrüßen, so wie heute morgen ihre Ablösung.

Bildquelle: Albrecht E. Arnold / pixelio.de